Hochräder – Herstellung und Fahrvergnügen auf hohem Niveau

Jetzt wisst ihr schon, wie man ein Hochrad steuert, und nun erfahrt ihr wie zeitaufwendig und schwierig die Herstellung ist.

Was wisst ihr eigentlich über Hochräder? Die meisten bestimmt so viel wie ich. Nämlich so gut wie nichts.

Das lässt sich aber ändern und nun kann ich euch hoffentlich viele wissenswerte Fakten über Hochräder liefern.
Dazu hatte ich das Glück, mich mit einer Koryphäe in diesem Bereich zu treffen. Ihr kennt Frank Albert noch nicht? Er ist in der Blüte seiner Jugend und hat das Ziel vor Augen, seine Begeisterung für Hochräder an noch viele Menschen weiter zu geben, viele sportliche Wettkämpfe zu gewinnen und der Welt zu zeigen, wie schön es doch sein kann, von hoch oben durch die schöne Natur zu fahren.

Ihr habt recht, so ganz ungefährlich ist es natürlich nicht und sicherlich hat es auch einige Nachteile. Doch wer einmal auf einem Hochrad gesessen und die Leichtigkeit des Vorwärtskommens gespürt hat, der möchte zumindest dieses Gefühl ausgiebig genießen und immer wieder erleben.

Dann gebe ich euch nun einen kleinen Einblick in sein Können und die Faszination des Hochrades. Um es vorweg zu nehmen, so ganz unbekannt ist Frank Albert nicht, sondern er leitet auch die Sächsische Hochradfahrschule “All Heil” (benannt nach dem Radfahrslogan).
Seine Hochräder sind alles Unikate und werden von den Käufern sehr geschätzt. Sie sind auf den jeweiligen zukünftigen Besitzer zugeschnitten.
Grundlegend dabei ist, dass das Hochrad zur Beinlänge des Fahrers passt.
Dabei ist es ihm eine Herzenssache, historische Hochräder herzustellen und keine Massenware zu produzieren.
Alle Teile sind von ihm selbst angefertigt, bzw. noch bearbeitet. Es passt einfach nix aus dem Regal.

Hier beim Herstellen eines 6m langen Profils zur Herstellung einer originalen Hohlkammerfelge aus Stahl.

Die Liebe liegt hier eindeutig im Detail. So kann ich euch aus eigener Erfahrung berichten, wie zeitaufwendig nur alleine das Einspeichen des Rades ist. Und auch dort zahlt es sich aus, wenn ganz genau und korrekt gearbeitet wird.

Die Felgen haben im Normalfall einen Durchmesser von 340mm – 1540mm. In ganz besonderen Fällen auch mal fast 2000mm.

Auch kleine Teile benötigen viel Zeit und Aufmerksamkeit.
Vom Rundmaterial zum Halbzeug und zur Rohrmuffe.
Folgende Fotos zeigen dann das Endresultat.

Eine von 6 konventionellen Drehmaschinen.

Gearbeitet wird noch wie zu jener Zeit, mit Handarbeit, Fleiß, Gefühl und natürlich auch ab und zu mit ein paar Spänen in den schmutzigen Fingern.

Hochradfahrstunde

Wer sich auf das Vergnügen einlässt sich auf ein Hochrad zu schwingen, dem verspricht er puren Genuss des spartanischen, leisen und zeitlosen Fahrens durch unsere schöne Natur.

Und wenn man Frank zuschaut, sieht man, mit wie viel Begeisterung er sein Hochrad durch die Gegend lenkt und man bekommt richtig Lust, sich diese Freude auch mal zu gönnen.

Frank sein Hochrad
Übungsrad für Fahranfänger

Wichtig!!! Die Hochräder, welche die Fahranfänger bekommen, stellt Frank nicht her. Er legt Wert auf Qualität und Hochräder nach historischen Maßstäben anzufertigen. Wie man auch in dem oberen Beitrag sehen kann.

Übungsstunde für Hochradneulinge

Da er dieses Vergnügen auch vielen Menschen näher bringen möchte, bietet er Kurse zum Erlernen des Hochradfahrens an. Letztes Wochenende erst hatten 2 Männer und 1 Frau die Lehrstunde gebucht. Mit viel Wissen, Gefühl und Geduld gibt er den Leuten Erklärungen/Anweisungen und steht mit Rat und Tat (und seinen starken Armen) zur Seite.

Hier zeige ich euch einige der entstanden Fotos der Hochradfahrstunde. Zwei der Fahrschüler kamen sogar von weiter her (aus Bayreuth und Nürnberg) um sich ihrer Angst zu stellen und um etwas Einmaliges zu erleben. Dazu muss eben der innere Schweinehund beiseite geschoben werden und dann kann man sich ins Vergnügen stürzen… Na wenn das nicht zweideutig ist…

Zum Ende der Fahrstunde sieht man ganz gewiss jedem Fahrschüler an, wieviel Spaß es macht, wenn man einmal den Sattel des Hochrades erklommen hat. Und mit einem einzigartigen Glücksgefühl und unauslöschbaren freudigen Erinnerungen treten die Hochraderklimmer die Heimkehr an.

https://einhundertstel.eu/wer-hoch-hinauf-will-muss-aufs-hochrad/
Fazit: Traut euch einfach und ihr werdet unvergesslich schöne Erlebnisse mit nach Hause nehmen. Und von Beginn der Fahrstunde bis zum Ende, wird sich euer Gesichtsausdruck von angestrengt, nervös und ängstlich – in freudig, strahlend und glücklich ändern.

https://www.facebook.com/Hochradfahrschule?cft[0]=AZUvc7vjMQgzC3ja_Pq1J9nEerRt46Iu3LIRQydFGmLF7yK2QA_8n42R84DXAJkRV5zKxFoN1DLesOqLk6l5D3ahMiOUG6odpXPo-trINjMpQB79zPnnSGuP1k8OtAxoIDJ2iFEdsrKS89s5HU_jUjLF&tn=-]K-R

Wer hoch hinauf will…, muss aufs Hochrad!

Wer hat nicht schon mal davon geträumt, hoch hinauf zu kommen…?
Oder man möchte mal was ganz Besonderes erleben.
Dann bietet sich doch eine Hochradfahrstunde an. Wer kann schon von sich sagen, dass er schon mal Hochrad gefahren ist… Fast niemand.

Heute hat sich Chris diesen lang gehegten Traum erfüllt und beim besten Hochradtrainer und -fabrikant Frank Albert (aus Ellefeld/Lengenfeld) ein Hochradfahrtraining besucht.

Frank ist Meister seines Faches und ein echter Könner. Er stellt die Hochräder natürlich auch selbst her (nach historischen Maßstäben) und weiß wie kein Anderer damit fachmännisch und professionell umzugehen.


Vom ersten Handgriff bis zum Schluss ist alles Maßarbeit und Präzession. Da passt alles haargenau. Ich durfte der Herstellung und eben auch der Fahrstunde folgen und fotografisch dokumentieren.

Bevor Chris allerdings das Hochrad besteigen durfte, musste er seine Ungeduld noch etwas zügeln.
Geduldig und mit viel Wissen gespickt, bekommt man eine Einweisung in Theorie und Praxis.
So fühlt man sich von Anfang an gut aufgehoben und traut sich doch das ungewöhnliche Gefährt zu besteigen.
Erst nach der gründlichen Einweisung durfte er endlich ans Rad. Doch aufgepasst!!! Einfach aufsteigen und losradeln ist nicht…


Zuerst wird das auf- und absteigen geübt. Dabei ist höchste Konzentration gefragt, denn auch wenn man ein “normales” Fahrrad fahren kann, ist ein Hochrad in der Handhabung doch etwas anders und feinfühliger.
Dabei ist es wichtig, die einzelnen Handgriffe in Fleisch und Blut übergehen zu lassen. Man muss fühlen, wo man die Beine hinstellen muss.


Erst wenn man sich da sicher fühlt, geht es an den nächsten Schritt.


Doch mit Frank an der Seite und seinen Anweisungen, ist das alles kein Problem und schließlich und endlich darf man sich auf den Sattel schwingen und die Höhe genießen. Ganz leicht radelt man dann los und fühlt sich frei und beschwingt. Was eindeutig auch dieses Foto zeigt.


Fazit: Hochradführerschein bestanden.

Chris kann dieses einmalige Erlebnis, jedem der sich traut, nur empfehlen. Und da er nun auf den Geschmack gekommen ist, wird es ganz bestimmt eine Fortsetzung geben.
Und ich selbst möchte das Hochradfahren auch erlernen. Schon vom Zuschauen bekommt man Lust es selbst zu probieren.
Also bis demnächst…, wenn ich Fahrgast auf einem Hochrad bin.

P. S. Auch als besonderes Geschenk geeignet. Indem man einen Gutschein für eine Hochradfahrstunde verschenkt.

https://www.facebook.com/Hochradfahrschule





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