Lost Places

Einhundertstel war wiedermal zusammen unterwegs. Wo? Das bleibt unser Geheimnis. Vielleicht wissen ja einige unter euch, wo es sein könnte. 
Jedenfalls ging es perfekt ausgerüstet, der männliche Teil unseres Teams war nämlich mit Turnschuhen bestückt, los. Da sollte Schnee also kein Problem darstellen…
Um an unser Ziel zu kommen mussten wir einen Hang hinunter, der natürlich auch voller Schnee lag. Also kein Thema, wir hatten ja passendes Schuhwerk an. 😉 Doch irgendwie war ab da schon die Fußbekleidung durchgeweicht. Doch ein „richtiger“ Fotograf auf Mission lässt sich von solchen Kleinigkeiten nicht aufhalten. Mit pitschnassen Füßen ging das Abenteuer los.
Wie Rico schon auf Facebook angekündigt hatte, haben wir dieses Mal einen „Lost Place“ aufgesucht. Sinngemäß übersetzt heißt das wohl „vergessener Ort“.
Genau dieses Gefühl kam dann auch dort auf. Wir fühlten uns einsam, verlassen und in eine andere Zeit versetzt. Einen Ort, der von vielen längst vergessen wurde. Vielleicht, aber nur vielleicht kennen ihn ja doch noch einige Menschen und verbinden ihre Vergangenheit damit. Für die Meisten ist dieser Ort aber ohne Bedeutung. 

Wo früher die Menschen tagtäglich ein und aus gingen. Oder die Betriebsamkeit und Hektik zu spüren war, da war jetzt nur noch… Stille. Nur unterbrochen durch ein paar Wassertropfen die durch die Decke auf die Erde tropften.
Durch die zerbrochenen Fensterscheiben schickte die Sonne ihre Strahlen herein und beleuchtete die Räume auf dessen Boden überall das Fensterglas verstreut lag. Gespenstisch verloren wirkten die Gegenstände, die noch nicht der Witterung verfallen waren. Stromkabel hingen verloren von den Decken und bekamen keine Energie mehr. 
In der Kommandozentrale, in der riesigen weiten Halle, fühlte Rico sich dann doch für kurze Zeit als würde er von dort aus alles beobachten können. Er war für eine Minute Chef. Die vielen Arbeiter folgten seinen Anweisungen. 

Mit unserem neu gestalteten 3D-Logo konnten wir auch gleich einige Motive dort in Szene setzen. 

Es gab Räume zu entdecken, die früher der Verköstigung dienten. Dort spürten wir regelrecht die Freude der Menschen die sich dort gemeinsam trafen, um sich zu stärken und auch private Dinge zu besprechen und die Arbeit für eine halbe Stunde  zu vergessen.
Bestimmt wurde dort auch die eine oder andere innerbetriebliche Veranstaltung abgehalten. Zum Beispiel am 8. März. Für alle die nicht mehr wissen was da war, verrate ich es euch lieber-der Frauentag. An diesem Tag wurden die Frauen von den Männern geehrt. Sie standen dann im Mittelpunkt. Wie eigentlich immer 😉 Nur da gab es eben auch Blumen und oft auch Kaffee und Kuchen.  

Die Treppen waren so gut wie unbeschadet und wir konnten mühelos auch die untere und obere Etage erkunden. Allzu viel war leider nicht mehr übrig. Einige rostige Eisenstangen und Eisenträger, eine Badewanne ohne Wasserhähne, Duschräume ohne Dusche und Heizkörper ohne Wärme. Es fehlte eben das Leben.
Und trotzdem versprühte dieses Gebäude seinen ganz eigenen Charme und erzählte seine eigene Geschichte.
Was ihr hoffentlich auf diesen Fotos sehen könnt.

 

Fazit:  Eine herrlicher Ausflug, spannendes Abenteuer und die Suche nach der Vergangenheit.

Einzelstücke #1

Da verrate ich euch bestimmt nichts Neues aber für die Fotografie gilt wohl: „Der frühe Vogel ideal-nicht der Vogel kann mich mal!“
Das nachfolgende Foto kann das nur bestätigen. 

Und wiedermal war ich früh zeitig vor der Arbeit noch fotografieren. Das Thermometer zeigte nur lockere -1 °C an. 
Der Himmel schien plötzlich zu brennen. Da fuhr ich an diesem umgestürzten Planwagen vorbei. Schneeverwehungen auf der Straße zeigten an, dass wohl ganz schön Wind war. Doch das war ein Trugschluss. Meine kühnsten Träume wurden noch übertroffen als ich aus dem Auto ausstieg. Die Autotür wurde mir aus der Hand gerissen und sofort erfasste mich ein derartiger Wind, dass ich gleich wieder einsteigen wollte. Ein Blick zum Himmel und ich konnte nicht widerstehen. Mit meinen ziemlich neuen Stiefeletten gings ab in den Schnee. Die Schneehöhe war dann doch höher als die Höhe meiner Stiefeletten. Kein Problem also, dass der Schnee oben in die Öffnung der Stiefel fiel. Nachdem sich der Schnee dann gleichmäßig in meinen Stiefeletten ausgebreitet hatte und seinen Aggregatzustand von fest auf flüssig veränderte, versuchte ich mich wieder aufs fotografieren zu konzentrieren. Das war gar nicht so einfach. So wartete ja noch die zweite Hürde auf mich. Weitaus schwieriger war noch immer der Wind (gefühlte Orkanstärke). Die Kapuze wehte mir vom Kopf. Gut, dann eben ohne und nur mit Mütze.
In Sekunden war ich durchgefroren bis auf die Knochen. Dann habe ich mich hingehockt, die Liegeposition war mir dann doch zu eisig, um diesen magischen Moment im Bild einzufangen. Hätte ich mehr Zeit gehabt wäre ich wohl noch mit dem Stativ angerückt. Doch der Himmel war ja auch nur kurze Zeit so krass. Sicher wäre ich eh  zum Eisblock erstarrt gewesen, bis ich überhaupt fertig gewesen wäre um zu fotografieren. 

Freiberg im weißen Gewand

Nachdem ihr ja schon die Winterfotos von Sabine zu sehen bekommen habt, folgen hier nun meine Aufnahmen.

Als es dieses Jahr das erste Mal richtig geschneit hat, wurde dies natürlich gleich für einen Streifzug durch das eingeschneite Freiberg genutzt.
Also alles eingepackt und ab ging es ins Münzbachtal. Zu sehen gab es: Schnee…. eine Menge SCHNEE!
Außerdem war es ordentlich kalt. Aber damit sollte man zu dieser Jahreszeit auch rechnen. Gelohnt hat es sich aber wie immer trotzdem. 

Von einem Feld aus, über das wir (gemeint sind meine Freundin und ich) durch fast knietiefen Schnee gestapft sind, konnten wir ein wunderbaren Sonnenuntergang beobachten.

Auf dem Rückweg liefen wir an einem Hang vorbei, der scheinbar eine 1A Rodelbahn abgab. Und das bestätigt auch mein Foto, denke ich. Die Kinder hatten jedenfalls eine Menge Spaß (manche Erwachsene glaube ich auch :D).

 

Am selben Tag noch abends wollte ich unbedingt noch ein paar nächtliche Fotos mit dem vielen Schnee machen. Also nochmal ab in die Kälte und die Mensa, Bibliothek und das Wohnheim im Schneegewand abgelichtet. Ein Glück, der Akku hat das alles mitgemacht und nicht den Dienst verweigert. Bei der Kälte hätte ich ihm nicht einmal einen Vorwurf machen können.

 

Anderer Tag, anderes Wetter, andere Location, andere Bilder. Diesmal von der Alten Elisabeth. Noch schnell das schöne Wetter genutzt um auch von dort noch Winterbilder zu machen, bevor der Schnee schmilzt. Man weiß ja nie! Die „Alte Elli“ ist von vielen Freibergern ein gern genutzter Platz um mit der Familie, Freunden oder sogar alleine den Sonnenunter-  bzw. -aufgang zu bewundern oder auszuspannen. Auch diesmal waren einige Leute dort. Man hat aber auch einen guten Blick über die Stadt.

 

 

 

P.S. Das kleine Karussell ist übrigens nicht aus Freiberg, sondern aus Plauen. Außerdem ist das Bild von 2014. Fand es aber passend und hab es letztens neu bearbeitet.

Streifzug durch den Winter

Es gab doch tatsächlich einige Leute, die sich endlich mal wieder einen richtigen Winter gewünscht hatten.  Wie er früher immer war. Mit viel Schnee. Jetzt ist er da und hält uns eisern fest. Die Heizkosten werden wohl dieses Mal ins unermessliche steigen… 😉
Nun hab ich mich hier in  Plauen und auch um Plauen herum auf einen Streifzug durch die Winterlandschaft begeben. Das Wochenende war knackig kalt und überall war Schnee. Dick eingemummelt mit einer Leggings unter den Hosen, Mütze, Schal, Handschuhe und dicken Stiefel sollte es reichen, den kalten Temperaturen Einhalt zu gebieten. 
Gleich Vormittag ging es los. Nur viel raus um auch ein bisschen Vitamin D einzufangen und den Körper vor einer Winter-Depri-Phase zu beschützen. 

In Oelsnitz ging meine Fotosafari zuerst zum Stadtbad. Dort fließt die „Weiße Elster“ entlang, welche ich auch gleich als erstes Fotomotiv auserkoren habe. 
Die Sonne  war voll in Action und so konnte ich außerdem einen Baum gegen die Sonne fotografieren. 
Weiter ging mein Spaziergang zu dem kleinen künstlich angelegten Berg welcher den Kindern im Winter als Schlittenabfahrt dienen soll und auch dient. 

Mit dem Auto ging es am Nachmittag dann noch nach Schöneck. Dort bin ich zum Rodelhang gelaufen, der sich in unmittelbarer Nähe des IFA Ferienparks befindet. 
Ganz versunken in der wunderschönen Landschaft war dann ein Pärchen welches sitzend auf einem Schlitten den Blick hinunter ins Tal gleiten lies.
Meine Fotolinse blickte dann noch in die Sonne als sie langsam durch die Häuser lugte und sich in Richtung Horizont neigte.

Am Sonntag bin ich wieder zum Reusaer Waldhaus von wo aus man den schönsten Blick über Plauen hat. Dort war dann auch wieder einiges los. Alleine ist man dort bestimmt fast nie.

Rico war in Freiberg unterwegs und hat dort Winterfotos geschossen. Leider war ein gemeinsamer Ausflug nicht möglich. So haben wir uns eben in verschiedenen sächsischen Landesteilen aufgehalten. Ricos  Fotos seht ihr bald auch hier auf unserer Website. Er möchte einen eigenen Beitrag für seine Fotos…;)
Auf jeden Fall ist hier dann genug Platz für die vielen Fotos die ich dem Winter entlockt habe. Sicher ist Quantität nicht gleich Qualität. Doch gab es so viele Pflanzen und Landschaften die gerufen haben: „Knips mich! Knips mich! Sonst ist es zu spät! Denn der Moment, er vergeht!“
Mal schauen ob Freiberg auch so viele schöne Fleckchen zu bieten hat wie Plauen und Umgebung…

Dieses Foto habe ich gleich früh aufgenommen auf dem Weg zur Arbeit. Diese wunderschöne tief eingefrorene Landschaft und die aufgehende Sonne haben diese zauberhafte Atmosphäre geschaffen. Da hat es sich doch mal bezahlt gemacht, nicht erst in letzter Minute zu Hause los zu fahren. 

 

 

Fazit: Für Winterfotos ist dieser Winter auf jeden Fall sehr gut geeignet. Um auf Arbeit zu fahren eher nicht. Da hat er mich schon einige Nerven gekostet.
Meinetwegen kann er jetzt durchaus langsam aufhören und der Frühling kann Einzug halten.

Wassertropfen

Geh raus! Fotografiere bei jedem Wetter! Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur falsche Kleidung!
Naja…Es ist ja wohl auch so, dass nicht jedes Motiv auch bei jedem Wetter zur Geltung kommt. So einen Tag hatten wir… Deshalb kamen wir auf den Gedanken uns in der Wohnung ein tolles Fotomotiv zu suchen. 
Katzen fotografieren??? Rico verdrehte nur die Augen. Ich weiß gar nicht was der hat? Was auch immer das bedeuten soll? Schließlich sind Bella und Tavi echte Katzenschönheiten und stehen eben jederzeit als Fotoobjekt zur Verfügung.
Was geht also ohne große Vorbereitungen treffen zu müssen und die Zutaten zu dem Foto auch daheim zu haben? 
Wassertropfen fotografieren…Klar, dass uns das auch eingefallen ist. Schließlich gibt es dazu auch schon unendlich viele Fotos. Trotzdem oder gerade deshalb wollten wir es auch mal versuchen.
Also Stativ geschnappt, Kamera drauf, eine durchsichtige Schüssel mit Wasser geholt, einen Zip Beutel mit Wasser drin welchen wir mit einem Stock über die Schüssel hängten und seitlich neben die Schüssel mit Wasser einen externen Softblitz gestellt. 
Noch einprogrammiert in welcher Stärke der Blitz blitzen soll  und schon konnte es losgehen. Obwohl wir den externen Blitz + Funkauslöser jetzt mittlerweile schon seit fast vier Monaten haben, ist dies tatsächlich sein erster Einsatz. Bachelorarbeit sei Dank!
The Show begins!
Rico hatte die bedeutungsvolle Aufgabe bekommen, im richtigen Moment auf den Auslöser zu drücken. Schließlich ist er noch im Besitz seiner ganzen jugendlichen Reaktionsschnelligkeit.

Trotz allem war es dann doch nicht so leicht, den perfekte Zeitpunkt zu erwischen.  
Unsere ersten Versuche sahen dann so aus… 

Ja, ja schon gut. Das ist noch ausbaufähig. 

Als die Batterien dann am Ende ihrer Kraft waren planten wir die Fortsetzung für den nächsten Tag.  Außerdem hatten wir den klassischen Fehler gemacht, die Fotos nur im JPEG zu fotografieren. Wer hat da wohl wieder was verstellt an der Kamera…?
Was wir natürlich erst gemerkt hatten, als wir die Fotos auf dem PC rüber kopieren wollten.
Nun war doch eine kleine Steigerung nötig. Statt dem einfachen glasklaren Wasser kam nun Farbe ins Spiel.
Mit Lebensmittelfarbe konnten wir das gut erreichen. 

Sieht schon etwas besser aus als am ersten Tag. Auf jeden Fall schön bunt. Also ganz nach meinem Geschmack.

 

P.S. Und ganz im Vertrauen. Das nächste Katzenshooting kommt bestimmt!!! Versprochen.

 

Garmisch-Partenkirchen, Tegernsee

Die Jahreswende steht wiedermal kurz bevor. Schon zwei Jahre sind wir nun zusammen für einhundertstel unterwegs. Und es macht noch immer rießigen Spaß. Bin so froh, dass Rico auch die Schönheiten der Natur so gerne auf Foto bannt.

Im September fiel unsere Fototour leider aus studientechnischen Gründen ins Wasser. Nicht so schlimm, wir konnten ja auch im Winter auf Fotomotivsuche gehen. Also kurzerhand ein Hotelzimmer mit Frühstück im Hotel Atlas Sport gebucht. Doch auf so kurzentschlossene Urlauber war wohl Garmisch-Partenkirchen um diese Zeit nicht vorbereitet. Nach endloser Internetsuche war bei allen Hotels nur noch diese eine Nacht zu buchen. Da waren wohl andere Urlauber schneller. Vielleicht die Wintersportler,
Apres-Ski-Party-Gäste oder auch Silvestergäste, die das neue Jahr in den Bergen begrüßen wollten.
Das Hotelzimmer war für 3 Personen. Ja, für drei… Unserer Fototour wollte dieses Mal Robby beiwohnen. Wir haben ihn scherzhaft als Fotoassi bezeichnet. So ganz unrecht hatten wir wohl mit der Bezeichnung nicht, denn er hat sich sehr gut integriert und uns so einige Wege und Gepäck abgenommen. 
Ob sich nun die ganzen 401 km für eine Übernachtung und nur für Fotos machen lohnen? 
Auf jeden Fall. 
Wir wollten eben dahin. Vorher noch den Wetterbericht gecheckt. Was soll ich sagen… Sonnenschein pur und paar Minusgrade die für uns Kältemuffel noch ertragbar waren. 

Am 29.12.2016 sollte die Fahrt früh 06:00 Uhr beginnen. Doch zogen sich unsere Vorbereitungen mit Brötchen schmieren und noch gemütlich eine Tasse Tee trinken etwas hinaus und wir konnten unseren Fotoassi (ich nenne ihn mal weiter so-hoffe er nimmt es mir nicht übel) erst 15 min später abholen. Doch auch dessen Vorbereitungen zogen sich noch etwas hin. 

Start: 06:30 

Die Fahrt verlief ohne größere Vorkommnisse. Alles hat wunderbar geklappt. Ein kurzer Zwischenstop mit Pinkel-und Zigarettenpause. 

Ankunft: 10:45 Uhr

Im Hotel wollten sie uns als ihre Gäste erst ab 15:00 Uhr begrüßen. Deshalb ging es gleich an den Ort unserer ersten Tour.  Los ging es am Pflegersee (liegt etwa 2 km oberhalb von Garmisch-Partenkirchen), der unterhalb des Königsstandes liegt.
Der See war zugefroren und bot wohl später einigen Eishockeyspielern ausreichend Bewegung.
Natürlich hatte wir uns eine Route ausgedruckt, doch haben wir unseren eigenen Weg gefunden. Zeitangaben die für eine Tour angegeben sind, passen sowieso bei uns nicht, da wir öfter stehen bleiben und fotografieren. Besonders Langzeitbelichtungen ziehen sich dann in die Länge und drängen jegliche Zeitangabe in den Hintergrund. 
So musste dann doch ein winzig kleiner Flussablauf als Wasserfall herhalten. 
„Bewaffnet“ mit Stativ, verschiedenen Objektiven, ND-Filter, Verlaufsfilter und Polfilter gingen wir ans Werk. Zum Einsatz kam dann aber nur der ND-Filter, der Polfilter und natürlich das Stativ. 
Die Steine dort um den Wasserfall waren sehr rutschig, was Robby, der natürlich nicht auf einer Stelle warten konnte, sondern über die Steine balanciert ist(wie ein kleiner Junge der überall alles ausprobieren muss), wassertechnisch erfahren musste. Der linke Schuh konnte dann doch dem Wassereinlauf nicht Einhalt gebieten und musste sich seinem Schicksal fügen.
Nachdem wir einige Zeit im leichten Anstieg bergauf gegangen waren, kamen wir an eine wunderschöne Stelle mit wunderschönem Rundumblick auf die Berge. Auf einer Bank konnten wir dann richtig ausgiebig die Sonne und die Landschaft genießen. 
Dann ging es weiter abwärts. Super leicht zu laufen. Doch der Spaß war bald zu Ende, denn alles was wir runter gelaufen sind mussten wir in einer ziemlichen Steigung wieder bergauf laufen. Naja, so schlimm war es dann doch nicht, denn ich konnte ohne Stops oder Bankausruhen am Pflegersee wieder ankommen.

Jetzt hatten wir Durst. Hatten wir doch wiedermal die Getränke zu Hause gelassen. Somit mussten wir Wohl oder Übel einen Zwischenstop im Supermarkt einlegen. 
Dann fuhren wir zum Hotel. Eigentlich ja immernoch zu früh. Doch wir hatten Glück und unser Zimmer A07 war fertig und wir konnten unser Gepäck ins Zimmer bringen. 
Ohne uns groß aufzuhalten ging es weiter zur Wankbahn. Wir wollten auf den Wankgipfel. 
Wenn man nicht auf den großen Parkplatz parken möchte, der näher an der Wankbahn ist, und das Glück hat wie wir einen freien Parkplatz kurz unterhalb des anderen Parkplatzes zu bekommen, braucht auch keine Parkgebühr zu löhnen. 
Schließlich muss man sein ganzes Geld zusammen kratzen um mit der Bahn den Berg rauf und wieder runter zu kommen. Den stolze Preis von 21,00 Euro pro Person muss man wohl bezahlen, wenn man den Luxus genießen möchte, nicht zu Fuß den Berg hoch oder runter zu laufen. Zeitmäßig konnten wir uns auch den Auf-und-oder Abstieg nicht leisten. Wir hatten dann doch nur eine matte kleine Stunde oben Zeit um Fotos zu machen. 16:30 ging die letzte Bahn ins Tal und 16:45 Uhr ging auch die Sonne unter. Also auch keine Option im dunklen den Berg runter zu laufen.

Die Bahn war 18 min unterwegs bis hoch in 1.780 m Höhe. Von dort war ein herrlicher Blick über das Karwendel, die Zugspitze und anderen Berge möglich. Als wir mit der Bahn hoch fuhren, konnten wir aus der Ferne einen Rettungseinsatz der Bergretter beobachten. Es ist dann schon ganz anders wenn man nicht vor dem Fernseher sitzt und weiß das andere Personen gerade in Not sind und Hilfe brauchen. 
Wie wichtig es doch ist, dass es Menschen gibt, die ihr Leben einsetzen um anderer Leben zu retten. 

Auf dem Berg konnte Rico dann seinen neu bekommenen Verlaufsfilter testen. Hier mal nebenbei erwähnt (von Benjamin Jaworskyj gekauft-welcher durch seine Videos unsere Fotokenntnisse erheblich erweitert hat).

Abendessen gab es dann als Notlösung im Italiener. Eigentlich hatten wir vor gegenüber in die Gaststätte „Zum Wildschütz“ zu gehen. Dort war es dann proppevoll und wir hätten erst übermorgen einen Platz bekommen. So lange wollten und konnten wir dann aber doch nicht warten. 😉
Das Essen war im Italiener ausgezeichnet. Meine beiden Mitstreiter bemängelten dann aber doch das Handwerkszeug (Besteck) welches zur Zerkleinerung der bestellten Pizza dienen sollte, doch als Kraftsportaufgabe seinem Zweck leidlich zur Verfügung stand.

Eine ausgiebige Dusche um meine eingefrorenen Gliedmaßen wieder in Schwung zu bringen, konnte ich dann nach dem Festmahl im Hotel genießen. 

Nächster Morgen.

Frühstück 09:30 Uhr. Fast die letzten Frühstücksgäste, da Rico wieder mal im Bett fest hing. Frühstück ist dann doch das falsche Wort. Spätstück wäre passender. 
Zum Glück waren die Hotelkräfte auch auf Spätfrühstücker vorbereitet und somit war dann doch genügend Auswahl zur Kräftigung unseres Nachzüglers vorhanden. Nachdem Rico sich von herzhaft zu süß durchgefuttert hat und auch an Getränken reichlich Zuwendung erhalten hat, ging es gestärkt auf zum Tegernsee. 

Nachdem wir unser Fahrtziel wohl etwas nachlässig einprogrammiert hatten und am falschen Platz ankamen, und eine Neuprogrammierung unumgänglich war, legten wir am Walchensee (der war wirklich idyllisch gelegen und im nachhinein auch der schönere See) einen Zwischenstop ein. 

Danach lief die Fahrt wie geschmiert und wir kamen ohne Zwischenfälle am Tegernsee an. Auch die Parkplatzsuche war einfach. Für 3 Stunden musste man 2 Euro bezahlen. Den ganzen Tag hätte man für 3 Euro parken dürfen. 

Ein kleiner Nachmittagssnack wäre wohl im Sinne von Rico gewesen. Das sehr ausgiebige Frühstück konnte nun doch nicht lange genug im Magen verweilen. So musste Rico, der arme hungernde Junge, bis zum Abendbrot aushalten.

Auf 15:30 Uhr ging es los Richtung Heimat. Ohne Stau und durch Robbys zügige Fahrweise kamen wir 18:50 Uhr zu Hause an. 

Fazit: Ein wunderschöner Mini-Kurzurlaub der jeden Cent wert war. Es war traumhaft schön. 

P.S. Nun habe ich über diesen klitzekleinen Kurzurlaub doch so viel geschrieben…

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Best Of 2016

Das Jahr ist vorüber. Wir wünschen euch ein gesundes , erfolgreiches Jahr 2017.
Deshalb wollen wir mit euch kurz durch die Zeit des Jahres 2016 blicken.
Vieles haben wir im vergangenen Jahr erlebt und vor allem haben wir viel fotografiert. Dabei haben wir viel Spaß gehabt. Mal haben wir in der Hitze gebrütet und mal in der bitteren Kälte gefroren. Man könnte fragen: Lohnt sich das wirklich? Ist es das wert?
Für uns definitiv. Wir lieben die Fotografie. Rausgehen, Orte entdecken, Abenteuer erleben und alles was uns gefällt auf Fotos zu bannen. Das ist es was wir so lieben. Jedes Mal ist es was neues und jedes Mal lernen wir mehr und mehr und wir hoffen, dass auch ihr an unseren Bilder seht, wie wir uns weiterentwickeln.

Natürlich ist es auch immer einiges an Arbeit. Es gehört aber für uns dazu die Bilder auszusortieren, zu bearbeiten und hier einen Artikel für euch zu schreiben. Solange es euch da draußen gibt, die sich dafür interessieren und Freude an unseren Bildern und Berichten haben machen wir so weiter. Bei jedem neuen Bild, dass wir veröffentlichen freuen wir uns wie kleine Kinder und sind immer gespannt auf die Reaktionen. Manchmal können wir es selber auch kaum erwarten euch endlich das neueste Bild oder den neuesten Beitrag zu zeigen.

Und damit genug gelabert. Stolz schließen wir hiermit das Jahr 2016 ab und präsentieren unser Best Of!

Raus an die Luft!

Es ist wieder Wochenende. Kein Ausflug geplant. Also einfach raus an die Luft. Das Wetter doch wieder erwarten hervorragend. Nicht zu kalt und die Sonne scheint. 

Zwischenstation zwischen Herbst und Winter. Ob kalt, schön oder trüb. Obwohl mir das Fotografieren schon auch mehr Spaß macht, wenn es nicht gerade den ganzen Tag grau in grau ist. Außerdem kann man doch solche Farben nicht bei schlechtem regnerischem Wetter festhalten. Das war so phantastisch. Einfach wunderschön. Da würde ich am liebsten die ganze Zeit nur dort stehen und die Farbvielfalt bewundern. 
Das zweite Foto habe ich im Gegenlicht der Sonne aufgenommen und dabei hat mich das Funkeln wie Diamanten so fasziniert. 

Der Schornsteinfeger war schon ganz früh fleißig unterwegs und so konnte er mir noch Glück bringen, bevor ich auf Arbeit fahren musste. Noch dazu hat er einen wirklich wunderschönen Sonnenaufgang als Hintergrund mitgebracht. Da konnte ich dann doch nicht widerstehen und hab meine Kamera schnell geholt.

Schon öfter sind mir beim vorbeifahren auf dem Feld die weißen leuchtenden Tupfer aufgefallen. Doch konnte ich nicht erkennen, was es für Vögel sein könnten.  Störche und Kraniche ziehen in den Süden… Schwäne sind nicht auf einem Feld… Deshalb das Tele drauf auf die Kamera und so weit wie möglich herangepirscht. Doch umso weiter ich an den Vogel ran kam, rückte er im gleichen Abstand wieder von mir weg. Er konnte wohl sehr gut den Abstand einschätzen, den er riskieren konnte, ohne in Gefahr zu geraten. Naja, von mir ging ja keine Gefahr aus. Aber dass ich so harmlos bin konnte er ja nicht wissen. Ich verzeihe ihm also mal seine Furcht. Beim ranzoomen konnte man dann schon erkennen, dass es ein Silberreiher sein könnte. Doch erst daheim am PC beim nochmaligen vergrößern kam seine ganze Pracht zum Vorschein. 

Ein Bild vom Supermond möchte ich diesem Beitrag doch noch gern beifügen. Auch wenn ich den zu einem anderen Zeitpunkt fotografiert hatte.
Beim Supermond fotografieren war ich dann doch ein bisschen spät dran. Und so war der Mond dann mehr ein Vollmond und kein Supermond mehr. Denn als ich ihn abgelichtet habe, war er schon hoch am Himmel und gar nicht mehr so gigantisch groß.

Rocky wächst und gedeiht

Dieses Mal sind wir zu zweit mit Kamera angerückt. Jeder mit seiner Eigenen.
Rico hatte seine Festbrennweite (1:1,4 -sein absolutes Schmuckstück) drauf und ich hatte zuerst das 18-50 mm Kit-Objektiv und danach das Tele (10-300 mm) auf der Kamera. 
Zum Glück habe ich das Tele probiert, denn so konnte ich doch einen schönen nahen Schnappschuss von Rocky ergattern. 

Da wir uns ja nun im Doppelpack auf unser Fotoobjekt gestürzt haben, sind eben auch nochmal so viele Fotos entstanden und da wir uns so schlecht entscheiden konnten, können wir euch leider nicht vor der Fotoflut mit dem absolut süßen Rocky bewahren.

Inzwischen sind schon 4 Wochen seit dem letzten Shooting mit dem süßen Herzensbrecher (und auch seinem ersten—werden aber bestimmt noch einige folgen) vergangen.  
Das Wetter war ein kleiner Traum. Zwar etwas kalt (lies sich aber durch die Sonne gut aushalten) aber sonst hätte es nicht schöner sein können. Ein Sonnenuntergang wie bestellt. Was für ein Glück, dass wir dieses tolle Wetter genießen durften. 

Klein Rocky hat sich ganz schön gemausert (klingt aber auch blöd bei einem Hund).
16 Wochen oder 4 Monate ist er jung. Dieser kleine Wonneproppen ist total süß und knuddelig. Auch Rico war von Rockys Charme hin und weg.
Beim Shooting zeigte sich Rocky auch total lieb und aufmerksam. Jede Pose wurde von ihm eigenständig in Perfektion ausgeführt. Ihm wurde wohl die natürliche Begabung schon mit in die Wiege gelegt. 🙂
Auch Rocky hat sich die Personen, die im Weg rumlagen, aus der Nähe betrachtet. Hätte ja sein können, dass jemand dringend seine Hilfe braucht. 
Als er „Sitz“ machen wollte, war es ihm an seinen Pops dann wohl doch ein bisschen kalt und so hat er sich nicht ganz auf den kalten Boden gesetzt. 
Das „Stöckchen“, welches er sich dann ausgesucht hat, war wohl für einen Bernhardiner gedacht. Farblich gesehen, hätte er ja auch einer sein können…Und an der Größe kann man ja noch arbeiten…
Trotzdem war er voll bei der Sache und hat versucht den Stock zu bändigen. 

Doch trotz dass er sich bei uns von seiner Schokoladenseite gezeigt hat, hat er es wohl auch faustdick hinter den süßen Ohren. Timi, ein Herz von einem Hund, wird wohl ganz schön von seinem Spazierbegleitspielkamerad (Rocky) gepiesackt. Naja, die Jugend halt…

Das folgende Foto hat Rico extra für mich in diesem Look bearbeitet. Ich wollte gerne mal ein ganz spezielles Aussehen. Mal was ganz schickes und außergewöhnliches. Mir hat das Resultat gefallen. Bin sehr zufrieden mit Rico 😉 Und da er nicht so genau wusste, was ich mir so vorgestellt habe, hat er das Foto auch noch in einem anderen Look bearbeitet. Auch dieses Foto kann sich durchaus sehen lassen. 

Zum Schluss des Fototermins kamen uns dann noch dieser wunderschöne Hirsch und sein Reh vor die Linse.
Der absolut gigantische schöne Sonnenuntergang dazu war wie gemalt. So ein schönes weiches Licht. Und wie ihr sehen könnt, bin ich voll fasziniert davon.

Frostiger Morgen

„Wer schöne Bilder will muss leiden!“
Das ist ab jetzt mein neues Motto. Wieso? 
Okay. Märchenstunde mit Onkel Rico. Wie ihr wollt!

Stellt euch ein Bild mit Nebel und Sonnenaufgang am Wasser vor. Es wird langsam Winter. Das Thermometer zeigt schon Minusgrade an. Auf dem Gras des Ufers bildet sich schon Frost. Der Nebel zieht über das das ruhige, noch nicht zugefrorene Wasser. Eiskalte Stimmung.

So ein Bild wollten wir machen. Praktisch, dass der Wetterbericht genau das an dem Wochenende vorhersagte, an dem ich mal in der Heimat war. Nebel, Minusgrade, Frost, klarer Himmel. Dass die Sonne aufgeht ist ja eigentlich selbstverständlich. Klingt doch super. Hmmm….dachte ich auch, bis ich am Sonntagmorgen um 6 Uhr aufstehen musste, um bei vollkommener Dunkelheit in die verdammte Kälte raus zu gehen. Ganze 8°C zeigte der Sensor im Auto als wir am Ziel ankamen…im Minus!
-8°C ist jetzt nicht das Schlimmste was passieren kann. Aber es ist schon zehrend, wenn man ständig mit den Händen an der Kamera, Stativ usw. arbeitet. Eingepackt wie ein Polarbärforscher konnte man der Kälte einige Zeit trotzen. Die traumhafte Kulisse konnte leider auch nichts an der Tatsache ändern, dass ich mir einen wohlig warmen Heizpilz neben mir gewünscht habe. Man kann eben nicht alles haben. Objektivwechsel oder andere Tätigkeiten, die man ohne Handschuhe machen musste, waren ein Wettlauf gegen die Zeit. 

Damit ihr euch das auch vorstellen könnt, habt ihr hier einen Blick hinter die Kulissen von einhundertstel.

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Da waren wir also nun an der Talsperre Pöhl. Ohne zu jammern (kaum vorstellbar oder?) bauten wir das Stativ auf und warteten kurz bis es los ging. Der Wetterbericht hatte nicht gelogen. Alles war wie gewünscht. Außer die Kälte… die hätte nicht sein müssen! 
Am Motiv konnte man auch nicht meckern. Alles war schön mit Frost bedeckt. Das Wasser hat am Ufer schon angefangen zuzufrieren. Der Nebel schön über dem Wasser und den Sonnenaufgang vor uns. Nach einer knappen Stunde waren wir dann aber doch durchgefroren. 
Für uns hat es sich dennoch gelohnt und wir hoffen, dass euch die Bilder auch gefallen.

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