Sabines Photoshop-Crashkurs #1

(Ricos Bemerkungen in blau)

Nun hab ich den Salat. 
Jetzt hat mich doch Rico dazu verdonnert, Photoshopbearbeitung zu lernen.
Dazu hat er mir ganz großzügigerweise eine Zeitung „Photoshop Handbuch“, der Komplettkurs zum Mitmachen geschenkt. Extra leicht verständlich, für Anfänger.
Tja, Anfänger… Dem muss ich mich wohl stellen. Blöd nur, dass es schon an den Erklärungen scheitert. Die sind nämlich teilweise so winzig, eigentlich schon nano geschrieben, dass mir nicht mal die Brille, welche ich sonst gar nicht aufsetze, weil ich ja noch gar nicht so schlecht lesen kann, irgendetwas bringt. Auch Personen, welche noch im Vollbesitz ihrer perfekten Sehstärke sind, hätten da wohl ihre Probleme.
Daraufhin musste ich mir wohl was einfallen lassen. Dazu hab ich mir die Erklärung mit dem Handy aus der Zeitung abfotografiert und dann vergrößert. Sehr schlau, nicht wahr? Doch leider auch sehr zeitaufwendig.

Mit aller mir zur Verfügung stehenden Leidenschaft, hab ich mich also in den Workshop reingekniet. 
Natürlich werden einem auch Fotos zur Bearbeitung zur Verfügung gestellt. 
Diese habe ich auch erfolgreich runter  geladen. Hat ziemlich lange gedauert. Nun hab ich die Daten auf meinem PC und weiß nicht wie ich an die Fotos ran komme…(Fotos waren wohl in einem ZIP-Archiv)

Nochmal kurz zur Erwähnung. Das ist ein Anfängerworkshop. Scheinbar muss man ein überaus pfiffiger Anfänger sein.

Und nun? Aufgeben? Rico fragen? Die Zeitung in die Ecke schmeißen? So tun als ob ich alles probiert habe und nur keine Ahnung von Nichts habe?
Nur Rico fragen ist immer so schwierig. Erstens ist er immer so furchtbar beschäftigt und dann meint er eh nur, du schaffst das schon…(Die schafft das wirklich….also meistens…irgendwie. Falls nicht gebe ich aber immer mein Bestes.)

Keine Ahnung wie, aber durch probieren, probieren und nochmal probieren bin ich doch irgendwie an die Fotos gekommen. (Sag ich doch…sie schafft das schon.)

Das Sprichwort „Frisch gewagt ist halb gewonnen!“ (Kennt das echt einer von euch? Ich nicht, nie gehöhrt. Wo kramt die sowas aus?) stimmt so nicht ganz. Vielleicht hätte ich eher „Frisch gewagt, ist halb zerronnen“ sagen sollen. Naja, ich will ja hier mal nicht so pessimistisch sein. Das krieg ich schon hin. Irgendwie.

Nächstes Problem. 
Erstes Foto geöffnet. Hä, wie gehts jetzt weiter? Blättern blättern blättern, bis ich das Foto auf ziemlich der hintersten Hälfte der Zeitung gefunden habe, um das zu üben, was dort für das Foto erklärt wird. 
Dieses Foto hab ich dann verworfen und einfach eins von meinen eigenen genommen.
Nun hab ich also doch begonnen ein Foto zu bearbeiten. Also ich hab versucht, ein Foto nach den gegebenen Anweisungen zu bearbeiten. Hier nochmal eine kleine Anmerkung. Ich bin noch bei den leichten Sachen in Punkto Fotobearbeitung. Ganz am Anfang für Anfänger… 

Ich seh schon. Das wird eine Mammut-Aufgabe. Eine für die Ewigkeit. Da werd ich wohl gar keine Zeit mehr zum fotografieren haben… 😉

So sah mein Foto im Original und danach lautt professioneller Anweisung aus der Zeitung mit meiner Bearbeitung im Camera RAW aus. 
Dabei habe ich den Pinsel im Verlaufsfilter nicht gefunden. Einen Radialfilter habe ich auch vergeblich gesucht und somit konnte ich auch keine Farbtonung in der selektiven Anpassung vornehmen. (Dafür kann sie dann tatsächlich mal nichts. Den Radialfilter gibts in ihrer Photoshop-Version wirklich noch nicht. Ich hoffe sie hat nicht so lang gesucht…)
Das Transformieren-Werkzeug habe ich gefunden, aber nicht, wie ich nur mit einem Klick auf „Nur vertikale Korrektur“ begradigt drücke und es wird automatisch gerade gerückt.
Der „Upright-Befehl“ hat auch nicht alle Reiter enthalten. 
Was soll ich sagen… Hier meine stümperhaften Anfängerversuche. 

Oh je. Das ist noch schlimmer als ich es mir in meinen Alpträumen vorgestellt habe. Ich häng‘ die Kamera an den Nagel (Macht sie eh nicht, keine Sorge.). So, jetzt brauch ich wenigstens keine Fotobearbeitung mehr lernen… 

Und selbst wenn ich das hier irgendwie hinbekommen sollte. Wozu sowieso kaum eine Chance besteht. Wie soll ich mir das jemals merken?

Original
bearbeitetes Foto

Hab ich schon erwähnt, dass ich schon nach dem ersten Foto keine Lust mehr habe? Wenn nicht, möchte ich das hier schnellstmöglich nachholen. ICH HABE KEINE LUST MEHR…

Hoffentlich amüsiert Rico sich gut, wenn er das hier liest (Oh ja, durchaus). Für heute genug gelernt. 
Nächstes Mal auf ein Neues. (Richtig so!)

Einzelstücke #8 – Aurorafalter

Liebesspiel beim Schmetterling/Aurorafalter

Also nicht das ich mir darüber schon Gedanken gemacht hatte, aber irgendwie hätte ich es mir doch nicht so vorgestellt.
Das Andokmanöver des männlichen Schmetterlings ist dann wohl gar nicht so leicht.
Schließlich hat der männliche Falter es in der Zeit, in der ich die zwei beobachtet habe, nicht geschafft. 
Teilweise bin ich schon ganz rot geworden, so dicht war ich beim Versuch des geschlechtlichen Beischlafes dabei.
Letzlich sind beide davon geflogen, ohne miteinander intim verbunden gewesen zu sein. Bestimmt haben sie sich nicht getraut, in der Öffentlichkeit ihre Liebe zu zeigen… 😉 Vielleicht aber haben sie sich ja heimlich wieder getroffen. 

Um diese Schmetterlingsart vor die Linse zu bekommen, muss man nicht extra nach Japan und Mittelasien fahren. Auch in Nordskandinavien und Schottland kommt er vor. Natürlich kann man auch einfach in Deutschland bzw. Europa bleiben. Hier hat er auch sein Zuhause.
Wenn man ihn im heimischen Garten haben möchte, muss man nur Wiesenschaumkraut anpflanzen. Darauf fühlt er sich wohl und er benutzt die Pflanze wie wir unser Zuhause. Er schläft dort, legt seine Eier ab und nimmt den Nektar zu sich.

Einzelstücke #7 – Lasse

Normalerweise gibt es ja auch immer zu den Einzelstücken ein wenig Text hier zu lesen….
Aber eigentlich gibt es nicht viel zu sagen. Mal wieder hat der gute Lasse fürs Foto hergehalten. Tja….das wars….genießt einfach das Bild  🙂
Bald kommt vielleicht noch mehr von Lasse. Bleibt gespannt!

Sächsische Schweiz-Bastei

Habt ihr Lust uns zu einem Ausflug ins Elbsandsteingebirge zu begleiten? Dann folgt uns doch einfach.

Los ging es am 07.04.2017 07:10 Uhr in Plauen. 08:59 Uhr sollte ich Rico in Freiberg im Wohnheim abholen. Kein Problem, unsere Streckenwegenetz ist ja genau planbar und so konnte ich pünktlich 08:59 Uhr vor Ricos Wohnungstür stehen. Den Gag hat er aber leider vorhergesehen und so brauchte ich gar nicht erst zu klingeln, sondern die Tür öffnete sich zu eben dieser Zeit wie magisch.
Nach ca. 1 h Fahrzeit kamen wir, ohne Verkehrseinschränkungen, in Lohmen am Berghotel Bastei an. 
Wir hatten extra ein Hotel mit einem wunderschönen Blick zu den Bergen in bester Lage gebucht. Von wegen…wunderschöner Blick zu den Bergen? Mit viel Vorstellungsvermögen und Phantasie konnten wir erahnen, wo die Felsen sein könnten. Wir hätten eben Sonnenschein pur dazu buchen sollen. 😉  Die Strafe dafür folgte auf dem Fuße. Regen, fast null Sicht und matschige Wege. 
Doch davon ließen sich doch zwei ambitionierte Fotografen nicht abschrecken. Eingemummelt wie die Polarforscher, also typische Winterausrüstung-die wir ja schon eingemottet hatten-also Winteranorak, Mütze, Tuch und Winterstiefeln, ging es raus in den Regen und die Kälte. 

Blick auf die Basteibrücke
Blick auf die Basteibrücke

Zugegebenermaßen hatte das klassische Schmuddelwetter durchaus auch seinen Vorteil. Wir waren auf den Touristenwegen und Aussichtsplattformen so ziemlich allein. Ab und zu liefen uns paar Touris mit Regenschirm über den Weg. Doch die wagten sich nur paar Meter vom Hotel weg. 
Wie von Zauberhand geführt und auch gar nicht geplant, haben wir die Felsenburg Neurathen gefunden. Naja, vielleicht nicht wirklich gefunden sondern mehr oder weniger direkt rein gestolpert. Das war eine Tour die ich unbedingt planen wollte und nun hatten wie sie auf unserem Erkundungsweg einfach so entdeckt. So erlebten wir eben diese Felsenburg Neurathen (auch Wehranlage genannt) bei trüben Wetter.
Der Eintrittspreis war auf Vertrauensbasis. 2 Euro für Erwachsene musste man in einen kleinen Schlitz stecken, welcher über einer Steinkugel befestigt war.  Auf schmalen Wegen und Brücken konnte man die Felsenburg auskundschaften. So gab es eine Zisterne zu sehen oder auch eine Wurfmaschine mit welcher man über 50 kg schwere Steine zur Abwehr werfen konnte. 

Felsenburg Neurathen
Felsenburg Neurathen

Auf dem Weg nach unten konnten wir einen kleinen Portraitstop einlegen. Wenn halt die Gegend schon nicht so fotogen war, dann mussten wir es halt sein. Völlig durchgeweicht kamen wir wieder im Hotelzimmer an. Zum Glück war die Heizung aufgedreht. So konnten wir unsere Schuhe und Anoraks  für den nächsten Tag wieder trocken zum Einsatz bringen. 
Für den kleinen Hunger zwischendurch gingen wir ins Panoramarestaurant. Dort gelang es uns, unsere Kräfte und Zuversicht zu mobilisieren. Ein Cola-Weizen sollte man vielleicht trotzdem nicht bestellen. Aus einer Cola und einem Weizenbier, zwei getrennten Getränken, die man zusammen geführt hat, kam ein stolzer Preis von 8,20 € für genau dieses Mixgetränk zustande. Aber auf Sonderwünsche (in diesem Fall von Rico) wird spontan reagiert und eingegangen. 
Im Hotelzimmer testeten wir dann ausgiebig die Dusche und wollten die Vorzüge des Wlan auskosten. Wobei die Geschwindigkeit des Netzes dann doch zu wünschen übrig ließ. Sollte wohl eher sehr lahm heißen…
Das Abendessen war dann piekfein. Gleich am Eingang wurde man herzlich begrüßt und bekam einen Platz zugewiesen.
Die Speisekarte war dann für unsere Preiskategorie recht übersichtlich. In den höheren Klassen konnte die Speisekarte doch noch einiges mehr bieten. Doch wir haben auch für unseren Gaumen etwas gefunden, womit er sich auskennt und keine übertriebenen neuen Genüsse einordnen muss.  Ein Gruß aus der Küche war dann schon ein echtes Highlight. Einmal gab es Knoblauch-Käse-Creme auf Pumpernickel und einmal eine Avocadocreme auf einem Weißbrothäppchen. Hmmmm. Echt lecker.  

Nächster Tag:

Es regnete nicht mehr. Trotzdem würde man das Wetter nicht als schön bezeichnen, sondern eben nur als Wetter. 
Nach dem sehr sehr ausgiebigen und sehr sehr leckerem Frühstück, welches absolut keine Wünsche offen ließ und  Rico auch für einige Zeit ein Gefühl von Sättigung gab, 
fuhren wir mit dem Auto zum Lichtenhainer Wasserfall. 
Für ein Parkticket von 4 Euro konnten wir den ganzen Tag dort unser Auto ausruhen lassen. 
Der Wasserfall war dann auch gleich paar Schritte entfernt. Eine Langzeitbelichtung des Wasserfalls war dann durchaus drin. Vielleicht auch nötig. So konnte man doch etwas mehr Stimmung erzeugen, von dem etwas spärlichem Wasserlauf.

Lichtenhainer Wasserfall
Lichtenhainer Wasserfall

Über eine uralte Brücke ging die Wanderung zum Kuhstall. 
Eine Wanderweg mit leichter Steigung, naja, das war Einschätzungssache, ganz so leicht auch wieder nicht, brachte uns hoch zum Kuhstall. 
Von dort aus konnte man seinen Blick durch das Felstor weiter durch das bewaldete Tal und zu den Felswänden streifen lassen. 
Um aber die ganze Tour erfolgreich abzurunden, sollte man unbedingt die Himmelsleiter hoch. Was wir auch getan haben. Die Himmelsleiter ist wirklich sehr eng und man kann sich durchaus vorstellen, durch sie bis zum Himmel zu steigen. Eine Erfahrung die sich durchaus gelohnt hat. Oben angekommen hat man rundum einen wirklich berauschenden Blick über die Sächsische Schweiz. 

Himmelsleiter am "Kuhstall"
Himmelsleiter am „Kuhstall“

Nachdem etliche Eltern mit ihren durchaus mutigen Sprösslingen (2-3 jährige) die ein oder andere Klippe bezwungen haben, konnte ich Rico von seinem spektakulären Aussichtspunkt nicht mehr abhalten. Wobei ich finde, dass einige Eltern doch übertreiben, ihre Kinder nicht zu Feiglingen zu erziehen und solche durchaus gefährlichen Klettermanöver in die Erziehungsmethoden einbauen müssen. Schon da zuzusehen, ließ mein Herz flattern.  Auf dem Foto erkennt man die gefährliche Situation leider nicht. 

Beim Abstieg kamen wir am Schneiderloch vorbei, welches man bewältigen kann, wenn man nicht zu den dicksten Einwohnern Deutschlands gehört und die Gelenke alle noch funktionsfähig sind. Macht aber wohl doch unglaublichen Spaß.  
Unterwegs kamen wir auch an tollen Kletterfelsen für Freeclimberer vorbei, welche aber wohl bei diesem Wetter auch keine Lust hatten. Zu sehen waren jedenfalls keine.
Auf der Autofahrt zurück zum Hotel haben wir dann einen wunderschönen Park gesehen, der mit seinen blühenden Bäumen mein Herz erfreute. Da ich ja die Fahrerin war, konnte ich auch gleich einen Zwischenstopp einlegen. 

Nächster Tag und Abreise:

Wie „echte“ Fotografen standen wir früh rechtzeitig auf, um den Sonnenaufgang begrüßen zu können. Doch eben nicht zeitig genug. Der beste Platz für unser Stativ war schon weg. Eine Frau meinte, es wäre doch klug gewesen, den Platz mit einem Handtuch zu reservieren. 😉 Nachdem der Aussichtspunkt immer voller und platzmäßig ungemütlicher wurde(eigentlich standen wir schon wie Sardellen aufgereiht ohne uns bewegen zu können dort), suchten wir das Weite und uns einen, wenn nicht sogar noch schöneren Blickwinkel zum fotografieren und um die Natur zu spüren. 

Sonnenaufgang von der Bastei
Sonnenaufgang von der Bastei

Danach wanderten wir zum Amselsee. So trugen uns die ungefähr 750 Treppenstufen runter ins Amseltal. Die Gegend dort ist sehr schön und wir konnten einen Feuersalamander beobachten. Ein kleiner Abstecher zum Amselfall war auch drin. Dieses kleine Rinnsal kann man mit einem Obolus von 30 Cent in einen durchaus erwachsenen Wasserfall verwandeln. Was natürlich richtig Spaß macht, wenn plötzlich das Wasser so gewaltig die Wand herunter strömt und steht man nah genug dran, ist eine Erfrischungsdusche auch inklusive. 


Mit vielen Fotos im Gepäck, wobei die reichlichen Wasserläufe durchaus auf ihre Kosten kamen, ging es durch die Schlucht der Schwedenlöcher (dienten im 30 jährigen Krieg den Bauern als Schutz) wieder einen Weg hinauf zur Bastei. Dieser Weg ist bei Personengegenverkehr durchaus sehr gut geeignet, um immer mal wieder eine klitzekleine Pause einzulegen und die Karawane an Menschen vorbei strömen zu lassen. 
Zufrieden, nun doch noch einen Tag mit Sonnenschein erwischt zu haben, kamen wir am Parkplatz an und konnten unsere Rückreise antreten.

 

Fazit: Ein wunderschöner Ort. Bei schönem Wetter Massentourismus. Bei schlechtem Wetter einfach nur Natur.

Tavis Abenteuer im Garten

Heute durfte ich wiedermal in den Garten. Frauchen hat mich da echt lange zappeln lassen, bis es so weit war.
Obwohl da wohl der Frühling seine Finger im Spiel hatte. Der ist nämlich noch immer nicht richtig da. Zwar hat er wohl die Blümchen und Bäume schon austreiben lassen, doch danach hat er doch noch einige sehr kalte Nächte und Tage zu uns geschickt. Was natürlich ein echtes Unglück war, denn die Blüten konnten der Kälte nicht trotzen und sind kläglich erfroren. 

Nun aber zu meinem Erkundungsgang durch den Garten. 
Da es ja schon einige Zeit her war, als ich in den Garten durfte, musste ich mich doch erst wieder an den berauschenden Duft und die Geräusche gewöhnen. Meine Pfötchen genossen das wundervolle weiche Gras. 
Frauchen war natürlich wieder mit der Kamera hinter mir her. Bei jedem Blümchen und jedem Winkel den ich untersuchte und beschnupperte, drückte sie auf den Auslöser. 

In unserem Garten ist auch ein Baum. Diesen habe ich bis dato noch gar nicht richtig wahrgenommen. Nun hat Frauchen mich aber direkt mit meinem Näschen drauf gestoßen. Was heißen soll, sie hat mich bei der ersten Baumgabelung abgesetzt und gehofft ich bleibe dort sitzen. Pustekuchen. Ruck zuck krallten sich meine Pfötchen in die Rinde und in Schallgeschwindigkeit ging es weiter nach oben. Was für ein Spaß. Ein wirklich echter Kletterbaum.
Rico, der auch da war, wurde sofort als Feuerwehrmann zu meiner Rettung auf den Baum geschickt. Mist. Da hatte ich dann wohl doch die A-Karte. Seit wann können denn Menschen auch auf Bäume klettern…? Und dann noch so schnell. 
Durch seine akrobatischen Kletterkünste und seine jugendliche Power konnte er mich doch rechtzeitig abfangen, bevor ich die höheren Astgabeln erreicht hatte und pflückte mich einfach, wie eine reife Pflaume, vom Baum ab.
Ab sofort hatte ich einen Kletterbaum weniger. 

Dann waren doch einige Vögel ziemlich mutig und wohl auch lebensmüde, denn im Sturzflug kamen sie ziemlich nah bei mir vorbei. Wahrscheinlicher aber war, dass sie im Liebestaumel einfach übermütig waren und mich einfach reizen wollten.
Natürlich lies mich das nicht kalt und in mir erwachte die Jagdleidenschaft. Klar, Frauchen hat gedacht ich bin ein kleines liebes Schmusekätzchen und ich kann keiner Fliege was zuleide tun, doch da sollte sie sich doch getäuscht haben. In mir schlummerten die Gene einer echten Wildkatze, die ich nun nicht mehr unterdrücken konnte und die mit aller Macht raus wollten. 
Frauchen war immer noch fleißig am fotografieren. Doch auch ihr sind wohl schon die Sprünge und kurzen Sprints aufgefallen, die ich plötzlich eingelegt habe. 
Jetzt wurde ihr wohl doch ziemlich mulmig zumute, denn sie hat tatsächlich versucht, meine größtmögliche Beschleunigung sofort wieder im Keim zu ersticken. So ganz gelang ihr das aber nicht und sie hat sich wohl vorgestellt, dass mir Flügel wachsen würden, ich mich leicht wie ein Schmetterling erhebe und den Vögeln auf heißer Spur bin. Ein schöner Traum für mich…
Was dann kam, war aber ein sehr trauriger Moment für mich. Mein sonst immer so liebes Frauchen nahm mich auf den Arm und brachte mich wieder in die Wohnung. Wo doch jetzt gerade der richtige Spaß erst begonnen hatte. Alles aus und vorbei. Ich war wieder nur eine normale Wohnungskatze.

Fazit: Bestimmt darf ich bald wieder in den Garten. Dann…und das verrate ich Frauchen noch nicht, geht die Jagd wieder los. 

Holi-Farben-Shooting

Hups, das war gar nicht so einfach. Ging schon bei den Vorbereitungen los.
Das einfachste war wohl das Farbpulver zu kaufen.
Als Schwierigkeit stellte sich dann jedoch die Suche nach einem Model heraus  welches sich nichts sehnlicher wünscht als mit Farben beworfen zu werden, kein Geld verlangt, nichts gegen eine Veröffentlichung hat, spontan Zeit hat und am besten noch jung und hübsch ist. Schon an dieser Aufzählung könnt ihr merken, dass die entsprechenden Zutaten für das Shooting sehr vielseitig waren und durchaus Probleme bargen. Weiterhin war die Suche nach einer passenden Location nicht so einfach. Schließlich konnten wir ja nicht garantieren, dass das Umfeld nichts von den Farben abbekommt. 
Dazu wurden noch zwei Farbwerfer gebraucht.
Als weitere nicht beinflussbare Bedingung hatten wir dann auch noch das Wetter. Nicht zu kalt, nicht zu windig, nicht zu sonnig und natürlich keinen Regen oder Schnee. Ihr seht, es wurde immer schwieriger. 
Trotz allem ist uns das bis auf das nicht zu kalt auch ziemlich gut gelungen. 

Equipment: Kamera mit 50mm Festbrennweite und Stativ, externes Blitzgerät mit Reflexschirm und Stativ, Holi-Farben, weiße Sachen für das Model, schwarzer Vorhang, Model, zwei Farbwerfer in Renovierungsoveralls

Nachdem wir das Shooting schon voriges Jahr machen wollten und an der Besetzung des Models gescheitert sind, konnten wir nun endlich unser Vorhaben umsetzen. 

Gesagt getan. Der passende Tag kam und das Shooting ging los. 

Wie oben schon erwähnt hätte das Wetter durchaus einen Ticken besser sein können. Beziehungsweise wärmer. 
Unser Model Saskia hat sich dennoch tapfer geschlagen und trotz dass sie ganz schrecklich gefroren hat, hat sie anstandslos durchgehalten. Hier gleich nochmal ein ganz herzliches Dankeschön an Saskia.

Am Anfang des Shootings war das Timing der Farbwerfer nicht ganz synchron. Doch dann konnten durchaus paar gute Farbschüsse aufs Foto gebracht werden. Ein klitzekleines Problem gab es noch. Die Farben waren ziemlich kalt und das konnte Saskia nicht bei jedem Bild verbergen. 

 

Und für die, die sich für unseren Setaufbau interessieren:

Fazit: Das war echt ein Highlight für uns. Vielleicht klappt es ja wiedermal.  

Einzelstücke #6 – Bella

Hallo. Ich mal wieder. Schon richtig. Bella. Nicht der weiße Struwwelfeger. 
Stimmt, lange nichts von mir gehört. Bestimmt habt ihr mich schon vermisst. 
Mir gehts gut und ich will wieder mal was von mir hören bzw. sehen lassen. 
Frauchen hat ein neues Spielzeug für mich entdeckt. War wohl nur Zufall, aber für mich ein echter Glücksfall. Wie ihr sehr deutlich erkennen könnt, liebe ich diesen kleinen Bommel. Den kann man durch alle Zimmer jagen. Außerdem kann man wunderbar mit ihm kuscheln. Also ein Spielzeug wie es schöner nicht sein könnte. Was für Frauchen das Unglaublichste war, der kostet fast nichts und ich kann mich stundenlang mit ihm beschäftigen. Er hat nur einen klitzekleinen Fehler-er ist so mini, dass er wunderbar unters Sofa rollt und sich versteckt. Dann ist sense mit spielen. 

Deutscher Schäferhund – Lasse

Wiedermal ein Tier-Fotoshooting. Aus uns werden wohl mal noch professionelle Tierfotografen. Als ich dieses Mal wieder zu Besuch bei meiner Freundin war, war schon vorher klar, dass mein alter Freund „Lasse“ vor die Linse kommen muss. Mittlerweile um einiges größer, aber noch immer genauso verspielt. Lasse ist, wie unschwer zu erkennen, ein wunderschöner Deutscher Schäferhund. Mit seinen einem Jahr und X Monaten ist er jetzt langsam ausgewachsen.

Der deutsche Schäferhund ist in Deutschland seit Jahren unangefochten die beliebteste Hundrasse. Das lässt sich anhand der Welpenstatistik des VDH feststellen. Sogar in den USA soll er wohl auf Platz 2 stehen. Bei solch anmutigen Hunden ist das aber auch nachvollziehbar.

Wie der Name schon verrät war die ursprüngliche Aufgabe dieser Rasse mit dem Schäfer die Schafe zu bewachen und hüten. Heute wird er allerdings kaum noch in diesem Gebiet genutzt. Stattdessen wird er nun überwiegend im Militär, bei der Polizei oder dem Zoll eingesetzt. Aufgrund dieser modernen Einsatzgebiete wird diese Rasse wohl von vielen als überwiegend aggressiv und bedrohlich angesehen, dabei beschreibt der Rassenstandard das Wesen  als „…ausgeglichen, nervenfest, selbstsicher, absolut unbefangen und (außerhalb einer Reizlage) völlig gutartig…“. Und das sieht man doch auch…

Lasse jedenfalls ist ein toller Spielkamerad. Das ist auch das was er am liebsten macht – spielen. Stöckchen holen ist dabei seine Lieblingsdisziplin. Nur das mit dem loslassen muss er noch etwas üben, denn hat er etwas geholt, dann bringt er es zwar zurück aber hergeben will er es nie. Deshalb braucht man immer ausreichend Stöckchen, sodass man einfach das nächste wirft, hat er das vorhergehende gebracht. Dann lässt er es einfach fallen und jagt dem nächsten hinterher.

Mit Wasser spielt er auch sehr gerne. Deshalb war am Wasser spielen, auch eine super Idee um tolle Fotos zu machen!

 

Interessanter Fakt zum Schluss: Im Zuge des Ersten Weltkrieges wurde aufgrund des Attributes „Deutsch“ im Namen eine offizielle Umbenennung der Rasse in „Elsässer Wolfshund“ durchgeführt. Erst 1977 wurde diese Umbenennung rückgängig gemacht.

Frühlingsblüher

Auf Streifzug durch den Frühling.

Lange habt ihr darauf warten müssen. Doch nun ist die Durststrecke für euch vorbei. 
Jetzt bekommt ihr wieder die heiß ersehnten Fotos zu sehen, welche ich so sehr liebe sie zu machen. Nein, keine Katzenfotos. Die kommen später. Es sind – Macroaufnahmen von Blumen.

Endlich kommt die traumhafte Zeit wieder, wo man die wunderschönen kräftigen Farben der Natur bewundern kann. Wenn die Sonne uns wieder Kraft gibt und wir voller Tatendrang sind. 
So habe ich auch das Leberblümchen auf einem Waldweg nähe der  Pirker Brücke besucht. Gut, es waren ganz viele Leberblümchen dort. Weitere Naturbewunderer waren zu dieser Zeit nicht unterwegs, da sich ein Regengebiet auf den Weg gemacht hat. So waren auch die Lichtverhältnisse dort nicht so gut. Doch der Regen hat noch gewartet bis ich fertig war mit fotografieren. Auf dem Rückweg fand ich dann eine Wiese mit vielen Schneeglöckchen. Dabei hat sich auch eine Zecke zu mir verirrt. 
Die Märzenbecher habe ich im Garten abgebildet. So wie auch die Krokusse und Blausterne. Für die Weidenkätzchen musste ich nur an der „Weißen Elster“ entlang spazieren. Wobei ich auch das Regenwetter in Kauf genommen habe. Schließlich fand ich das Weidenkätzchen umhüllt mit Wassertropfen sehr schick. 

Nun zu den einzelnen Blumen.

Leberblümchen: Leberblümchen sehen nicht aus wie eine organische Leber, riechen auch nicht so und schmecken auch nicht so (nehm ich jedenfalls mal an, hab es noch nicht probiert). Trotzdem heißen sie Leberblümchen. Ihre Laubblätter haben nämlich eine ähnliche Form wie eine menschliche Leber. Heutzutage sind sie selten geworden und stehen unter Naturschutz. Ihre Farbe ist blau-violett. Es gibt auch vereinzelt weiße oder rotblütige Exemplare. Bevorzugt findet man sie im Wald.

Märzenbecher: Sie ist eine streng geschützte Pflanze. Deshalb gilt: Nur schauen, nicht pflücken! Außerdem ist sie giftig.
Wenn die Bestäubung aus wettertechnischen Gründen nicht möglich ist, kann sich der Märzenbecher auch selbst bestäuben. Wenn er blüht, verströmt er einen veilchenartigen Duft. 

Märzenbecher

Krokusse: Es gibt wohl ca. 100 verschiedene Arten davon. Es gibt sie in den Farben, gelb, orange, violett, blau weiß und mehrfarbig. Er stammt aus dem Orient, Europa und Nordafrika ab. Das nenn ich mal gut integriert.
Mit seinen vielen wunderschönen bunten Farben ist er der ideale Frühblüher um uns zu erfreuen.
Voriges Jahr waren wir in Drebach und haben dort die bekannten Krokuswiesen besucht.
Eigentlich schade, dass es diese Jahr nicht geklappt hat.
Hier nochmal der Link dazu: Krokuswiesen

Krokusse

Weidenkätzchen: Sie begrüßen einen jedes Jahr mit ihrem flauschigem Aussehen. Eben kuschlig wie echte Kätzchen. Eigentlich könnte ich doch hier mal ein echtes Kätzchen mit einfügen, oder was meint ihr? Wie es eben nicht besser passen könnte. Ein genauso wunderschön graues Kätzchen wie die Weidenkätzchen. Mit Fell, welches in der Sonne silbern glitzert. Zum Vergleich also hier ein echtes Kätzchen. Hoffentlich sieht Rico den Beitrag nicht 😉
Die männlichen Weidenkätzchen erkennt man an ihren gelben Staubgefäßen. Die weiblichen sind nur unauffällig grün gefärbt. Somit seht ihr hier männliche Weidenkätzchen.
Für Bienen und andere Insekten sind sie eine bedeutende Nahrungsquelle.

Weidenkätzchen bei sonnigem Wetter

Keine Ahnung welches Glück ich hatte, dieses Foto bei sonnigem Wetter zu schießen. Schließlich regnet es andauernd. 

Bella-ein echtes Kätzchen
Weidenkätzchen-mit Regentropfen

 

Schneeglöckchen

Schneeglöckchen: Vorsicht, sie sind auch giftig! Auch für Hunde und Katzen.
Inzwischen gibt es wohl 18 Arten und 500 verschiedene Sorten davon.
Sie sind Zwiebelgewächse und gelten als geschützt. 
Sehr selten wird das Schneeglöckchen auch zu medizinischen Zwecken eingesetzt. Doch da gibt es wohl noch Forschungsbedarf. 

 

Scilla

Scilla/Blaustern: Ein wunderschöner Frühblüher der im März blüht und mit seiner blauen Farbe eine tollen Kontrast bildet.
Finger weg! Auch diese Blume darf nicht gesammelt werden und ist giftig!
Sehr anspruchslos in seiner Haltung und somit auch für Kleingärtner geeignet, welche die Annehmlichkeiten eines ruhenden Gartens genießen möchten. 
Verbreitet wird der Blaustern durch Ameisen. Diese werden durch den Ölkörper angelockt, welcher nach der Blüte in den Samen enthalten ist.