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Früchte im Aquarium

Endlich hatten wir uns ein passendes Gefäß für unseren Früchteeinsatz gekauft. Wer braucht schon Fische im Aquarium? 😉
Damit sollten wir doch die Fotos so zustande bringen, dass kein Rand im Bild ist und stört.

Vorbereitung:

  • Obst kaufen (oder man sammelt alles ein was man zufällig zu Hause hat)
  • Aquarium gründlich und streifenfrei reinigen (50x20cm) auf eine dunkle Unterlage stellen, Hintergrund auch dunkel
  • kaltes Wasser einfüllen und kurz stehen lassen, dass keine Luftblasen mehr enthalten sind
  • Kamera und Stativ
  • links und rechts vom Aquarium (welches auf dem Tisch steht) ca. 20 cm entfernt jeweils ein Blitzlicht stellen
  • Einstellung der Kamera: So, dass das Bild gut aussieht 😛
  • Das wichtigste aber: Ein schneller Finger!

Wenn möglich sollte man eine zweite Person als Handlanger dabei haben,
denn dann braucht man keinen Fernauslöser.
So kann sich der mit den besseren Augen und der schnelleren Reaktionsfähigkeit um die Kamera kümmern und der Helfer wird zum Wasser schleppen degradiert. Aber dann hat der Zuarbeiter die verantwortungsvolle Aufgabe, die Früchte so ins Wasser fallen zu lassen, dass eine schöne Fontäne entsteht, nicht so viel Wasser außerhalb des Aquariums landet, die Früchtemodells gut zur Geltung kommen und dem Kameramann die richtigen Anweisungen zu geben um im rechten Moment den Auslöser zu betätigen.
Also eigentlich ist der Assistent die Hauptperson. 😉

Bei erfolgreicher Teamarbeit können dann nachfolgende Bilder entstehen.
Schaut einfach selbst…

Abschied von Yumi

Eigentlich wollte ich an dieser Stelle einen anderen Beitrag von Yumi veröffentlichen.

An dem Tag, an dem ich diese beiden Fotos von ihr gemacht habe, war die Welt noch in Ordnung. Sie entstanden am 27.12.2018. Einen Tag später war plötzlich alles ganz anders.

Naja, wir ahnten schon, dass es dir nicht so gut ging. Du hattest in den letzten 3 Wochen dein Nassfutter fast komplett verschmäht. Immer weniger hattest du davon gefressen. Wir dachten, es liegt daran, dass wir von Kittenfutter auf Adult umgestellt hatten und es schmeckt dir nicht und haben immer neue Sorten gekauft und probiert. Sogar das Futter von Bella, welches du ihr immer gerne vor ihren Augen weg stibitzt hattest, wolltest du nicht. Früh, deine Ration Trockenfutter, hast du schon noch gefressen, obwohl du auch da immer mehr übrig gelassen hast. Danach bist du immer kurz auf den Balkon und hast Ausschau gehalten. Die letzten drei Tage auch. Nur bist du gar nicht mehr auf die Balkonbrüstung gesprungen und dort deinen Aussichtsplatz bezogen, sondern du bist unten sitzen geblieben. Auch dabei haben wir uns nichts Schlimmes gedacht. Wir meinten, es sei deshalb, weil es kalt, nass und ungemütlich sei.
Morgens hatten wir immer zusammen gespielt. Sogar vor der Arbeit bin ich extra eher aufgestanden, um noch Zeit dazu zu haben. Doch auch das wolltest du kaum noch und blieb schließlich ganz aus.
Clickertraining konntest du kaum erwarten und saßt abends schon zur gewohnten Zeit dort und hattest gewartet. Du warst von Anfang an so begabt und gelehrig und es hatte dir wirklich Spaß gemacht. Voller Eifer wolltest du jedes Kunststück gleich perfekt können. Was dir auch wirklich gut gelungen ist, denn es war wirklich nicht schwierig, dir die Tricks beizubringen.
Den letzten Abend kamst du gar nicht zum Training und als ich dir die Leckerlis so geben wollte, hast du nur ein kleines Stück genommen. Die Abende davor kamst du schon zum Trainieren. Nur komisch war, dass du gar nicht mehr springen wolltest. Auch bei dem Kommando „hoch“ wolltest du erst nicht.  Alle anderen Tricks wie „High five“, „abklatschen“, „durch den Tunnel laufen“, „drehen“ und “ Slalom durch die Beine“ gingen gut. 
Früh morgens kamst du immer in unser Bett zum Kuscheln. Das war so wunderschön, deinen warmen weichen Körper an mir zu spüren. Manchmal kamst du so dicht ran, dass du direkt an meinem Gesicht lagst und ich durch dein seidenweiches Fell gar keine Luft mehr bekommen habe.
Am Abend vor der Tragödie bin ich in der Nacht in der Wohnstube bei dir geblieben, da du abends wieder nichts gefressen hattest. Beim Versuch zu spielen bist du einfach kraftlos zusammengebrochen und liegen geblieben. Du hattest dich plötzlich kaum bewegt. Mir war schon ganz flau im Magen. Aber dann bist du doch wieder aufgestanden und hast dich auf meine Beine gekuschelt.
So konnte es doch nicht weiter gehen. Was war nur los mit dir?

Darum hab ich beschlossen, gleich am nächsten Tag den Tierarzt aufzusuchen. Um dich nicht allein zu lassen, blieb ich die ganze Nacht bei dir in der Wohnstube. Die ganze Nacht hast du auf meinen Beinen gelegen und mit mir zusammen geschlafen. Gegen früh bin ich dann doch kurz ins Bett, da ich kaum mehr liegen konnte. In der Hoffnung, du kommst noch zu mir ins Bett, hab ich dir die Schlafzimmertür aufgelassen.
Doch du bist nicht gekommen…
So gerne wie du in unser Bett kamst, konnte nur etwas nicht in Ordnung sein, sonst hättest du dir die Chance nicht entgehen lassen. Auch dazu fehlte dir die Kraft.
Nach kurzer Zeit bin ich wieder zu dir rüber. Du lagst noch genauso da wie ich dich hingelegt hatte. Dein Frühstück wolltest du auch nicht. Bist nicht mal aufgestanden und hast geschaut. Doch dann ein kleiner Hoffnungsschimmer, bist du doch zum Napf gegangen. 5 kleine Trockenfutterbröckchen hast du hinter bekommen. Das war fast nichts. Von dem leckeren Katzenpudding hattest du auch nur ein bisschen geschleckt. Danach kamst du wieder zu mir. Noch war die Tierarztpraxis geschlossen. Ich musste mich also noch gedulden. Obwohl ich schon sehr unruhig war, da ich dachte, du hättest einen Haarballen im Magen, welchen du nicht erwürgen kannst und deshalb kein Futter runter bringst.
Am Tag vorher hatte ich nämlich beobachtet, wie du stark gewürgt hattest. Aber nichts kam raus.
Schon die letzten Tage hattest du kaum gespielt und nur sehr viel bei uns gelegen. Eigentlich viel viel mehr als gewöhnlich. Nur dachten wir, es liegt an der Wintermüdigkeit von dir.
Wobei rückblickend gesehen, haben wir schon gemerkt wie zart und zerbrechlich du warst. (Doch das warst du von Anfang an.) Ansonsten hattest du immer unsere Nähe gesucht, jeden Moment genossen in unseren Armen zu liegen. Auch wir fanden diese Anhänglichkeit wunderschön. Von Anfang an warst du eine wunderbare und sehr anhängliche Katze, die uns ihre Liebe auf nur jede erdenkliche Weise gezeigt hatte.

Jetzt ist nur Schmerz und Verzweiflung in uns und der Abschied von dir tut sooo weh. So sehr. Noch immer können wir überhaupt nicht begreifen, wie es überhaupt soweit hatte kommen müssen.  Wie konnte das nur geschehen?
Dieser Tierarztbesuch sollte dich wieder gesund machen. Stattdessen haben wir dich von der tödlichsten Katzenkrankheit erlösen müssen, die wir uns überhaupt nicht haben vorstellen können, dass du die haben könntest. Die Tierärztin teilte uns deine Diagnose FIP mit und somit dein Todesurteil.
Schlimmer hätte es nicht kommen können. FIP….Leider konnten wir nichts mehr tun. Gar nichts mehr. Um dir ein klägliches Ende zu ersparen, blieb uns nur das Einverständnis zu geben, dich zu erlösen. Eine kurze Zeit gab uns die Tierärztin noch um von dir Abschied zu nehmen.
Wir holten dich aus der Transportbox und nahmen dich in die Arme. Voller Zutrauen schmiegtest du dich ganz fest an uns. Ein wahnsinniger Schmerz war in unserem Herzen, da uns nur noch wenige Minuten blieben. Nur noch wenige Augenblicke deine Wärme und deine Herzlichkeit zu spüren. In deine wundervollen liebevollen Augen zu blicken und dir noch einmal unsere ganze Liebe zu schenken. Dich spüren zu lassen, was du uns bedeutest. Yumi….unsere Kleine…
Wir tun das wirklich um dir zu helfen. Es fällt so schwer, dich gehen lassen zu müssen. Es tut uns so leid. Bis zum letzten Atemzug hab ich dein Köpfchen gehalten, als die Tierärztin die erlösende Injektion verabreicht hatte. Leise und sanft bist du eingeschlafen und in eine andere Welt eingetaucht. Nimm unsere ganze Liebe mit, kleine Yumi. Yumi, unsere süße Yumi. Unser geliebtes Kätzchen. Lebe wohl. Wir werden dich nie vergessen und du wirst immer einen Platz in unserem Herzen haben. Danke meine Kleine. Möge es dir, dort wo du jetzt bist, gut gehen.

Nein, es war nicht die Wintermüdigkeit, welche dir die Kraft und deinen Spieltrieb geraubt haben.

Nein, es war auch nicht so, dass es an den Futtersorten gelegen haben könnte, die wir alle probiert und du doch kaum angerührt hattest.

Nein, es war auch nicht so, dass du keine Lust hattest, die Clickertricks zu absolvieren.

Nein, es lag auch nicht an der Kälte, dass du nicht mehr auf die Balkonbrüstung gesprungen bist.

Es lag einfach an der beschissenen Krankheit. FIP. Man muss nur einen Buchstaben weg tun und einen anderen dafür einsetzen. Schon hat man das schreckliche Ergebnis was diese Krankheit bedeutet.


Nun seid ihr zusammen an einem Ort (du und Tavi), wo es euch hoffentlich wieder besser geht.
Uns bleibt nur die Hoffnung, dass wir dir die kurze Zeit, die du nur auf der Erde hattest, so schön wie möglich gemacht hatten.
Dein Vertrauen zu uns war unbeschreiblich. Nie hätten wir uns vorstellen können, dass nach Tavi nochmal eine Katze unser Herz dermaßen in Beschlag nehmen könnte. Doch du hattest es mit deinem Liebreiz, deiner Herzlichkeit und deiner bedingungslosen Liebe geschafft.

Ich weiß noch ganz genau wie wir dich ausgesucht hatten. Oder hattest du uns ausgesucht? Von der ersten Minute an, als wir das Zimmer der Züchterin betraten, kamst du zu uns und hast dich auf unsere Beine gesetzt, geschmust und sogleich angefangen zu spielen. Sofort wussten wir, du hattest unser Herz im Sturm erobert. Am liebsten hätten wir dich gleich mitgenommen. Doch es waren noch einige Vorbereitungen zu treffen. Paar Tage später, am Freitag, den 06.04.2018 war ich mit der Katzentransportbox und voller freudiger Erwartung wieder vor Ort. Du warst mit mehreren Katzen im eingezäunten Freigehege und hast voll jugendlichem Tatendrang mit den anderen Kätzchen getobt. Doch als du mich hast kommen sehen, kamst du sofort an den Gitterzaun des Geheges und hast dich durch den Zaun an meine Hand geschmiegt und liebkost. Nach Erledigung der Formalitäten konnte ich dich endlich in meine Arme schließen. Nun warst du unser Kätzchen. Unsere Yumi.
Zu Hause angekommen, gingst du zuerst auf Tauchstation hinter den Computerschrank. Bella (unsere andere Katze und ab jetzt deine neue Mitbewohnerin) hatte dich noch nicht bemerkt. Sie lag auf dem Kratzbaum und hatte geschlafen.
Als eine halbe Stunde vergangen war, habe ich deinen Namen gerufen und sofort kamst du neugierig aber auch noch vorsichtig aus deinem Versteck. Ganz zaghaft hast du dich zu mir gewagt. Dann war es als hättest du mich erkannt und hast dich an meine Beine und meine Hand geschmiegt, welche ich dir zum Geruch erkennen hinhielt. Jetzt war eindeutig der Funken zwischen uns übergesprungen und ab da waren wir ein Herz und eine Seele. Kein klitzekleines Sandkorn hat je zwischen uns gepasst.
Sobald sich die Gelegenheit ergab, warst du bei mir und hast mir deine ganze Zuneigung und Liebe geschenkt. Dein Miauen klang wie ein quietschen. So eine Tonlage hatte ich bei noch keiner Katze gehört. Jedes Mal hast du uns damit ein schmunzeln aufs Gesicht gezaubert.
Bella war am Anfang eher skeptisch. Sie wusste nicht was sie mit dir kleinem Wirbelwind anstellen sollte, der da so zielstrebig Einlass in ihr Herz begehrte. Doch auch sie konnte deinem Charme nicht lange widerstehen und hat erkannt welchen Schatz wir da zu uns geholt hatten.
Zusammen seid ihr durch die Wohnung getobt und habt euch gerauft und Fangen gespielt. Du hattest dich bei Bella durchgesetzt und ihr deine Grenzen aufgezeigt. Tavi hatte sich ihr unterworfen. Doch du warst ihr eine gleichberechtigte Kameradin.
Wenn du früh in mein Bett kamst um ganz dicht bei mir zu liegen, wolltest du in meinen Armen liegen, immer auf der Seite wo mein Gesicht war. Sollte ich mich nicht gleich in die von dir gewünschte Position gelegt haben, hast du mich mit deinem Pfötchen ins Gesicht gestupst.
Habe ich mich umgedreht, hast du sofort auf die andere Seite gewechselt.
Zum Kuscheln kamst du nur zu mir und wenn ich keine Zeit hatte, auch zu Marc. In unserer Nähe zu sein, war dir wichtig. Dann hattest du dich in unsere Arme gekuschelt oder auf unseren Beinen zusammen geringelt und geschlafen. Stundenlang. So lange wie wir es halt einrichten konnten mit dir da zu sitzen. Auch Rico und Robby (meine beiden Söhne) und sogar Lisa (Ricos Freundin) hattest du in dein Herz geschlossen und wann immer sie zu Besuch kamen, hattest du ihnen gezeigt, wie sehr du dich freust und hast auch bei ihnen einen Platz zum Schmusen gesucht. Jeder Besucher wurde von dir freudig begrüßt.

Du warst unser Sonnenschein, der uns aus der Trauer um Tavi geholfen hatte. Erst vor 9 Monaten mussten wir uns schweren Herzens von unserer Tavi trennen und sie für immer gehen lassen. Für uns war es sicher, dass sie uns dich geschickt hatte, um uns diese schwere Zeit erträglicher zu machen.

Doch nun mussten wir auch dich gehen lassen. Keine Worte können je beschreiben, wie schlimm es war, nun auch dich gehen lassen zu müssen.
Im ewigen Gedenken an unsere süße kleine Yumi.  

R. I. P.

Nachfolgend könnt ihr den eigentlichen Beitrag lesen.

Also ich hab mich ja hier schon vorgestellt. Vor 8 Monaten nämlich, als es mich ins Vogtland verschlagen hat und ich in einer Wohnung mit zwei Hauptmitgliedern, einer Griesgramkatze und zwei Besuchersöhnen gelandet bin.
Bella kennt ihr ja schon. Sie ist inzwischen meine Freundin geworden. Obwohl sie ja gemeint hat sie braucht keine. Meinem Charme ist sie total erlegen.
Naja, wenn man das Freundin nennen mag. Jedenfalls mag sie mit mir spielen und ihr Futter lässt sie sich auch von mir mopsen. Zum kuscheln allerdings müssen meine Zweibeiner ran. Da mag es Bella wie die Schneekönigin. Eiskalt und einsam. 
Wisst ihr eigentlich, dass der Name Bella „die Schöne“ bedeutet? Yumi im japanischen auch. Nun sind also in diesem Haushalt zwei Schönheiten zu finden. Ob das stimmt oder nicht, kann ich nicht beurteilen, aber ihr schon. Auf jeden Fall aber sind wir die liebsten Katzen der Welt.

Heute ist mein Geburtstag (15.12.2018). Jetzt bin ich schon ein Jahr auf dieser Erde. Da hab ich schon ne Menge erlebt. 
Sehr gerne lasse ich mir die Sonne auf das Fell scheinen. Im Moment ist das ja eher schwierig. Trotzdem geh ich jeden Tag auf den Balkon und kontrolliere ob rundum alles in Ordnung ist. 

Mein Lieblingsspielzeug ist eine Federangel. Eine unzerstörbare Angel, behauptet jedenfalls der Verkäufer. Inzwischen haben meine Menschen schon die dritte Angel gekauft. Auch diese hat schon angefangen das Zeitliche zu segnen.
Meine Vermutung ist ja, die glauben ihm das immer noch. Jedoch kann ich das „unzerstörbar“ wiederlegen.
Das Spielzeug von heute taugt eben auch nichts mehr. So Katzenzähne hinterlassen eben auch ihre Spuren. Wenn ich eine Angel sehe, bin ich wie im Rausch. Oh, hoffentlich merkt Frauchen nicht, wie sehr mich die Federn daran ins Jagdfieber versetzen… Dann nämlich denkt sie, ich würde auch Vögel fressen. Ganz bestimmt aber würde ich sie nur ablecken und nichts böses tun. Obwohl meine Menschen sowieso manchmal vergessen, dass ich nicht nur eine Schmusekatze bin, sondern eben auch ein Sofatiger.
Wenn Bella und ich zusammen spielen, müsst ihr euch nur einen Bummelzug und einen Düsenjet vorstellen. Wobei ich der Düsenjet bin. Aber kräftemäßig ist Bella im Vorteil. Wie beim Judo nach einem O-Goshi, Rico kennt sich da auch aus, lieg ich mit einem Wurf auf dem Boden. 
Zeitung lesen bildet nicht nur, sondern dient auch als Rascheltunnel, Versteckhaus, Schlummerstube und Schnitzeljagd. Zerknüllt man die Zeitung, dient sie außerdem als Jagdspielzeug.
Meine Lieblingsbeschäftigung ist schlafen in Frauchens Armen. Wobei mir jeder Zipfel ihres Körpers reicht. Dann fühl ich mich wie auf Abrahams Schoß. 

Ob ich euch jetzt noch ein Geheimnis verrate…? Na gut. Ihr dürft es aber ganz bestimmt niemanden weiter erzählen. Ich vertraue euch jetzt mal. Gesetz dem Fall ich bin ganz entspannt und relaxt, dann nehme ich paar Haare von meinem Fell ins Maul und nuckel dran. Das tut mir sooo gut und auch wenn ich jetzt schon eine Dame bin (mit 1 Jahr ist man das schließlich schon), fühle ich mich dabei nach wie vor wie in der Kinderstube. Dazu schnurre ich in Donnerstärke und ein kleiner Milchtritt nebenbei tut sein übriges. Aber hey. Nicht vergessen. Pst. Das bleibt unter uns.

Nun schaut selbst wie ich mich entwickelt habe…

Triberger Wasserfälle 3. Tag

Zu Tag 1
Zu Tag 2

Tag 3: Endlich ging es wieder zu den …. Na was glaubt ihr? Ja, zu den Triberger Wasserfällen. 😉
Zeitig schälten Rico und ich uns aus den Federn und bei ziemlich windigem Wetter ging es eine kurze Strecke mit dem Auto und danach fußläufig weiter zu den Stellen den Wasserfall in kleidsamer Einsamkeit aufs Bild zu malen. 
Stille, nur die Vögel die schon wach waren, begleiteten uns auf unserem Weg.
Doch so ab und zu konnten wir andere Bettflüchter treffen. 
Jetzt blieb nur noch ein Wunsch offen. 
Ihr wisst noch… „Das“ Eichhörnchenbild zu ergattern. 
Hoffentlich hatten die Eichhörnchen ihre Nachtruhe auch schon beendet. 
Wir waren auf jeden Fall in freudiger Erwartung. 

Endlich…
Absolut bewegungsunfähig vergaßen wir fast zu atmen, als ein Eichhörnchen unseren Weg kreuzte.
Eine Kurve weiter unten blieb es sitzen. Mit all unserer Vorsicht und so ruhig und lautlos wie möglich machten wir uns auf den Weg runter. Rico nahm eine Erdnuss zu Hand und hielt sie dem Eichhörnchen hin. Noch unentschlossen, ob es uns trauen konnte, kam es langsam näher. Blitzschnell nahm es die Nuss und ging erstmal auf Abstand. Aber habt ihr gesehen, was das Hörnchen für Zähne hatte. Damit hätte es Rico doch glatt aufspießen können. 😉 Doch Rico meinte, es war so aufregend die kleinen Pfötchen auf seiner Hand zu spüren. Klares Indiz dafür, dass ihn nun doch das Eichhörnchenfieber gepackt hatte.

Eine weitere Nuss wechselte den Besitzer und ich konnte es gar nicht fassen, so nah an dem Hörnchen zu sein und Fotos machen zu können. Völlig begeistert und von innen strahlend, ich hätte glatt eine Kleinstadt mit Strom versorgen können, war ich restlos glücklich und wir konnten ins Hotel zurück um unseren Magen mit Inhalt aufzufrischen. Unterwegs kamen die roten Kopfhörer noch zum Einsatz und beinahe gelang mir noch ein Eichhörnchenbild. Aber eben nur beinahe. Die Kamera vor den Augen war ich dabei Rico zu fotografieren. Dabei fiel mir auf, dass sich ein Hörnchen von hinten anschlich und in unser Foto gefotobombt ist. Nur das ich eben als riesengroßer Hirni nicht abgedrückt habe, sondern Rico ein Zeichen gegeben habe, dass er einen Besucher hat und schon war er wieder allein. Und ich um ein tolles Eichhörnchenbild ärmer. 
Landschaftlich versank allmählich die Gegend im Nebel und wir waren mittendrin. Zum Glück war es nicht so gruselig wie im Film „The Fog – Nebel des Grauens“.

Da ein Sturmtief vorhergesagt wurde, fuhren wir, ohne noch irgendwelche Unternehmung zu starten, gleich nach dem vorzüglichen Frühstück und Bezahlung der Unterkunft, zurück nach Hause. Und die Vorhersage sollte recht behalten. Als Rico und Lisa ihren Zug dann von Plauen nach Freiberg nahmen, wurden sie aufgrund eines Baumes auf der Oberleitung in Reichenbach aufgehalten. Letztendlich ging die Fahrt dann notgedrungen wieder zurück nach Plauen.
Am nächsten Tag durften die Beiden sich dann erneut ein Ticket nach Freiberg kaufen, denn die Bahn erkannte die aufgrund er Witterung abgebrochene Fahrt nicht an. 🙁