Aus zwei mach eins. Dies sind Fotos aus zwei verschiedenen Besuchen in der Falknerei.
Ja, es war endlich wieder so weit.
Wir waren in der Falknerei Herrmann. Natürlich haben wir uns in der größten Hitze mit einem extremen Besucheransturm gemeinsam ins Vergnügen gestürzt.
Noch immer ist nicht geklärt, ob es dort weiter gehen oder wo die Falknerei hin umziehen kann. Echt blamabel für eine so große Stadt wie Plauen, nichts für die kulturellen Bedürfnisse seiner Besucher tun zu können und die Falknerei Herrmann in Plauen zu erhalten. Sooo viele Bürger sind dort zu Gast, mit und ohne Kinder, mit Großeltern oder ohne, alleine oder gemeinsam. Für alle ist es ein Erlebnis der besonderen Art.
Erhält man doch ein enormes Wissen über die Greifvögel. Man erfährt wie wichtig es ist, dass es Falknereien gibt und wie Herr Herrmann und seine Mitarbeiter dafür sorgen, dass sich der Bestand an Greifvögeln erholt.
Auch klärt Herr Herrmann uns über so manche Wissenslücke auf und lässt uns teilhaben an den wundervollen Flugmanövern der verschiedenen Greifvögel.
Und plötzlich kamen beide Weißkopfseeadler gleichzeitig aus der Luft und sicherten sich ihre Landeplätze.
Nach nur kurzer Abstinenz waren wir schon wieder in der Falknerei vor Ort.
Kein Wunder, so gerne wie ich die Flüge der Vögel fotografiere. Eine große Herausforderung für mich, den Falken im Flug zu erwischen, wenn er das Federspiel verfolgt.
Kennt ihr schon unsere anderen Beiträge zur Falknerei Herrmann?
Schon einmal hatten wir einen Beitrag über die Falknerei Herrmann in Plauen gepostet. Doch da ich dermaßen von der Liebe zum Tier und dem leidenschaftlichen Vortrag in der Show hingerissen bin und es mich derartig reizt die Vögel im Flug zu fotografieren, ist es mehr als notwendig noch einen Artikel zu erstellen.
Inzwischen war ich schon öfter als Zuschauer in der Falknerei. Zählen kann ich meine Teilnahmen schon gar nicht mehr. 😉 Na vielleicht doch, aber bestimmt ist es niemanden sonst aufgefallen. Ich verrate jedenfalls nicht wie oft ich dort schon war.
Meine Begeisterung hat in keinster Weise abgenommen. Im Gegenteil. Für mich hat die Faszination den Vögeln zuzuschauen, wie sie sich in die Lüfte erheben, von der Thermik getragen werden und dann doch in dem Bruchteil von Sekunden steil nach unten zu dem Vogelflüsterer Herrn Herrmann zu stoßen, tatsächlich noch zugenommen.
Dabei zu sein wie lautlos ein Uhu fliegt.
Oder wie es einen fast so vorkommt als ob Barney, eine Schleiereule, schwebt. Sogar Nachwuchs von Schleiereulen gibt es in der Falknerei. Bei den Jungtieren kann man schon fast sagen, aus „hässlichen“ Eulenjungen werden wunderhübsche Eulen mit herzförmigem Gesicht.
Faszinierend kann man das Schwingen mit dem Federspiel verfolgen womit der Falke trainiert wird. Das Federspiel stellt die Beute dar und wird vom Falken in atemberaubender Geschwindigkeit verfolgt und kurz bevor er sie erwischt zieht der Falkner sie weg.
Wobei auch die Reaktionsfähigkeit, Schnelligkeit und Ausdauer des Falkners dabei auf die Probe gestellt wird. Ziemlich sicher kommt auch die Kondition nicht zu kurz. Das Muskelspiel des Falkners dabei zu beobachten, hat durchaus auch seinen Reiz.
Vorstellung mit dem Federspiel
Zu sehen wie lustig die Eisvögel sind und wie sie auch völlig angstfrei bei allen Zuschauern auf dem Arm sitzen, bringt nicht nur die kleinen Zuschauer zum schwärmen sondern auch die Großen.
Wie der Truthahngeier als begeisteter Schuhliebhaber unterwegs ist und schonmal die Schnürsenkel von Falkner Herrmann öffnet. Oder wie er ganz offen seine Frisur mit der des Truthahngeiers vergleicht.
Zwei Eisvögel/Kookaburra/Lachender Hans
Man bekommt einen Einblick wie imposant ein europäischer Seeadler ist. Er hat eine gewaltige Flügelspannweite von bis zu 2,60 m und ist das deutsche Wappentier. Außerdem ist er der größte Greifvogel. Mit staunen verfolgt man seine Flüge. Irgendwie kann man es gar nicht fassen, dass so ein wunderschöner riesiger Adler, der beim Flug die Freiheit spürt, freiwillig wieder auf die Faust des Falkners kommt, sobald er diese gen Himmel streckt.
Fazit: Ganz nah am Himmel…
Man bekommt Wissen vermittelt, von welchem man gar nicht wusste, dass man es nicht hat. Dabei gibt es doch so viel erstaunliche Sachen, die man von Falkner Herrmann in seinem mitreißenden, von der Hingabe der Vögel geprägtem, Vortrag erfährt.
Nun gebe ich es offen zu. Ich bin eine heiße Verehrerin dieser Falknerei und ja, ich bin auch schon öfter dort gewesen.
Von uns nur paar kleine Autominuten bis zur Falknerei Herrmann am Reisiger Waldhaus. Zu Fuß halt schon paar mehr. Vielleicht ganz schön viele mehr. Doch die meisten Leute fahren doch sowieso mit dem Auto vor, was der übervolle Parkplatz eindrucksvoll beweisen konnte.
Nun war ich dieses Jahr nicht einmal, auch nicht zweimal, schon gar nicht dreimal, sondern echte viermal dort. Natürlich war ich immer mit anderen Begleitpersonen dort, sonst wäre ich bestimmt als Stammgast aufgefallen.
Oder vielleicht bin ich das ja schon? Das war aber ganz sicher auch noch nicht mein letzter Besuch dort… Doch dieses Jahr wohl dann schon. Denn Flugvorführungen sind nur bis einschließlich 06.11.2016.
Diese Falknerei wird von Herrn Herrmann und seinem Team mit viel Fachkenntnis, Liebe und Verständnis geführt. Mit seinem Enthusiasmus reißt er einen förmlich mit und wenn dann die Vögel durch die Lüfte gleiten fühlt man sich frei und entspannt.
Bei seinen Erklärungen über die Vögel während der Flugvorführung spürt man seine ganze Leidenschaft und Herzblut für die Falknerei.
Ein echtes Erlebnis für jeden Naturliebhaber. Dabei sind die Vorführungen nicht nur sehr spannend und lehrreich, sondern auch noch extrem kurzweilig und super lustig. Sogar knallharte Fakten wie: Der Truthahngeier hat keine Nasenscheidewand und kann dadurch einen Unterdruck erzeugen und alles aus dem Aas raussaugen, bekommt man anschaulich erklärt. Somit erklärt sich selbstredend die fehlende Haarpracht der Geier. Oder stellt euch doch mal selber vor, wenn euch eure Mähne andauernd in euer Essen hängt. Hygienisch wäre das wohl nicht.
Natürlich ist es nicht immer ganz einfach so einen Vogel im Flug zu erwischen.
Da passiert es schon mal, dass das Bild nicht perfekt wird. Hier zu sehen ist ein Bild im Original, welches leider gelitten hat.
Original
„Manitou“ ein 7 Monate alter Weißkopfseeadler
Jedoch konnte man mit etwas Bearbeitung noch richtig viel rausholen. Wie man hier sehen kann. Und nun ist „Manitou“ der 7 Monate alte Weißkopfseeadler in seiner ganzen Pracht und jugendlichen Schönheit zu erkennen.
Jetzt denkt ihr euch wahrscheinlich: „Weißkopfseeadler? Wohl eher Braunkopfseeadler.“
Aber den weißen Kopf bekommen diese Vögel erst nach etwa 3 Jahren. Und auch der Schnabel wird erst bei älteren Vögeln vollkommen gelb.
Jetzt noch paar winzig kleine Infos über Greifvögel und Eulen. Schließlich will ich euch ja nicht die Vorfreude und Wissensdurst auf die echte Flugshow vorwegnehmen. Obwohl…soviel kann man sich gar nicht gleich merken.
Für einen Vogel ist es zu 90% Arbeit wenn er fliegt. Dann nämlich ist er auf Futtersuche.
Uhu ist eine Eulenart und der Bartkauz fliegt mit Sicherheit lautlos. Das wurde uns auf anschauliche Weise von Berta vorgeführt.
Eulen können ihren Kopf um 270 Grad drehen und haben 16 Halswirbel.
Wir Menschen nur 7.
Das schnellste Tier der Welt ist der Wanderfalke. Er erreicht Geschwindigkeiten von 360 km/h. Somit kann (bei günstigen Wetterbedingungen und im Sturzflug) der Wanderfalke sogar Schallgeschwindigkeit fliegen.
Der männliche Turmfalke bekommt erst im Alter von 3 Jahren sein bläuliches Kopfgefieder.
Über den Bussard kann man berichten, dass er euch nicht die Hühner fängt. Dazu hat er viel zu kleine Krallen.
Was aber durchaus wichtig ist, dass der Mensch durch den Bau der vielen Windräder, eine echte Gefahr für Adler erschaffen hat.
Nun möchte ich euch aber nicht zuviel verraten. Schließlich wollt ihr ja auch noch bei einer seiner großartigen Vorführungen, als Gast, mittendrin statt nur dabei sein und die Flüge der Greifvögel genießen. Zur Einstimmung noch paar Fotos die ich geknipst habe.
Turmfalke „Harry“
Lachender Hans/Kookaburra/Eisvogel
Europäischer Seeadler
Schleiereule „Barney“
Uhu „Olga“
Bartkauz „Berta“
Schleiereule „Barney“
Uhu „Olga“
Wanderfalke „Ronja“
Adler
Adler
Truthahngeier „Pedro“
Falknerei Herrmann
Mäusebussard „Max“
Mäusebussard „Max“
Seeadler
Europäischer Seeadler „Mat“
Adler
Bartkauz „Berta“
Turmfalke „Harry“
Fazit: Jederzeit wieder. Der absolute Hit. Nur zu empfehlen. Leute geht da hin und informiert euch über die Greifvögel und Eulen. Lasst euch mitziehen in die Welt eines jungen Weißkopfseeadlers der perfekt durch die Lüfte gleitet.
Der Eintrittspreis ist für Jedermann erschwinglich. Die Vorstellung beginnt 15:00 Uhr und eine halbe Stunde vorher kann man schon in das Gelände und die Vögel beobachten oder auch die Infoschilder lesen.
Weitere Information zur Falknerei Hermann -> http://www.falknerei-herrmann.de/