Dieses Jahr hatten wir einen wunderschönen warmen, doch für viele Landwirte auch einen sehr trockenen Sommer. Jetzt bahnt sich der Herbst an, oder besser gesagt sind wir schon mittendrin. Wunderschöne kräftige warme Farben prägen das Herbstbild. Ein Streifzug durch die Natur tut unendlich gut. Doch auch wenn uns der Herbst seine andere Seite zeigt, die trübe, regnerische und nebelige, dann kann man ihn eben auf andere Weise genießen. Mit einem warmen Tee zu Hause gemütlich in die Decke gehuschelt. Oder ihr kramt eure Fotoalben raus und stöbert darin. Wem das nicht reicht oder viel zu viel Aufwand ist, der kann auch auf unserer Website die verschiedenen Beitrage anschauen und natürlich auch die Beiträge dazu lesen. Auf jeden Fall ist das ein schöner Zeitvertreib bei schlechtem Wetter.
Spontanausflug in die schöne Stadt Bamberg. Bamberg liegt an den Flüssen Regnitz und Main. Somit hat man auch einige Brücken die man beim bummeln durch die wunderschöne Gegend überqueren kann. Vorab hab ich schon im Handy geschaut, wo ich was leckeres zur süßen Stärkung bekomme. Dort wurde mir das Café „Zuckerstück“ empfohlen. Klar also, dass ich zielstrebig genau dorthin bin. Überrascht von der liebevollen und außergewöhnlichen Gestaltung des kleinen Cafés konnten wir noch einen Sitzplatz ergattern. Sofort fühlt man sich dort wohl. Doch erst wenn man ein Stück Torte isst, es gibt auch Kuchen und viele andere leckere Sachen zum essen, weiß man das es noch Steigerungsmöglichkeiten gibt. Der Genuss des Tortenstücks hat mich sofort in Wolke 7 gehüllt. Ein derart leckeres Stück Torte hatte ich schon ewig nicht mehr gegessen. Dazu hab ich einen Cappuccino getrunken, welcher auch sehr lecker war. Serviert bekommt man seine bestellten Sachen in total altmodischen aber wirklich süßen Kaffeetassen und Tellern. Jedes bestimmt ein Unikat, denn sie sahen alle anders aus. Seine Blicke kann man während des leckeren Schlemmeressens durch das Stübchen schweifen lassen und entdeckt so manches Accessoires welches man auch käuflich erwerben kann. Auch die Tischdeko ist bemerkenswert und an jedem Tisch anders.
Danach ging unser Bummel durch Bamberg weiter und einen kleinen Berg hoch zum Kloster Michaelsberg. Von dort hatten wir einen phantastischen Blick über die Stadt. Sicher auch dadurch begründet, dass wir so herrliches Herbstwetter hatten. Unten wieder angekommen, ging es gleich weiter zum Rosengarten. Auch wenn wir den erst im zweiten Anlauf gefunden haben. Nachdem wir die wunderschönen Rosen bewundert und auch fotografiert hatten, war mein Kontingent an Fotospots aufgebraucht. Jetzt war Marc dran. Der wollte unbedingt erstmal seinen Magen füllen. Schließlich hatte er bis dahin auf jegliche Genussspezialität verzichtet. Bei dem leckeren Süßkram konnte er ohne weiteres widerstehen. Um nicht erst wieder nach einem Sitzplatz in einer netten Gaststätte suchen zu müssen, gönnte Marc sich an einer Würstchenbude Bratwurst im Brötchen. Zu seinem Glück fehlte ihm jetzt nur noch das passende Bier. Die Gaststätte „Schlenkerla“ bekannt dafür, dass man dort das leckere Rauchbier bekommt. Besonders daran ist, dass das Rauchmalz über einem offenen Feuer gedarrt wird, bevor es ins Bier kommt. Und wer meint, gemütlich im Gastraum an einem Tisch zu sitzen um up to date zu sein, der irrt sich gewaltig. Man stelle sich an einen separaten Ausschank, hole sich ein Glas Rauchbier und gehe damit auf die Straße um sich dort gemütlich an die Hauswand zu lehnen und sein Bier zu genießen. Diese Tradition ist doch echt unglaublich. So kann man eben Mann sein und sein Bier in lockerer Atmosphäre und in Gesellschaft trinken. Um Frauen nicht zu diskriminieren… Bestimmt gibt es auch Frauen, die das mögen. Auf den Weg zurück zum Auto konnten wir noch einen Abstecher nach „Klein Venedig“ machen. Die schönen alten Fischerhäuschen an der Regnitz erinnern einen wohl an Venedig und sind deshalb so genannt worden. Natürlich kann man auch standesgemäß mit der Gondel über die Regnitz schippern. Eben genauso wie in Venedig. Nur ist es dort halt die Adria-Lagune. Naja, der Gondoliere verdient bestimmt auch nicht so ein Batzen Geld wie in Venedig.
Rosengarten
Fazit: Auch ich kann euch einen Ausflug oder Urlaub in Bamberg sehr empfehlen. Es erwartet euch eine zauberhafte Landschaft. Natürlich muss man sich die schöne Gegend mit vielen Touristen teilen. Trotzdem kann man auch in den vielen kleinen Geschäften ungewöhnliche und zauberhafte Dinge entdecken und kaufen und die vielen gemütlichen Wirtschaften laden ein zum genießen und die Seele baumeln zu lassen.
Tag 1 – Sonntag Gewöhnlich beginnt ein Urlaub mit der Anreise. Ist nun mal so. Auch dieser Urlaub war keine Ausnahme und so wurde die erste Hälfte des Tages im Auto verbracht. Losgefahren sind wir im Heimatdorf meiner Freundin nähe Frankfurt (Oder) um 9 Uhr morgens. Nach etwa 5 Stunden Fahrt mit einer kurzen Pause sind wir dann in Dranske auf Rügen angekommen. Weil wahrscheinlich eh kein Mensch Dranske jemals gehört hat hab ich das mal für euch auf einer Karte markiert.
Am Ferienhaus angekommen waren wir erst ein wenig verwundert, da zwei Autos in der Einfahrt standen. Aber keine Sorge, das waren nur die Putzfrauen, die dafür sorgten das alles in Ordnung für uns ist. Wir setzten uns also einfach draußen im Hintergarten ein wenig auf Bank und aßen erstmal eine Kleinigkeit. Eine der beiden Damen kam kurz heraus und teilte uns mit, dass sie leider heute ein wenig Stress haben, da die Chefin am Vortag ins Krankenhaus kam und sie heute leider alle Häuser zu zweit reinigen müssten. Kein Problem für uns, wir hatten es ja nicht eilig. Also ging es einfach noch ein Eisbecher essen und als wir wieder zurück kamen, waren sie auch schon weg.
Nachdem wir dann ausgepackt hatten wollte Lisa natürlich sofort in die Ostsee springen. Die war praktischerweise nicht mal 1 Minute vom Haus entfernt. Zu Fuß wohlgemerkt! Das Wetter war aber nicht gerade das was man „Bombenwetter“ nennen würde. Eher so ’n Durschnittswetter mit leichter Tendenz zum Herbstwetter. Der Wind war nämlich kein laues Lüftchen und die Sonne war auch kaum zu sehen. Ich sparte mir also diesen Badespaß auf und beobachtete vom Steinstrand aus, wie Lisa ein wenig in den Wellen planschte.
Nach dem Baden und als das Wetter ein wenig besser wurde, sind wir am „Strand“ entlang gegangen. Lisa wollte nach Fossilien suchen, wovon man an der Ostsee überraschend viele finden kann. In der Theorie zumindest… Denn irgendwie war nix von den coolen Sachen zu finden. Laut Lisas schlauem Buch kann man wohl unter anderem: Trilobiten, Graptolithen, Donnerkeile, Ammonitenabdrücke und Seeigel finden. So einen Seeigel war eigentlich auch das was Lisa unbedingt finden wollte. Soll man wohl auch „bei jedem Strandspaziergang finden können“. Tja, Pustekuchen.
Am Abend wollte ich natürlich noch losziehen um ein tolles Sonnenuntergangsbild zu machen. Wollte ich nicht nur, hab ich auch! Nur der Sonnenuntergang hätte etwas besser sein können.
Tag 2 –Montag Nachdem Tag 1 ja in Sachen Fossiliensammeln so „erfolgreich“ war, könnt ihr euch ja denken was geplant war. Richtig…weiter Steine anglotzen bis einer der Steine den Anschein erweckt er könnte mal gelebt haben. Aber diesmal nicht am Strand beim Ferienhaus sondern an der Steilküste bei Sassnitz. Wo zum Teufel das schon wieder ist? Wartet ich helfe euch.
Die gelbe Linie ist der Weg, den wir an der Küste entlang gelaufen sind. Dabei immer den Blick schön auf den Boden gerichtet. Ihr glaubt ja gar nicht wie anstrengend das auf Dauer ist. Das macht nach einiger Zeit ganz schön wirr im Kopf wenn man immer nur nach irgendwas in den Steinen dort sucht. Ist ja nicht so, dass dort paar Steine liegen die man im vorbeigehen kurz anschaut. Nein, nein. Das ist ein einziger Steinstrand. Und bei den Unmengen Steinen musst du möglichst viele im Blick haben, dabei immer „Stein oder nicht Stein, das ist hier die Frage“! Da wird einem schnell mal bisschen schwindelig im Kopf. Da die Wahrscheinlichkeit etwas nach all den anderen fleißigen Suchern zu finden höher ist wenn man auch am Rand sucht,muss man außerdem noch aufpassen, dass nicht doch mal eine Welle etwas stärker ist. Dann hat man nämlich ganz plötzlich mal nasse Füße. Nicht, dass mir das passiert wäre oder so…Ich wollte euch natürlich nur warnen, falls ihr auch mal in diese Situation kommt. Aber natürlich hab ich auch da meine Kamera mal ausgepackt.
Abends hab ich dann mangels Sonnenuntergang einfach auf paar schöne Wolkenzieher gesetzt. Dafür habe ich mir die Boote als Motiv genommen.
Tag 3 – Dienstag
Fahrradtour – Aber richtig!
Einmal durch den Ort fahren kann ja jeder. Übrigens: Dranske hat etwa 1100 Einwohner. Damit ihr eine grobe Vorstellung habt. Naja jedenfalls hatte ich vor dem Urlaub natürlich schon mal im Internet nach Motiven gesucht. Dabei stieß ich auch auf das Großsteingrab bei Nobbin. Ich hatte mir ein tolles Sternenfoto dort vorgestellt. Zuvor wollte ich mir aber mal einen Überblick verschaffen. Daher wollte ich dort schon mal am Tag hin. Also war das erste Ziel das Grab dort. Mit dem Fahrrad 12 km in einer knappen Stunde. Glücklicherweise kommt man fast ausschließlich auf Fahrradwegen dorthin. Am Grab war ordentlich was los. Minütlich kamen weitere Fahrradfahrer, machten kurz Rast und ein Foto mit den Steinen und fuhren weiter. Auch ich hab mich natürlich zu einem Foto hinreißen lassen. Am besten gefällt mir der Baum dort. Der hat eine tolle Form.
Aber das war nur ein Sicherheitsfoto sollte mein Plan nicht aufgehen. Weiter gings dann von dort noch ein kleines Stück ins Fischerdörfchen Vitt. Dort haben wir dann Mittag gegessen – Fisch natürlich. Kurzes Fazit: Sehr lecker! Aber keine Zeit verlieren, steht doch schließlich noch mehr auf dem Plan. Weiter ging es also zum Kap Arkona. Gerüchten zufolge soll man dort Leuchttürme finden. Hat jemand Leuchttürme gesagt? Wo? Da muss ich hin! Auf dem Weg dort hin gabs aber noch eine kurze Unterbrechung. Foto bedingt.
Angekommen war ich etwas überrascht. SO. VIELE. MENSCHEN. Mist… Müssen einem natürlich wieder das Motiv versauen. Dann muss ich eben kreativ werden. Kein Problem. Kurz überlegt wie ich die ganzen Schönwettertouristen loswerden kann. ZACK! Mit der richtigen Perspektive, dem richtigen Vordergrund und dem richtigen Zeitpunkt. Et voilà. Keiner zu sehen. Verzeiht mir das Eigenlob, aber ich glaube ich bin ein Genie.
Nach einem kurzen Spaziergang dort ging es dann aber auch schon weiter. Wohin diesmal? Na zurück Richtung Dranske. Aber ein Stop stand noch an. Baden gehen am Strand in Nonnevitz. Aber viel Zeit war nicht. Schließlich wollten wir ja noch vor der Dunkelheit zurück sein, denn die Fahrräder hatten auch kein Licht. Also jeder mal kurz ins Wasser zum abkühlen. Einer jeweils bei den Sachen geblieben. Ungern wollte ich mir mein Kamerazeugs stehlen lassen. Mit ungern meine ich „überhaupt nicht“.
Zurück nach Dranske. Tja da war nix spannendes. Also beenden wir hier die Tourstory. Das Ergebnis waren knapp 32 km. Nicht übel was? Hier gibs nochmal die Strecke! Das letzte Stück fehlt, weil da die GPS-Aufzeichnung mangels Akku beendet wurde.
ABER. Noch war der Tag nicht zuende. Ich hab natürlich mein Glück mit dem Sonnenuntergang noch versucht. Diesmal bin ich aber alleine losgezogen. Und weil mich die Sonne wieder im Stich ließ habe ich eben mich wenigstens mit ins Bild genommen.
Tag 4 – Mittwoch Ich hoffe ihr seid jetzt nicht enttäuscht. Aber ich hab hier echt nicht viel zu berichten. Wir waren baden. Danke fürs lesen. Wir sehen uns bei Tag 5. Stop stop stop stop! Der Sonnenuntergang. Ihr wisst doch. Das hab ich mir nicht nehmen lassen.
Außerdem war nun der Zeitpunkt gekommen. Es war Abends. Und es war klarer Himmel. Also die Fahrräder geschnappt und im stockdunklen eine Stunde zum Großsteingrab. Da mit Fahrradlampen nicht wirklich viel ging, musste mein Stirnlampe die ich für den Fall immer im Fotorucksack habe aushelfen. Die ist zum Glück super hell. Damit ging es dann los. Bisschen komisch war es aber schon im Finsteren nur mit der Lampe zu fahren. Aufblitzende Augen von Tieren. Unzählige Insekten die unserem Licht folgten. Geräusche von überall, die man kaum zuordnen konnte. Aber irgendwie war es auch cool. Seltsam. Dann war es auch noch super windig, was es mega anstrengend machte. Leider zogen dann doch noch paar Schleierwolken auf. Aber trotzdem war es die ganze Anstrengung wert. Am Grab wo man kaum was sah, legte Lisa sich deshalb einfach mit dem Rücken auf den Boden und beobachtete die wunderschönen Sterne. Ich machte in der Zeit meine Fotos. War schon echt toll. Keine Menschenseele außer uns beiden weit und breit. Nur wir, der Mond und die Sterne.
Tag 5 – Donnerstag Das Wetter war ziemlich schlecht. Daher dachten wir es wäre doch ne gute Idee das Ozeaneum in Stralsund zu besuchen. An sich eine gute Idee. Dieselbe Idee hatten nämlich gefühlt tausend andere auch. So war es dort unglaublich voll. So voll, dass die Schlange der Kasse bis aus dem Gebäude ragte. Aber scheinbar kam das öfter vor, denn draußen gab es extra einen Weg für die überlange Schlange. Eine Fotolizenz für 1€ war übrigens überraschend günstig. Die nutzte ich natürlich auch ordentlich aus. Überall wo es mir möglich war, einen der heiß begehrten Plätze an den Scheiben der Becken zu ergattern, machte ich ein Foto. Viele Möglichkeiten gab es verständlicherweise nicht aber die Tiere an sich sind schon toll. Viele Worte möchte ich nicht mehr verlieren. Es war überaus interessant, auch wenn es sehr hektisch und laut war. Ich war dann aber nach etwa 2 Stunden Kindergeschrei doch froh endlich wieder draußen zu sein.
Und hier ist Schluss. Den letzten Tag haben wir noch am Strand mit baden verbracht. Fotos hab ich aber keine mehr gemacht. Man muss auch mal abschalten 😉
Welches Foto gefällt euch von diesem Urlaub am besten?