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Kraniche – Sammelstation in Zingst

Ein sehr guter Freund, ihr kennt ihn auch (hatte den Beitrag über die Lofoten geschrieben), hat mir berichtet, dass sich im Oktober die Kraniche in Zingst sammeln, stärken und von dort nach Frankreich (Spanien und Nordafrika) aufbrechen.
Nun hatte ich gerade 3 Tage Urlaub und keine spannenden Unternehmungen geplant. Also kurzerhand paar Klamotten gepackt und auf ging es nach Zingst. So eine stattliche Anzahl von Kranichen wollte ich schon immer mal sehen. Ist es doch schon überaus sehenswert einen Schwarm Stare zu beobachten.
Dann muss das doch ein unglaubliches Glücksgefühl sein, diese wunderschönen, majestätischen und großen Vögel über einen drüber weg fliegend zu betrachten.

Google Maps meinte die Strecke ist in 5 Stunden und 48 Minuten zu bewältigen. Keine Hürde also.
Baustellen waren natürlich nicht eingeplant, sind aber in ausreichendem Maße vorhanden. Geplant hatten wir eine Übernachtung und am nächsten Tag wieder nach Hause zurück. Doch uns hatte es sooooo gut gefallen, dass wir noch eine Übernachtung dran gehängt haben.


Je näher wir unserem ursprünglichen Ziel kamen, desto unruhiger wurde ich. Schon von weitem konnte man Kraniche vorbeifliegen sehen. Paar wenige flogen auch fast über uns drüber und ich konnte mein allererstes Kranichbild machen. Man war das ein eindrucksvoller Moment.
Am frühen Nachmittag manövrierten wir unser Auto durch den Ort Hermannshof (Bertelshagen II bei Barth) und gleich beim Ortsausgangsschild konnten meine Augen die lang ersehnten Objekte erspähen? Ein abgemähtes Maisfeld mit vielen vielen Kranichen und immer noch flogen mehr dazu.
Unglaublich schön war das. Flugs die Kamera gezückt und schon konnte ich die Vögel des Glücks fotografieren.
Alle Köpfe der Vögel waren tief und auf der Suche nach Nahrung. Wir hatten gelesen, wenn sie die Köpfe in die Luft strecken und schauen, fühlen sie sich gestört. Dann ist man zu weit in ihre Intimsphäre gedrungen. Noch schlimmer ist es, wenn man sie unnötig verscheucht, denn durch den Flug verbrauchen sie unnötig Energie, welche sie für ihren Zug in den Süden brauchen.
Auch die Geräuschkulisse war unbeschreiblich und satt sehen konnte ich mich erst recht nicht an diesem Schauspiel.
Wenn sie zur Landung ansetzen, sieht das richtig lustig aus. Sie schweben so langsam zur Erde und ihre ausgebreiteten Flügel bilden den Fallschirm. Auch bei Adlern konnte ich das schon so beobachten.
Auch wenn mein 70-200 Objektiv mit Konverter Faktor 2,0 nicht mit den „großen“ Objektiven zur Wildlife Fotografie mithalten kann, habe ich keinen Grund zu meckern.
Freunde, es ist einfach unglaublich schön, diese Vögel zu fotografieren. Doch auch wenn dies nicht möglich wäre, ist es die Erfahrung dabei zu sein, die zählt. Zu spüren, zu sehen und zu fühlen. Dieser elegante Flug und die Landung, welche mich an Fallschirmspringer erinnert, ist so faszinierend.















Irgendwie konnte ich mich gar nicht losreißen. Doch ich wollte ja noch zum abendlichen Treffpunkt der Kraniche eilen um zu sehen, wenn sie alle einfliegen.
Deshalb sputeten wir uns und los ging die Fahrt.












Wir kamen rechtzeitig dort an und konnten, mit vielen anderen Leuten, einige Schwärme einfliegen sehen. Doch so richtiges Feeling kam nicht auf, weil wohl doch der Großteil der Kraniche nicht geflogen kamen. Außerdem war der Standort für mein Teleobjektiv und auch für viele Ferngläser nicht stark genug. Alle Blicke gingen sehnsüchtig gen Himmel in die Richtung aus der die Kraniche einfliegen sollten.
Nun, das Resultat könnt ihr hier sehen. Spektakulär ist was anderes.







Nachdem es anfing dunkel zu werden, konnten wir schweren Herzens der Wahrheit ins Auge sehen, dass die Kraniche nicht mehr auftauchen werden und es keinen Zweck mehr hatte, noch weiter zu warten.
Im Hotel „Seebrücke“ wurden wir schon erwartet und freundlich begrüßt. Das Abendessen war super lecker und müde von der Fahrt konnten wir dann recht schnell, in unserem hübschen Hotelzimmer (mit einer Dusche die den Namen auch verdient hat), in den Schlaf finden.

Früh morgens bin ich gleich an den Strand. Ein Muss im Urlaub, wenn man den Strand nicht mit vielen Touris teilen möchte. Wind der durchs Haar weht, Füße im Sand und Blick gen Horizont gerichtet.
Wahrhaftig, so fühlt man die Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns.
An diesem Morgen war es auch möglich, einen wunderschönen Sonnenaufgang zu erleben und auf Fotos zu verewigen.
Ein Fotomotiv ist auch die Seebrücke (incl. der Tauchglocke) die im morgendlichen Sonnenlicht wunderschön geglüht hat.
Übrigens liegt das Hotel „Seebrücke“ nur hinter einer Düne und einer Straße. Man ist als ruck zuck am Strand.







Nach dem sehr sehr leckeren und reichhaltigen Frühstück war die Sonne auf Tauchstation gegangen und hat einem leichten Nieselregen Platz gemacht.
Trotz allem hatten wir uns ein Rad ausgeliehen um zur Hohen Düne zu radeln. Bevor einer von euch fragt, kein E-Bike, sondern noch ein echtes Rad mit Muskelkraft zu betreiben.
Was natürlich den Nachteil hat, dass man nicht so zügig voran kommt, aber eben auch mehr von der schönen Landschaft wahr nimmt. Wir haben sowieso öfter das Rad an die Seite gestellt. Fotomotive gibt es in Hülle und Fülle.
So war es auch nicht verwunderlich, dass wir nicht rechtzeitig den Durchgangsweg passiert haben und ab 15:00 Uhr aufgrund der Kraniche dort nicht weiter durften. Der Zugang war gesperrt.
Also alles wieder zurück, ohne die Hohe Düne gesehen zu haben. Der Nieselregen hatte deutlich zugenommen und wir kamen ziemlich durchnässt im Hotel an.
Zum Abendessen ging es in die „Strandkate“. Mehr Zufall als gewollt. Kurz vor Küchenschluss wurden wir sehr freundlich empfangen und durften auch noch Essen bestellen. Die Ofenkartoffel hatte es uns angetan und war dann auch sehr lecker. Ein echtes Highlight die Gaststätte und sehr zu empfehlen. Alle Mitarbeiter waren ausgesprochen zuvorkommend und nett. Das eigentlich anvisierte Lokal, „Zur Alten Filmkiste“ hatte geschlossen.





Graureiher






Kormorane


Oh, Stare gibt es hier auch…




Wo kommen die denn jetzt her…Wildgänse

Der könnte glatt in eine Filmkulisse mit eingebaut werden.


Nächster Tag.
Vor dem Frühstück bin ich wieder an den Strand. Den schönen Sonnenaufgang musste ich mir dieses Mal allerdings denken. Wiederum ist es auch so schön, den Wellen zuzuschauen und seinen Blick in die Ferne schweifen zu lassen.
Als der Magen seinen Unmut kundgetan hatte, ging es zurück zum Hotel und nochmal das leckerste Frühstück genießen, das ich seit langem hatte.
Aufbruch war dann nach dem Frühstück.
Auf dem Heimweg wollten wir unbedingt noch nach Ahrenshoop und dort den Strand anschauen. Zum Glück, denn dort hatten wir noch ein Erlebnis der besonderen Art.
Zuerst ging es aber an den Strand. Von dort soll man spektakuläre Sonnenuntergänge beobachten können.
Der Strand ist bezaubernd mit der Steilküste und im Vordergrund die bewachsenen Dünen, das herbstlich gefärbte Laub der Sträucher und dort angespülte Baumstämmen. Oh ja, da kann man sehr viel Zeit verbringen.
Doch die eigentliche Überraschung kam ja erst noch.



So von oben herab


Alle meine Möwen, schwimmen auf der See… (Wer kennt das Kinderlied?)




Irgendwer stört immer im Bild







Und jetzt möchte ich diese paar unglaublichen Minuten mit euch teilen. Seid gespannt!!!
Als ich die Treppe hoch kam wurde ich mit Zeichensprache gewarnt, dass ich mich sehr langsam und unauffällig bewegen soll.
So richtig war ich gar nicht bei der Sache und konnte kaum glauben, als mir ein junger Fuchs entgegen gelaufen kam. Die Kamera hatte ich noch in der Hand. Lasst es mich mal so sagen… Perfektes Motiv aber das Objektiv nicht.
Gewagt, aber langsam ließ ich den Rucksack auf den Boden gleiten und wechselte das Objektiv.
Todesmutig (ich hätte ja auch gefährlich sein können) lief Herr Reineke trotzdem genau auf mich zu und dann an mir vorbei weiter den Weg entlang. Schaut ihn euch an! Was für ein hübscher Kerl. Ich schwöre, wenn ich ein Stückchen Fleisch gehabt hätte, er hätte es mir aus der Hand gefressen. Meine Aufregung könnt ihr deutlich an folgendem Foto entdecken, da es nicht perfekt scharf ist.


Handyfoto… Bestimmt wollte er sehen, ob ich was zu fressen für ihn habe.

Seht ihr wie dicht er an mir vorbei ist (auch ein Handyfoto)?


Dann war er erstmal verschwunden. Dermaßen aufgedreht konnte ich mich aber noch nicht entschließen zum Auto zurück zu gehen. Meine Geduld wurde belohnt und der süße Fuchs ließ sich nochmal in einem Grundstück in der Nähe blicken. Gar nicht satt sehen konnte ich mich an ihm. Bevor er dann endgültig verschwand, konnte ich noch einige Fotos machen.



Nun war ich restlos glücklich und beschwingt und wir konnten die weitere Heimreise antreten.


Zum Abschluss noch die Bilder vom Strand in Ahrenshoop.



Füße sind nass geworden










Fazit: Zwei wunderschöne Tage mit vielen außergewöhnlichen Momenten und Erlebnissen, die ich nie wieder vergessen werde und die mir so unendlich viel gegeben haben.
P.S. Unsagbar traurig ist es, was den Kranichen zur Zeit passiert. Er gilt als der Vogel des Glücks und jetzt braucht er es selbst. Sehr viel sogar. Tragisch, dass die glücklichen Trompetenrufe der Kraniche, jetzt wie eine Todesmelodie klingen. Die majestätischen Flüge der Kraniche so getrübt werden, von den deprimierenden Meldungen über das jämmerliche Ableben der Vögel.
Ein unsagbares Gefühl von Trauer beschleicht einen, dass man vor Kurzem noch diese bezaubernden Vögel fotografiert hat und jetzt verenden soooo unendlich viele von ihnen. Selbst wenn sie nicht bei uns sterben, sind sie nicht sicher. Denn die Vogelgrippe grassiert auch in Frankreich und Spanien. Viele tausend Kraniche werden wohl noch ihr Leben lassen müssen.



Survival Warnemünde-2. Teil

2. Tag

Nach einer regenerierenden und erholsamen Nacht bin ich dann doch ohne Muskelkater aufgewacht. Welch eine Überraschung. Die Strapazen von gestern waren somit vergessen. Auch Rico war fit und bei einem locker entspannten Frühstück (welches doch keine Wünsche offen lies) in der Loft-Halle, die man großzügigerweise auch als Restaurant, Spielplatz und Entspannungs-u. Begegnungsraum bezeichnen konnte, planten wir den heutigen Tag. Eine kurze Inspektion der ungewöhnlichen Räume, die für alle zugänglich waren, z.B. Vinylraum, Computerraum, Sauna, Kino, Fahrradgarage, Spieleraum und auch ein Fotoautomat brachten uns echt zum Staunen. Außerdem konnten man sich ein Longboard oder eine Gitarre nehmen und seinem entweder sportlichen oder doch musikalischem Talent frönen. 
Da wir uns dann doch lieber in die Natur einbringen wollten, ging die Fahrt zuerst mit dem Auto nach Ahrenshoop. Doch zuvor hat uns das Navi noch auf die Probe gestellt. Es hat nämlich plötzlich angesagt, sie fahren gleich auf die Fähre…. Was denn für eine Fähre? Wir wollten doch gar nicht auf die Fähre. Doch nach kurzer Überlegung und entsprechender Information, wollten wir wohl doch mit der Fähre übersetzen. So blieb uns ein weiter Umweg nach Ahrenshoop erspart. Eine Gebühr von 4,40 € fürs Auto und uns wurde fällig. 
Dann ging es doch glatt ohne Vorkommnisse bis Ahrenshoop.
Dort angekommen, ging es nach kleiner Unstimmigkeit mit dem Parkautomat, der dieses Mal partout kein Geld nehmen wollte (Papier war wohl alle), obwohl ich ja extra vorbereitet war und meine „protzigen“10-Euro-Scheine daheim gelassen hatte, auf direktem Weg zum Strand. 

Das Wetter hat uns auch an diesem Tag nicht im Stich gelassen und uns eine traumhafte Kulisse geboten. Somit blieben kaum Wünsche offen, denn wir konnten die Wellen fotografieren, die sich an den Bohlen und Steinen brachen, ein wunderschönes Haus mit Reetdach, einen Regenbogen und auch Kitesurfer in Action.

Regenbogen vor Haus mit Reetdach
Regenbogen vor Haus mit Reetdach

Um nicht so viel Fotografiezeit zu verlieren, gönnten wir uns nur einen kleinen Zwischensnack. Schon wieder Fisch. Dieses Mal in Form von einem Fischbrötchen. Aber auch zu einer kleinen Hauptmahlzeit sollte man sich doch ein Dessert gönnen, oder? Deshalb folgte noch ein großer Eisbecher. Schließlich sollten die eigenen Fettreserven nicht so plötzlich angegriffen werden. 
Auf der Wunschliste von Ricos Motiven an der Ostsee war noch eine Option offen. Nämlich der Weststrand der Ostseehalbinsel Darß. Dieser soll wohl zu den 20 schönsten Stränden der Welt gehören, mit seiner wildromantischen 13 km Länge.

Strand in Ahrenshoop
Strand in Ahrenshoop – HDR

Also ab zum Auto. Schließlich stand wieder ein bombastischer Sonnenuntergang bevor. Das Navi versprach die Fahrt in 60 min zu schaffen. Dabei hat es wohl vergessen zu erwähnen, dass man gar nicht mit dem Auto bis dahin fahren darf.
Im Ostseebad Prerow mussten wir das Auto zurück lassen. 
Somit durften wir mit unserem Fotogepäck zu Fuß weiter. 4 km zu Fuß. Zu schaffen in ca. 1 Stunde. Oh, das könnte knapp werden…
Schneller Schritt war angesagt. Ein letztes Wanderschild wies die Richtung und die noch folgenden km die uns vom besagten hinreißendem Strand trennten. Der Blick auf die Uhr lies uns schlimmes erahnen. Das war wohl mit einer Nicht-Sportskanone wie mir nicht mehr im Rahmen des Möglichen.
Nun tat ich das Einzige was noch helfen konnte um rechtzeitig den Strand zu erreichen. Ich lies Rico allein weiter gehen bzw. rennen und ging zu der Aussichtsplattform in 800 m Entfernung. Von dort wollte ich mir dann den Sonnenuntergang ansehen. Diese Entscheidung sollte ich dann aber noch bitter bereuen. Wenigstens kam sie von mir und ich konnte Rico keinen Vorwurf machen, mich im Stich gelassen zu haben und mich auf unauffällige Weise los werden zu wollen. So habe ich mich nämlich später dann gefühlt. Allein. Einsam. Verlassen. Wie Hänsel und Gretel. Nur eben ohne Hänsel. Verstoßen und ausgesetzt im Wald. Zwischen reißenden Tieren in der Wildnis verloren und vergessen. 
Davor aber konnte ich auf der Aussichtsplattform doch noch Fotos machen. Nicht vom spektakulären Sonnenuntergang, denn der war von dort gar nicht gut zu sehen, sondern von was anderem. Mir kam es nämlich dann doch merkwürdig vor, das von den Personen die außer mir dort waren, keiner Richtung Sonnenuntergang schaute. Seltsam. Wieso schauten die alle in eine andere Richtung? Was gab es denn da zu sehen? Irgendwie konnte ich mir erst keinen Reim drauf machen. Doch dann konnte ich was braunes entdecken. Dann schnell das Teleobjektiv mit Konverter auf die Kamera geschnallt und endlich konnte auch ich sehen,  was die Anderen schon lange im Blick hatten. Nämlich Wildrehe mit einem Hirsch und auch Hasen, die gegenüber, aber eben doch noch in einiger Entfernung, ihren abendlichen Hunger stillten. 
Wow, was für ein Glück. Damit hatte ich ja nun gar nicht gerechnet. Tiere in freier Natur.

Hirsch mit Rehen

Die Dämmerung brach herein und mit ihr kam die unvermeidliche Dunkelheit. Der Personenkreis schrumpfte gewaltig. Plötzlich war ich allein mit einem Mann, der aber dann auch auf sein Fahrrad stieg und mich völlig alleine zurück lies. 
Rico musste doch auch langsam auf dem Rückweg sein… Wo blieb er denn? Es war doch schon stockfinster. Da konnte er doch gar keinen Sonnenuntergang mehr fotografieren… Schließlich wollten wir uns an der Gabelung im Wald wieder treffen. Doch ein Anruf von mir brachte nichts. Keine Antwort. Auch auf meine Nachrichten reagierte er nicht. Was ist denn mit der Jugend los? Fummeln die nicht ständig an ihrem Handy rum? War etwa was passiert? Schlimm, was für Gedanken einem da durch die Birne schießen. Dann noch die entsetzliche Dunkelheit mit den Geräuschen der Wildtiere. Beängstigend. Der Abend davor war da eher noch harmlos gewesen.  Nun stand ich nämlich, vereinsamt, mitten im Wald und wartete auf Rico. Das war endgültig Abenteuer genug für mich. 
Endlich kam doch der ersehnte Anruf von Rico. Auch zwei Radfahrer kamen aus der Dunkelheit an mir vorbei und nach unzähligen Minuten kam auch Rico aus den Tiefen der Nacht. Meine Erleichterung konnte ich dann kaum zügeln und fiel Rico um den Hals. 
Doch wir mussten ja noch einen beachtlichen Fußweg zum Auto zurück. Von dort aus fuhren wir schnurstracks zur Fähre, da wir nicht genau wussten, wann die letzte übersetzen würde. 
Auf ein leckeres Abendessen mussten wir dann verzichten, weil überall schon Küchenschluss war. Uns blieb dann noch eine Sandwich von der Tanke. Na gut, verhungern würden wir also auch nicht. 
Dieses Mal wollte Rico unbedingt mit dem Fahrstuhl fahren, da er sich doch ziemlich anstrengt hatte, um den Weststrand rechtzeitig zu erreichen. Hier könnt ihr selbst beurteilen, ob sich der ganze Aufwand gelohnt hat.

Weststrand

Weststrand

 

Somit fielen wir auch an diesem Abend total erledigt ins Bett. 

Geplant hatte ich dann noch vom Sonnenaufgang eine tolle Aufnahme zu machen. Rechtzeitig wach wurde ich auch und konnte und wollte aber nicht noch zum Strand laufen. Also blieb die Kurzversion. Einfach die Tür auf und die Sonne beim Überschreiten des Horizontes beobachten und die ersehnten Fotos knipsen. Wunderschön, mit den Kränen im Vordergrund. Schließlich musste es ja einen Vorteil haben, wenn man auf dem Oberdeck seine Kabine hat. 😉
Dann war die Sonne wohl so erschöpft, für uns die ganze Zeit geschienen zu haben, dass sie sich hinter dichten Wolken versteckte und wir nach dem Frühstück auch gleich Richtung Heimat aufbrachen.
Auch da gab es massig Baustellen, welche wir mehr oder weniger schnell durchqueren konnten. Außerdem war ein orkanartiger Wind unterwegs, welcher unser Auto doch gehörig hin und her schwanken lies.  

Fazit: Leider wollte Rico die Kletterhalle nicht nutzen. Schade, hatte mich schon auf spektakuläre Kletterfotos gefreut. Ein Kurzurlaub der einfach grandios war. Warnemünde ich komme bestimmt mal wieder.