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Pfingsten in der Falknerei Herrmann

Aus zwei mach eins. Dies sind Fotos aus zwei verschiedenen Besuchen in der Falknerei.

Ja, es war endlich wieder so weit. 
Wir waren in der Falknerei Herrmann. Natürlich haben wir uns in der größten Hitze mit einem extremen Besucheransturm gemeinsam ins Vergnügen gestürzt. 
Noch immer ist nicht geklärt, ob es dort weiter gehen oder wo die Falknerei hin umziehen kann. Echt blamabel für eine so große Stadt wie Plauen, nichts für die kulturellen Bedürfnisse seiner Besucher tun zu können und die Falknerei Herrmann in Plauen zu erhalten. Sooo viele Bürger sind dort zu Gast, mit und ohne Kinder, mit Großeltern oder ohne, alleine oder gemeinsam. Für alle ist es ein Erlebnis der besonderen Art.
Erhält man doch ein enormes Wissen über die Greifvögel. Man erfährt wie wichtig es ist, dass es Falknereien gibt und wie Herr Herrmann und seine Mitarbeiter dafür sorgen, dass sich der Bestand an Greifvögeln erholt.
Auch klärt Herr Herrmann uns über so manche Wissenslücke auf und lässt uns teilhaben an den wundervollen Flugmanövern der verschiedenen Greifvögel. 

Und plötzlich kamen beide Weißkopfseeadler gleichzeitig aus der Luft und sicherten sich ihre Landeplätze. 

Nach nur kurzer Abstinenz waren wir schon wieder in der Falknerei vor Ort. 
Kein Wunder, so gerne wie ich die Flüge der Vögel fotografiere. Eine große Herausforderung für mich, den Falken im Flug zu erwischen, wenn er das Federspiel verfolgt.

Kennt ihr schon unsere anderen Beiträge zur Falknerei Herrmann?

https://www.falknerei-herrmann.de/

Greifvögel in der Falknerei Herrmann

Falls jetzt doch dem einen oder anderen irgenwie so ist, als hätte er auf dieser Website schon Mal einen Beitrag von der Falknerei gelesen, dann hat er ein gutes Gedächtnis. 
Stimmt nämlich genau!
Doch die Greifvögel haben es mir echt angetan. Noch dazu, wo jetzt eine neue Attraktion ihr Zuhause in der Falknerei gefunden hat. So hat Schneegeier Gabi das große Los gezogen und gehört jetzt zu den 46 Vögeln dazu, die in der Falknerei Herrmann den Zuschauern ihre Bedeutung, ihre Lebensweise und ihre besondere Fähigkeit nahe bringen können.  
So ist Schneegeier Gabi laut Herrn Herrmann eine „echt coole Socke“. Was ich nur bestätigen kann. 
Voller Speed kommt sie auf die Zuschauer zu geflogen und stoppt trotzdem noch rechtzeitig ab, bevor sie mit den Zuschauern kollidiert. Eine Frau war da wohl nicht ganz so sicher und hat vor Schreck ihr Handy fallen lassen. Mit einer Flügelspannweite von ungefähr 3 m ist sie auch eine imposante Erscheinung (zeigt sie unten in der Bildergalerie auch ganz eindeutig). Doch als Schneegeier ernährt sie sich nur von Aas. 
Findet Gabi eine offene Handtasche, sind es wohl nicht die Wertsachen die man vor ihr in Sicherheit bringen muss, sondern Taschentücherpackungen. Auf diese hat sie wohl ein Auge geworfen. So ein Schneegeier weiß eben auch worauf es im Leben ankommt. Schließlich nützt einem eine Tasche voll Geld nichts, wenn einem die Nase läuft. 😉

Außerdem bereichern die Vorführung noch zwei neue junge Falken. Falken sind Bisstöter.
Wollt ihr mehr dazu wissen, dann besucht einfach die Falknerei Herrmann. Dieses Jahr aber nur noch bis 05.11.2017. Dann starten sie in die wohlverdiente Winterpause. Für mich beginnt dann aber eine lange Durststrecke, bis es im Frühjahr endlich wieder losgeht. 
Falken leben wohl in der Partnerschaft monogam. Deshalb wurden wir als Zuschauer darauf hingewiesen, wenn Vögel gefunden werden, die Hilfe brauchen, immer mit anzugeben, wo sie gefunden wurden. Hans-Peter Herrmann möchte sie gerne nach erfolgreicher Behandlung wieder dort in die Freiheit entlassen, wo sie gefunden wurden.
So würde sich der entsprechende Falke sehr freuen, seinen fehlenden Part wieder zu bekommen. Genauso wie es eben bei uns Menschen auch ist, oder?

Turmfalke

Manitou, der Weißkopfseeadler, ist übrigends der erste Adler, der mit einer 365 Grad-Kamera geflogen ist. Seine höchste Flughöhe war wohl über 5000 m. Wahnsinn. 
Bei dieser Show hatten die zwei Adler (welche in der Luft ihre Flugmanöver zeigten) ein Problem mit einem Kolkraben. Dieser war echt hartnäckig und hat die beiden ständig attackiert. Er war wohl der Meinung die beiden würden ihm sein Revier streitig machen.

Barney, ist eine super hübsche Schleiereule. Eben ein echter Zuschauerliebling.
Die Beute orten sie optisch und akustisch. Dabei wird durch den Gesichtsschleier die Schallaufnahme noch verstärkt. 
Die Schleiereule fliegt fast lautlos, denn sie verwirbelt die Luft. Und so sieht es oft aus als ob sie schwebt. 
Den wunderschönen Märchenhimmel haben wir hier eingefügt. Leider war der tatsächliche Hintergrund nicht so berauschend schön. Das Originalfoto zeigen wir euch natürlich auch. 

Schleiereule Barney
Origianalfoto

Den Schluss der Show krönten die Milane mit ihren Flugmanövern. Diese bekommen ihre Nahrung in die Luft geworfen und fangen diese im Flug. Davon ist es mir aber leider nicht gelungen ein Foto zu machen. Milane sind unbeschreiblich begnadete Flieger.
Rotmilane orientieren sich nach unten. Deshalb sind Windkrafträder für sie eine sehr große Gefahr, da sie die Windräder zu spät wahrnehmen und regelrecht zerfetzt werden. Außerdem haben sie einen sehr großen Raumbedarf und fliegen weite Strecken. Wollen wir weiterhin diese wunderschönen Vögel in der Natur fliegen sehen, müssen wir mehr für unsere Natur tun und dürfen ihnen nicht immer mehr Lebensraum entziehen. 

Milan

 

Schleiereule Barney

Fazit: Der Leitspruch von Falkner Herrmann: „Einen Vogel an sich zu binden, heißt ihm immer wieder die Freiheit zu geben“ .
Dieser Leitspruch entspricht doch wahrem Herzblut und die Liebe zu seinem Beruf und den Tieren. Dieser Beruf war wohl schon immer sein Kindheitstraum gewesen. Zum Glück für uns alle konnte er ihn sich erfüllen und uns somit die Gelegenheit geben, einen kleinen Einblick in das Greifvogelleben nahe zu bringen. 
Aber was schwärme ich euch hier vor. Besucht doch am besten die Falknerei selbst!
Ich freu mich schon auf nächstes Jahr. Dann nämlich bin ich wieder Stammgast dort.

Weitere Information zur Falknerei Hermann -> http://www.falknerei-herrmann.de/

Unsere bisherigen Beiträge zur Falknerei:
Falknerei 1
Falknerei 2

Vor welchem Blick muss man sich wohl mehr in Acht nehmen??? 😉

Ganz nah am Himmel-Falknerei Herrmann Juli 2017

Schon einmal hatten wir einen Beitrag über die Falknerei Herrmann in Plauen gepostet. Doch da ich dermaßen von der Liebe zum Tier und dem leidenschaftlichen Vortrag in der Show hingerissen bin und es mich derartig reizt die Vögel im Flug zu fotografieren, ist es mehr als notwendig noch einen Artikel zu erstellen. 

Inzwischen war ich schon öfter als Zuschauer in der Falknerei. Zählen kann ich meine Teilnahmen schon gar nicht mehr. 😉 Na vielleicht doch, aber bestimmt ist es niemanden sonst aufgefallen. Ich verrate jedenfalls nicht wie oft ich dort schon war. 
Meine Begeisterung hat in keinster Weise abgenommen. Im Gegenteil. Für mich hat die Faszination den Vögeln zuzuschauen, wie sie sich in die Lüfte erheben, von der Thermik getragen werden und dann doch in dem Bruchteil von Sekunden steil nach unten zu dem Vogelflüsterer Herrn Herrmann zu stoßen, tatsächlich noch zugenommen.

Dabei zu sein wie lautlos ein Uhu fliegt.
Oder wie es einen fast so vorkommt als ob Barney, eine Schleiereule, schwebt. Sogar Nachwuchs von Schleiereulen gibt es in der Falknerei. Bei den Jungtieren kann man schon fast sagen, aus  „hässlichen“ Eulenjungen werden wunderhübsche Eulen mit herzförmigem Gesicht. 

Faszinierend kann man das Schwingen mit dem Federspiel verfolgen womit der Falke trainiert wird. Das Federspiel stellt die Beute dar und wird vom Falken in atemberaubender Geschwindigkeit verfolgt und kurz bevor er sie erwischt zieht der Falkner sie weg. 
Wobei auch die Reaktionsfähigkeit, Schnelligkeit und Ausdauer des Falkners dabei auf die Probe gestellt wird. Ziemlich sicher kommt auch die Kondition nicht zu kurz. Das Muskelspiel des Falkners dabei zu beobachten, hat durchaus auch seinen Reiz.

Vorstellung mit dem Federspiel
Vorstellung mit dem Federspiel

Zu sehen wie lustig die Eisvögel sind und wie sie auch völlig angstfrei bei allen Zuschauern auf dem Arm sitzen, bringt nicht nur die kleinen Zuschauer zum schwärmen sondern auch die Großen. 
Wie der Truthahngeier als begeisteter Schuhliebhaber unterwegs ist und schonmal die Schnürsenkel von Falkner Herrmann öffnet. Oder wie er ganz offen seine Frisur mit der des Truthahngeiers vergleicht. 

Eisvögel
Zwei Eisvögel/Kookaburra/Lachender Hans

Man bekommt einen Einblick wie imposant ein europäischer Seeadler ist. Er hat eine gewaltige Flügelspannweite von bis zu 2,60 m und ist das deutsche Wappentier. Außerdem ist er der größte Greifvogel. Mit staunen verfolgt man seine Flüge. Irgendwie kann man es gar nicht fassen, dass so ein wunderschöner riesiger Adler, der beim Flug die Freiheit spürt, freiwillig wieder auf die Faust des Falkners kommt, sobald er diese gen Himmel streckt. 

Fazit: Ganz nah am Himmel…
Man bekommt Wissen vermittelt, von welchem man gar nicht wusste, dass man es nicht hat. Dabei gibt es doch so viel erstaunliche Sachen, die man von Falkner Herrmann in seinem mitreißenden, von der Hingabe der Vögel geprägtem, Vortrag erfährt.