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Ouzo

Hier stelle ich euch Ouzo vor. Nein, es geht hier nicht um eine griechische Anisspirituose.
In diesem Fall ist Ouzo eine griechische Landschildkröte, welche 12 Jahre alt ist. Sollte man sich so eine zulegen wollen, sollte man bedenken, dass sie vererbt werden muss, da ihr Alter locker 100 Jahre erreichen kann. Natürlich nur, wenn die Besitzer keine Haltungsfehler machen. Sie sterben nämlich nicht gleich, sondern über Jahre hinweg. 
Deshalb ist auch ein jährliche Kotprobe unerlässlich. Messen und wiegen gehört ebenso dazu. 
Was so einer Schildkröte schmeckt, ist fette Henne, Spitzwegerich, Breitwegerich, Löwenzahn, Brennessel, Klee (Wildkräuter). Da Schildkröten nun nicht “Aua” oder ähnliches sagen, um uns mitzuteilen, dass es ihnen nicht gut geht, sollte man sie genau beobachten. 
Ein jährlicher Gesundheitscheck, beim schildkrötenerfahrenen Tierarzt, ist wohl sinnvoll.
Völlig praktisch ist, dass man sich im Winter überhaupt nicht um sein Haustier kümmern muss. Es müssen halt die optimalen Überwinterungsmöglichkeiten vorhanden sein. Dabei sollte die Umgebungstemperatur in der Winterstarre kontinuierlich bei 4-6 °C liegen. Die Winterruhe ist sehr wichtig. Sie dauert von ca. November bis März/April (3-5 Monate). Gesunde Tiere überstehen diese unbeschadet. 

Nun also zu Ouzo. Mit meinem Teleobjektiv 70-200 mm und einer Offenblende von 2,8 sollte es mir doch gelingen, Fotos von ihm einzufangen. 
Doch ganz so einfach war es gar nicht. Ouzo ist doch ziemlich schnell und so ist er doch von dem gemähten Wiesenstück immer recht schnell wieder in der hohen Wiese verschwunden, die ihn dann mit ihren Grashalmen verdeckt hat.
Außerdem musste ja auch der Mindestabstand zum Motiv im Auge behalten werden, da die Fotos sonst nicht scharf werden. 
Auch ist mir aufgefallen, dass wenn ich auf die Augen fokussiert habe, wie sonst ja meist üblich, ich eben das Maul der Schildkröte nicht scharf bekommen habe. 

Fazit: Leider zum kuscheln nicht so ganz geeignet. Aber doch sehr interessant die Schildkröte zu beobachten. 

Rakotzbrücke

Zu einer der schönsten Brücken in Deutschland zählt die Rakotzbrücke. Der Name könnte ein wenig fehl leiten…
Sie ist eine wunderhübsche Brücke, welche den 35 m breiten Rakotzsee überspannt. 
Gebaut wurde die Brücke um 1860 von Friedrich Hermann Rötschke. Die Basalt-u. Feldsteine, welche dazu verwendet wurden, stammen aus der Sächsischen Schweiz und Böhmen und wurden von dort extra mit Ochsenkarren hergeholt. Fast 10 Jahre dauerte die Bauzeit. Solch unglaubliche Bauleistungen kann man sich doch in der heutigen Zeit gar nicht mehr vorstellen. Na vielleicht der ein oder andere Kleingärtner, dem dann doch die Zeit fehlt und seine Gartengestaltung eben diese Zeit in Anspruch nimmt. Es gibt auch noch die Bauprojekte die nie enden werden. Na? Fällt euch da vielleicht was ein? (Kleiner Tipp…es fängt mit “B” an und endet auf “erliner Flughafen”)
Nun aber zurück zu der Rakotzbrücke. Sie ist ja zum Glück fertig geworden. 
Durch die Spiegelung im See erscheint die Brücke in einem traumhaften makellosen Kreis. Somit ist die Brücke ein echt beliebtes Fotomotiv.
Eben auch für uns. 
So sind wir trotz Regen-und Gewittervorhersage zu eben dieser Brücke aufgebrochen. 
Ein Sonnenuntergangsbild konnten wir uns also schon im Vorfeld aus den Kopf schlagen. Aber Rico meinte, vielleicht bekommen wir einen Blitz im Hintergrund mit aufs Foto. Hätte also ein wirklich einzigartiges Foto werden können. 
Der Wetterbericht stimmte dieses Mal zu 100% und als wir ankamen hatten wir ungefähr 1 Stunde bevor der Regen auch da war. Die erste halbe Stunde davon waren wir damit beschäftigt Kleingeld für den Parkautomaten zu beschaffen, welcher sinnvollerweise keine Geldscheine nahm und auch kein Wechselgeld rausrücken würde. Echt genial. Natürlich ist auch dort weit und breit nichts in Sicht wo man seine protzigen 10 Euro-Scheine hätte wechseln können. Was also tun, wenn man nicht genügend Kleingeld dabei hat??? Genau. Andere Leute fragen, die auch dort parkten. Leider waren alle nur mit dem Geld bestückt, welches sie selbst für den Parkautomaten brauchten. Somit waren wir keinen Schritt weiter. Für die Zukunft haben wir beschlossen, im Fotorucksack Kleingeld zu deponieren, um auf solche Widrigkeiten vorbereitet zu sein(ist inzwischen erfolgreich erledigt). 
Zwei Euro konnten wir geradeso noch zusammenkratzen. Was für die gesamte Parkzeit die wir lösen wollten, jedoch nicht ausgereicht hätte. Doch nun blieb uns nichts anderes übrig, als erstmal diese zwei Euro zu bezahlen. Später wollten wir zurück kommen und hoffen, inzwischen Personen zu treffen, welche uns Geld wechseln könnten.
Ein Wegweiser zur Rakotzbrücke war auch schnell gefunden. Diesem folgten wir. Doch irgendwo hatten wir wohl einen Wegweiser übersehen und so kamen wir in einen Wald. Wie Hänsel und Gretel versuchten wir nun den rechten Weg zu finden. Da diese Richtung falsch war, sind wir logischerweise umgekehrt. Und schließlich haben auch wir die Rakotzbrücke gefunden. Wären wir anders gelaufen, wären wir ruck zuck bei der Brücke gewesen, auch ohne Wegweiser.
Als kleiner Tipp. Für alle die auch dorthin fahren und die Brücke bestaunen wollen…
Parkt am Ende des Parkplatzes (nicht bei der Parkuhr). Muss man halt zum bezahlen etwas weiter laufen, aber zur Brücke braucht ihr dann nur noch über die Straße laufen, folgt dort dem Wanderweg und schon seid ihr am Ziel angelangt. 

Die Brücke darf man nicht betreten. Aber man kann den See umrunden und die Brücke von allen Seiten bestaunen und fotografieren. Was wir auch getan haben. Die erste halbe Stunde noch ohne Regen und dann mit Regen. So war ich glatt als Schirmhalter abgestellt worden und konnte meine fotografischen Fähigkeiten leider nicht unter Beweis stellen. Der Einfall mit den Blitzfotos war zwar echt nicht schlecht, aber eben doch nicht jederzeit umsetzbar. Als es schließlich Bindfäden geregnet hat, haben wir erstmal abgebrochen. Wir sind zum Auto zurück. Mussten ja sowieso nochmal die Bezahlung der Parkgebühr in Angriff nehmen. Inzwischen war aber der Parkplatz wie leer gefegt und somit haben wir beschlossen, den Parkautomaten, der noch sehnsüchtig auf unser Restgeld gewartet hat, einfach zu ignorieren. 
Dann sind wir wieder zur Brücke. Geblitzt hat es jetzt schon ab und zu. Doch war der Himmel sehr hellgrau und die Blitze kaum zu sehen. Trotzdem hat Rico alles aufgebaut um das Jahrhundertfoto einzufangen. 
Dieser Fang ist ihm dann leider nicht geglückt. Vielleicht versuchen wir es doch einfach wieder mit einem Sonnenauf- oder untergangfoto. Ziemlich nass war es dann auch. Der Regenschirm konnte die Kamera, Rico und mich gleichzeitig, eben doch nicht gebührend schützen. 

Fazit: Eine tolle Brücke und eine Umgebung, die vor allem in der Rhododendronblütezeit, einen Besuch wert ist. 

Auf ins Triebtal!

Heute wollten wir mal die nähere Umgebung von Plauen erkunden. 

So viel die Wahl aufs Triebtal. Genauer gesagt von der Talsperre Pöhl übers Triebtal zur Elstertalbrücke und wieder zurück zum Auto.

07:30 Uhr ging es los. 
Mit dem Auto kann man entweder bis zur Talsperre Pöhl Parkplatz Gunzenberg oder noch über die Brücke der Talsperre fahren. Dort befindet sich dann auch nochmal ein Parkplatz.
Parkgebühren fallen leider auch an. Aber wo bekommt man schon noch was umsonst. 
Für 4 Euro kann man dann den ganzen Tag stehen bleiben, wenn man so lange unterwegs sein sollte. 😉

Bei der Staumauer (ca. in der Mitte) geht man dann einen gut ausgeschilderter Wanderweg entlang.

Dieses Mal waren wir auch auf Durststrecken unterwegs vorbereitet. Hoffe ihr versteht den kleinen Wink. 
Ein kleiner Abstecher zum Julius Mosen Turm wurde gleich spontan mit in unsere Tour eingebaut. Auf dem Weg dahin war auch gleich eine kleine Rast nötig. So konnten wir unser Frühstück in wunderschöner Natur und mit viel Vogelgezwitscher einnehmen. Sehr gut auch für Romantiker geeignet. 
Der Turm bekam den Namen von dem durchaus bekannten vogtländischen Dichter Julius Mosen. Dieser verstand es vortrefflich in seinen Gedichten und Erzählungen die Liebe zu seiner Heimat zu veranschaulichen. 
Die 74 Stufen den Turm nach oben (14 m) lohnen sich auf jeden Fall. Man hat dort einen wirklich tollen Ausblick über die Talsperre und zur Elstertalbrücke.

Hat man sich an dem wunderschönen Ausblick genügend erfreut, geht es den Weg wieder hinunter. Bis hinunter ins Tosbecken der Staumauer. An der Trieb entlang wandert man in einer wunderschönen Gegend. Besonders empfehlenswert wenn man unter den Bäumen der Hitze des Sommers entfliehen möchte. Einige kleine Enten schwammen neben dem Weg gemütlich auf der Trieb. 

Rico war dann wieder voll in seinem Element als er die großen mit Moos bewachsenen Steine im Wasser sah. Sofort wurde alles aufgebaut um Langzeitbelichtungen zu machen. 
Für mich blieb dann die verantwortungsvolle und ausnahmslos reizvolle Aufgabe, Rico bei seinen Klettermanövern und beileibe sehr wagemutigen Einsätzen im doch recht eisigen Fluss fotografisch festzuhalten. Um den wirklich perfekten Winkel fürs Foto zu finden, wagte Rico sich nämlich bis fast zu den Knien ins, Zitat: “saukalte“, Wasser. 
Weiter oben beobachteten wir eine Mutter mit ihren zwei Kindern, die dort ihre Beschäftigung mit den vielen kleinen Kieselsteinen fanden. Ihre süße Tochter kam schon auf den Geschmack wie es ist wenn man fotografisch ins rechte Licht gerückt wird.
Natürlich habe ich auch noch etwas entdeckt. Einen Baumstuhl. Echt toll. So konnte ich mich gemütlich darauf niederlassen und eine gemütliche Verschnaufpause einlegen. Nötig hatte ich die eigentlich nicht. Der Wanderweg ging ja bis jetzt ziemlich entspannt bergab.
 

Langzeitbelichtung im Triebtal
Langzeitbelichtung im Triebtal

Weiter ging die Wanderung dann bis zur Elstertalbrücke. 
Kleine Orientierungsschwierigkeiten ließen uns kurz innehalten. 
Danach ging unsere Wanderung zum Loreleyfelsen. Warum der so heißt hat sich mir nicht so recht erschlossen. Auch wenn man von dort einen sehr schönen Blick ins Triebtal hat. Zum Glück ging unsere Tour jetzt wieder bergab. So waren die vielen Treppenstufen kein Problem. Wieder unten im Triebtal angekommen gingen wir einen Abkürzungsweg weiter Richtung Talsperre Pöhl. Dieser ging steil bergauf aber größtenteils eine nicht zu große Hürde. 
Dann kommt man wieder an der Staumauer der Talsperre Pöhl an. 
Sollte man nach der Wanderung noch nicht ausgepowert sein, kann man sich noch im durchaus sehr schönen Kletterwald an der Pöhl austoben. 
Oder man füllt die verbrauchten Kalorien gleich wieder auf und genießt bei einer gemütlichen Rast die Köstlichkeiten der dortigen Lokalitäten. 

Natürlich kann man auch alle fünfe gerade sein lassen und sucht sich ein gemütliches Plätzchen direkt am Wasser der Talsperre Pöhl.  

Fazit: Obwohl wir auf unserer Wanderung doch einige Leute trafen, war es sehr ruhig und entspannend auf der Tour.