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Gastbeitrag: Reisebericht Stockholm

Hej allihopa,
mein Name ist Florian, ich bin ein Studienkumpel von Rico und es ist mir eine Freude einen Gastbeitrag für meine Lieblings-Fotoseite einhundertstel schreiben zu dürfen. Ich fotografiere nämlich auch sehr gern, aber meistens nur wenn ich im Urlaub unterwegs bin. Dies war nun mal wieder der Fall und da habe ich gleich mal einen Haufen Bilder mitgebracht. Der Bericht ist ein wenig lang geworden, für die reine Fotosammlung kann man bis ganz nach unten scrollen.

Im Juni vor einigen Wochen war ich für ein paar Tage in Stockholm, der wunderschönen Hauptstadt Schwedens. Warum gerade dorthin? Wer mich kennt, weiß vielleicht dass ich ein Madeira-Fan bin und auf der portugiesischen Insel schon einige Male zu Besuch war. Hier und da tauchte also Verwunderung auf als ich sagte ich will nach Stockholm.

Grund für meine Reise – die nebenbei bemerkt auch meine erste Reise allein ohne Familie oder Freunde war – ist ein neuer Schwedenhype gewesen der mich seit über einem Jahr im Griff hat. Eigentlich begann es nur als Experiment. Im April 2018 fand ich das Sprachportal Duolingo im Netz und da mich Sprachen schon immer fasziniert haben, wollte ich mal probieren was die Seite zum Lernen taugt. Bereits mit rund 13-14 Jahren versuchte ich mir selbst portugiesisch beizubringen. Dies hatte zuerst guten Erfolg und Grammatik saß relativ schnell. Es scheiterte aber an regelmäßiger Anwendung und Konfrontation mit neuen Vokabeln. Konnte Duolingo dieses Problem lösen? Portugiesisch gab es dort nur in der Brasilianischen Fassung, also sollte es eine skandinavische Sprache sein, hatte ich mir überlegt. Da ich bereits eine Handvoll schwedischer Bands zu meinen Favoriten zählte und auch am ehesten Leute aus Schweden aus dem Netz kannte, entschied ich mich also für Schwedisch.

Stockholm

Was soll ich sagen, jetzt wo ich diese Zeile schreibe, habe ich einen Streak von 458 Tagen an denen ich Schwedisch auf Duolingo geübt habe. Jeden Tag geübt und mittlerweile alle Lektionen vollständig abgeschlossen und nur noch im Übungsmodus. Ich lese Nachrichten, höre Radio, und schaue Filme und Serien, alles auf Schwedisch. Selber verbal zu Sprechen ist zwar noch ein wenig holprig, aber ich will behaupten dass mein Experiment erfolgreich war. Es macht mir sehr viel Spaß und ich hätte anfangs nie erwartet solange dabei zu bleiben.

Natürlich kam mit der Sprache der besagte Schwedenhype und es wurde mir klar, Junge, du musst auch mal dahin! Wo also anfangen wenn nicht in der Hauptstadt? Juni 2019, auf geht’s!

Stockholm Gamla Stan

Es war mir im Voraus einiges bekannt. So zum Beispiel dass die Schweden sehr digitalisiert sind. Ich hatte mehrere Aussagen von Schweden, die seit Jahren kein Bargeld mehr verwendet haben. Um nicht auf getauschtem Bargeld in fremder Währung sitzen zu bleiben, entschied ich mich also gar nicht erst zu tauschen. Ich wollte die gesamten sechs Tage ausschließlich mit meinem Smartphone, notfalls mit EC-Karte bezahlen.

Bereits die Anreise ging komplett digital. Zugfahrkarte auf dem Handy, vorher online bei Easyjet eingecheckt, selbst Ausweis wollte in Berlin Tegel zu meiner Verwunderung keiner sehen. Leider haben in Brandenburg gerade die Ferien angefangen also war der Flughafen überfüllt. Am Sicherheitscheck musste ich über eine Stunde an einer endlosen Schlange (von der ich nur Hoffen konnte, dass sie in der Ferne auch da ankommt wo ich denke) anstehen. Ging aber alles gut und planmäßig in die Lüfte. Da Stockholm nicht sonderlich weit ist landet man auch, gefühlt kaum nachdem man abgehoben ist, nach etwas über einer Stunde schon wieder.

Das Wetter war perfekt. Nach der Hitze mit 35°C in Berlin waren die durchgängigen rund 23°C mit Sonne und leichter Bewölkung während meiner Zeit dort sehr angenehm, und netterweise auch meist sehr fotogen.

Stockholm

Bereits am Flughafen begeisterte mich Schweden als magisch digitales Land. Erst stolperte ich ein wenig irritiert herum um einen Bus-Schalter für Tickets vom Arlanda Flughafen ins Stadtzentrum von Stockholm zu finden, aber dann entschied ich mich einfach mein Handy zu zücken und innerhalb von 2 Minuten hatte ich ein gültiges Ticket via QR-Code auf dem Telefon. Dann ab zum Bus, Ticket gescannt, und abgefahren. Freies W-LAN an Bord… Natürlich… Und eine Anzeigetafel mit Streckeninfos und geschätzter Ankunftszeit. Eigentlich nichts allzu besonderes, aber bereits da wollte ich gar nicht mehr zurück.

Meine Ankunftszeit war in etwa die Rush Hour, also etwas gestaute Straßen und irgendwie wurde auch an allen Straßen gebaut, sodass selbst die Autobahn weitgehend einspurig war. Die letzten paar hundert Meter dauerten an sich eine Viertelstunde. Ich sah aus dem Fenster und durch die Lücke zwischen Bus und Baustellen rasen Fahrradfahrer und E-Roller. Erst später stellte ich fest, dass diese Anreisezeit die einzige war in der ich viel Verkehr beobachten konnte. Insgesamt war mein Eindruck von Stockholm ein sehr unmotorisierter. Selbst auf Hauptstraßen in der Stadt fuhr eher hin und wieder ein Auto und nicht selten fragte ich mich warum es überhaupt Ampeln gibt. Der bemerkenswertere Teil des Verkehrs waren besagte Fahrradfahrer und E-Roller. Stockholm und Göteborg haben das Londoner Modell einer Art Maut wenn man in die Stadt fahren will. Überall gibt es Fahrradwege und für E-Roller sah ich vier verschiedene Anbieter – alle mit dem Prinzip: schau auf einer App wo der nächste Roller ist, check mobil ein und dann wird zunächst eine Pauschale, danach pro Minute vom Konto abgebucht.

Vom Busbahnhof – ja, das ist da tatsächlich ein großes Bahnhofsgebäude mit Gates zu den Bussen – waren es rund 15 Minuten Fußweg entlang der Hauptstraße zum Hotel. Die Lage war super abgepasst, denn ich war dort fast im Zentrum der Stadt und konnte alles zu Fuß erreichen. Im Vorhinein hatte ich mir auch online den Stockholm Pass besorgt – in meinem Falle wieder als QR-Code einen 72-Stunden-Pass (ab erster Nutzung) mit dem man Zutritt zu vielen Museen, Bootsfahrten, Sightseeing-Touren, und Hop-On-Hop-Off Linien bekommt. U-Bahn Tickets sollten für mich also auch unnötig sein.

Nach meinem Check-In im Hotel hatte ich keine größeren Pläne für den Abend des Anreisetags. Ich schlenderte lediglich ein wenig durch die Gegend und lief die nahe gelegene Uferpromenade entlang.

Stockholm

Am Folgetag machte ich mich auf auf die Insel Djurgården, den königlichen Tiergarten. Stockholm besteht aus vielen zentralen Stadtteilen auf Inseln. Djurgården ist einer davon und nicht weit. Dort gibt es viele Grünflächen, Parks und Museen. Zuerst entschied ich mich für einen Besuch im Vasa Museum. Dies war überraschend faszinierend und ich verbrachte mehr Zeit als erwartet dort. Das Schiff Vasa zeigt wie nah Erfolg und Scheitern beisammen liegen können. Es war seinerzeit im sechzehnten Jahrhundert das größte und beeindruckendste Kriegsschiff, sank jedoch durch Konstruktionsfehler nach nur einigen hundert Metern auf der Jungfernfahrt. Nach über 300 Jahren auf dem Meeresgrund wurde es mit sehr aufwändiger Arbeit im letzten Jahrhundert geborgen, ausgestellt und stetig gewartet.

Stockholm Vasa

Danach ging ich weiter ins Wikingermuseum, dann zu einem Imbiss – bei dem ich natürlich auch mobil bezahlte – und für den Rest des Tages ins “Freiluftmuseum” Skansen. Hier kann man definitiv einige Zeit verbringen. Skansen bietet in Park-Form alles was Schweden aus macht: viele traditionelle Häuser aus verschiedenen Regionen, diverse Gehege nordischer Tiere, Gärten und alte Handwerksgebäude. Alles kann man besichtigen und mehr erfahren. Für Kinder gibt es Spielplätze, kleine Freizeitpark-Attraktionen und einen Streichelzoo. Das “Aquarium” ist ein weiterer kleiner Tierpark und bietet auch nicht-nordische Tiere. Auch eine große Bühne für Veranstaltungen wie Allsång (eine große Musikveranstaltung zum mitsingen im Sommer) ist vorhanden. Skansen ist absolut einen Besuch wert und ein herrlicher Aufenthaltsort.

Stockholm Skansen

Der nächste Tag war der Midsommarafton. Mittsommer ist ein wichtiger Feiertag für die Schweden. Dabei fällt ein staatlicher Feiertag, der Midsommardag, immer auf den Samstag um den kalendarischen Sommeranfang und der Freitag davor ist der Midsommarafton an dem auch schon einige frei bekommen und viel gefeiert wird. Skansen bot für diese Tage ein besonderes Programm zur Mittsommerfeier. Einige Museen hatten geschlossen. Für diesen Tag nahm ich mir vor die Altstadt, Gamla Stan, zu erkunden.

Die zentralen Stadtteile Stockholms sind alle ein wenig einzigartig. Im Norden gibt es Norrmalm mit dem Stadtzentrum und großen Shoppingmeilen, das einen eher geschäftigen Eindruck macht. Östlich davon befindet sich Östermalm, das einen gehobenen Wohnstandard mit teilweise durch Militäroffizierswohnungen geprägten Baustil zeigt. Die markante Uferpromenade sowie Brücke nach Djurgården sind hier zu finden. Im Westen gelangt man zur Insel Kungsholmen, auf der das bekannte Stadshus liegt. Südlich vom Stadtzentrum liegt die kleine Insel Gamla Stan mit der Altstadt. Diese hat einen sehr mittelalterlichen Charme, viele kleine, enge Gassen, den königlichen Palast und durchaus auch einen Haufen Touristen. Schließlich findet man im Süden die Insel Södermalm, welche eine wunderbare Mischung aus alt und neu bietet. Am Ufer liegt dabei vieles auf Höhen mit tollen Aussichten.

Am dritten Tag besuchte ich also zuerst Gamla Stan und lief durch die schönen Gassen. Das Nobel-Museum hatte wegen Mittsommer geschlossen, aber die verschiedenen Kirchen waren offen. Danach besuchte ich die königlichen Gemächer im Palast und verpasste leider Knapp die Wachablösung, die ich aus dem inneren des Palastes nur hören konnte.

Stockholm Gamla Stan

Am Nachmittag ging ich dann weiter auf die Insel Södermalm spazieren und konnte dort festliches Mittsommertreiben beobachten. “Mosebacketerrassen” war voller Menschen und Kinder die zu einem Programm mit Musik und Tanz feierten. Auf die Terrasse selbst wagte ich mich aufgrund des großen Andrangs an diesem Tag gar nicht vor.

Stockholm Södermalm

Am Abend machte ich dann noch eine Stadtrundfahrt mit dem Bus und kam schließlich wieder nördlich am königlichen Park an. Dort landete ich zufällig an der St. Jakobskirche und stellte fest, dass zwei Minuten vorher ein wöchentliches Orgelkonzert begann. Also setzte ich mich ganz leise zu den anderen Gästen und lauschte für rund 45 Minuten den Orgelklängen. Eines der schwedischen Stücke war mir sogar aus einer anderen Version bekannt. (Selbst Kollektengeld/Spende funktioniert in Schweden übrigens teilweise digital.)

Der vierte Tag war der letzte an dem mein 72-Stunden Stockholm Pass noch gültig war, also begann ich diesen mit einer Bootsrundfahrt und sah mir die verschiedenen Stadtteile und Ufer vom Wasser aus an.

Stockholm

Nach der interessanten Bootstour landete ich wieder auf Djurgården und ging in das Nordische Museum. Dort gibt es verschiedene Ausstellungsabschnitte die mit nordischen Themen zu tun haben: Mode, Möbelgeschichte, das Volk der Samen, Feiertage, Schmuck, Spielzeug und sogar Puppenstuben. Ein durchaus interessanter Besuch und weniger “stumpf historisch” als erwartet sondern sehr abwechslungsreich.

Danach wanderte ich durch die großen Parkbereiche die frei zugänglich um Skansen herum liegen und wo man sich durchaus drin verlaufen kann. Hier merkt man schnell die naturnähe Schwedens auf die auch die Stockholmer sehr stolz sind. Von Großstadt/Hauptstadt war hier überhaupt nichts mehr zu merken.

Stockholm Djurgården

Nach einer weiteren Bustour sah ich mir gegen Abend das markante Stadtshus im Westen an und schlenderte dann von dort durch das Stadtzentrum zurück in Richtung Hotel.

Stockholms Stadshus

Auch ohne gültigen Pass und Eintritt lässt sich was sehen. So ging ich am fünften Tag in das historische Museum, welches komplett frei zugänglich ist. Das war für mich eines der interessantesten Museen und ist auch zu empfehlen. Hier finden sich Abschnitte für die geschichte Schwedens, Barockkunst (mit Fokus auf Altären – vielleicht war das eine Sonderausstellung, aber ich habe noch nie so viele Altäre auf einem Haufen gesehen), Vorzeit, einer Schatzkammer sowie einer “Meta-Ausstellung” über den Einfluss von Museen und unseren heutigen Vorstellungen auf geschichtliche Forschung.

Zu Fuß schlenderte ich weiter durch das, nach dem Feiertag sehr geschäftige, Stadtzentrum und seine Einkaufsstraßen. Weiter ging es dann wieder durch Gamla Stan, wo ein großer norwegischer Mädchenchor “flashmobartig” auf einem Platz zu singen begann.

Stockholm Gamla Stan

Den Nachmittag verbrachte ich erneut auf Södermalm. Dort sah ich mir die Mosebacketerrasse, diesmal ohne Menschenmassen, an und erkundete danach noch weiter den Charme dieses Stadtteils, welcher sich schnell zu meinem Lieblings-Stadtteil entwickelte.

Stockholm Södermalm

So schnell wie die Reise begann war sie auch vorbei und es kam der Abreisetag. Zwar gab es hier leichte Verspätung, trotzdem lief insgesamt alles reibungslos. Die Abreise fiel mir etwas schwer und die Hitze und Menschenmengen in Berlin waren jetzt auch nicht das Willkommenshighlight.

Fazit? Meine Stockholmreise hat mir extrem viel Spaß gemacht. Meine Projekte wie nur mobil bezahlen gingen vollständig auf und mein Eindruck von Schweden war mindestens so toll wie erwartet. Die Sprache hab ich zwar nur wenig tatsächlich sprechen müssen, erleichterte mir aber häufig das Lesen und Hören von Informationen. Zudem chattete ich regelmäßig mit einem Schweden aus Göteborg, der mir diverse kulturelle Fragen gern beantwortete oder Beobachtungen erklärte. Zudem lernte ich von ihm einiges über das Mittsommerfest.

Sehr gern reise ich wieder dorthin. Vielleicht steht ja dann auch bald mal Göteborg auf meinem Plan…

Hier nun die gesamte Bildersammlung:

Stockholm

Durcheinander #1

Oft machen wir auch Fotos, zu denen wir keinen Beitrag machen wollen oder können. Sei es wegen zu weniger Fotos, weil andere Fotos nebenbei entstanden oder aus anderen Gründen.
Da bei einigen Shootings aber dennoch immer einige super Fotos bei rauskommen, die wir euch gerne zeigen würden, gibt es hier und jetzt eine kleine Sammlung.
Los geht’s!

Lasse
Frosch im Wald

Während eines Shootings von Hochzeitsringen nebenbei entstanden.

Nebel

Spontanes Mini-Shooting, aufgrund von super-coolem Nebel.

Der Mond am Tag

War nur ein Testfoto um mal zu schauen “wie es so aussieht”. Aber ein nettes Ergebnis.

Feuerkäferarmee
Frühlingsbeginn
Weizenfeld in Werda

Weizenfeld in der goldenen Stunde. Die hellen Flecken sind alles Insekten, welche von der Sonne so angestrahlt wurden, dass sie auf dem Foto so leuchten.

Viele Sonnenstunden und Saharahitze konnten wir in diesem Jahr im Juni/Juli schon genießen. Doch die einzelnen Pflanzen und Tiere kämpfen ums Überleben.

Festumzug zum 60. Spitzenfest in Plauen

21.-23. Juni 2019

Vorige Woche startete das 60. Spitzenfest in Plauen. Das Highlight war der Festumzug. Bei absolut passendem Wetter, nicht zu heiß (naja, hat teilweise schon gereicht) und nicht zu kalt und Regengüsse blieben auch aus, startete der Umzug pünktlich an der Ecke August-Bebel-Straße/Martin-Luther-Straße.
85 Teilnehmergruppen (und mehr als 2000 Teilnehmer) nahmen daran teil. Waren denn da noch genug Zuschauer übrig? Ja, reichlich.
Einen guten Sichtplatz, ohne all zuviel Gedränge konnte ich mir trotzdem sichern.
An Fotografen bestand absolut keine Mangelware. 😉
Los ging es mit den Schalmeiorchester Plauen, die in türkisfarbenen Trikots den Umzug anführten.

Gleich danach kam die Plauener Straßenbahn GmbH, welche in diesem Jahr ihr 125 jähriges Jubiläum feiern. Mit an Bord die Spitzenprinzessin, der Bürgermeister und viele mehr.

Als nächstes kam der Branchenverband Plauener Spitze & Stickereien e.V.
4. Motiv war eine Wette für uns Plauener. Es sollten mindestens 60 Personen mit echter Plauener Spitze bekleidet erscheinen und mitlaufen.
Eine Frau trug sogar ihr original Plauener Spitze Hochzeitskleid von 1990, welches ihr sogar noch wie angegossen gepasst hat. Die Wette wurde gewonnen, denn es waren weit mehr, die ihre kostbaren Spitzenteile vorführten.


Nun möchte ich hier jetzt nicht jede Teilnehmergruppe erwähnen, sondern nur einen Teil und die für mich interessantesten.
Ein Motivwagen stellte Vater und Sohn, die bekanntesten Figuren des deutschen Zeichners Erich Ohser (Plauen ist seine Heimatstadt) da. (Kleine Hintergrundinfo zu Erich Ohser. Er hat sich im Gefängnis selbst erhängt, da er dem Todesurteil zuvorkommen wollte, welches ihm aufgrund seiner Hetze gegen die Nazis bevorstand.)

Der Blumen-August sorgte mit seiner stattlichen, freundlichen Erscheinung und Blumenkorb für meine Aufmerksamkeit.

Prächtig geschmückte Pferde zogen das Sternquell-Brauerei-Traditions-Gespann.

Zum Verein der Freunde und Förderer des Vogtlandmuseums Plauen e.V. gehörten gekleidete Frauen und Männer in Plauener Spitze.

Vogtländischer Bergknappenverein zu Plauen e.V

Die Marinekameradschaft Plauen 1899 e.V. sorgen mit schönen Trachten für ein schönes Bild.

Gleich bezugsfertig, die Außenlage war schließlich auch schon mit vielen Blumen angelegt, thronte ein ganzes Einfamilienhaus auf einem Auto des Siedler-Vereins Plauen-Westend e.V.

Der Straßberger-Helau-Faschingsverein kam in einem festlich geschmückten Traktor mit Anhänger in den Farben des Vereins weiß-blau.

In den Farben bordeaux-schwarz kamen die Frauen und Männer des Musikvereins Mylau-Reichenbach e.V.

Von den Stadtwerken Plauen bekam ich ein Küsschen zugeworfen in Form der Kostümierung des Vaters von Martin Ohsers Karrikatur. Aber unter dem Kostüm kam man sicher auch ohne Küssen tüchtig ins schwitzen. 😉

Am auffälligsten und buntesten war wohl die Präsentation der Stadt-Galerie Plauen. Denn die Blumenfrauen boten einen berauschend farbiger Anblick.

Bunte Blumengirlanden schmückten den Envia-Truck und und wurden vom Wind hin und her geweht.

Naheliegend war es wohl das sich der e.V .Vogtland Plauen e.V. (Schwimm-u. Wasserballverein) mit Wasserspritzpistolen zeigte.

Mit wunderschönen Trachten zog der Kultur-und Sportverein Plauen-Steinsdorf e.V./Tanzstudio Merhaba an uns vorbei.
Dabei konnte ich doch eine bekannte Person entdecken und ein freudiges Winken wurde mir zuteil.

Sportlich ging es weiter. Der AC Atlas Plauen präsentierte seine Stärke, Anmut und Disziplin im Sport.

Eine lustige Rechenaufgabe im Namen, denn der BMX & Skateverein “2plus4macht1” e.V. heiß wohl so. Zwei Räder, vier Rollen, eine Sache. Na wer hätte das gewusst? Hier zeigt sich wohl, man muss nicht nur (bei den Sprüngen) auf Skatern und Rädern kreativ sein, sondern eben auch bei der Namenswahl des Vereins.

Danach gleich ging es Radsport technisch weiter. Im Vogtländischen Radsport Team Plauen e.V. konnte ich auch bekannte Gesichter entdecken.

Ganz klar ein Highlight die zwei Hochräder. Anspruchsvoll und sicher sehr schwierig auf dieser Höhe sein Gefährt im Gleichgewicht zu halten. Ganz abgesehen vom Auf-und Abstieg vom Rad.
In Großbritannien eine Sportgerät und Statussymbol junger wohlhabender Männer, die dadurch auf gleicher Höhe wie die aristokratischen Reiter waren (lt. Wikipedia).
Marc stupste mich an und sagte: “Mach jetzt das Foto, los, der macht das Kunststück jetzt nur für dich!” Und ich hab das Foto gemacht. Rechtzeitig konnte ich mich dann doch noch von der Kamera lösen, um dem Hochradfahrer den Platz frei zu machen, um nicht mit ihm zu kollidieren (auf seinem Lenker zu landen).

Kleider & Traumbrautmoden waren ebenso ein hübscher Anblick und ich konnte mich nicht der Erinnerung entziehen, mich in meinem Brautkleid vorzustellen.
Im übrigen könnte ich mich durchaus in ein Kleid verlieben, wenn ich den passenden Geldbeutel dazu hätte. 😉

Ein kleines Mädchen im Dirndl unter der Rubrik Zwirndl war ein liebreizender Anblick. Sie brachte allen Leuten ein Lächeln auf die Lippen, da sie mit solcher Hingabe und Leidenschaft dabei war und ein Tänzchen auf den Asphalt legte.

Vom Fruchthof Plauen GmbH bekamen wir frisches Obst spendiert und
als Zugabe freundliche Blicke.

In der folgenden Schalmeienkapelle Bernsgrün e.V. zog es meinen Blick immer wieder zu dem feschen jungen Mann, welcher auf der großen Trommel spielte und dieses schwere Instrument schleppen muss.

Das DRK-Zentrum Plauen/Vogtland e.V. kam an 55. Stelle. Ein Blutspendebeutel in Form einer Kostümierung sollte uns wohl alle erinnern, wie wichtig es ist an einer Blutspende teilzunehmen. “Leben retten lohnt sich immer!”
Zwei nette Frauen, eine mit weißen Flügeln und eine mit roten Flügeln, posierten extra für mich und schenkten mir ein hinreißendes Lächeln.

Auf Platz 60 kam das Mehrgenerationenhaus Plauen dran.

Mit einem flotten Tänzchen auf dem Asphalt begrüßte uns der Square-Dance Verein “White Magpie Plauen e.V.”

Wer hätte das gedacht, auch die Tupperware Bezirkshandlung nahm an dem Umzug teil.

Nummer 68 waren die Faschingsfreunde Vogtland e.V. Mit ihren schnittig, fahrenden Bierfässern (sah für mich so aus) ein durchaus lustiger Anblick.

Bunt ging es weiter mit dem WKC e.V. Plauen.

Die Raumgestaltung Plauen GmbH präsentierte sich wohl in der angesagten Farbe türkis/petrol.

Eine Ameise als Maskottchen thronte hoch auf dem Wagen der Petzold-Umzüge GbR Plauen.

In den Farben blau/schwarz/weiß/gelb nahm das Blasorchester Markneukirchen am Umzug teil und der Musiker, der die große Trommel spielte, hatte wohl nicht so viel Kraft, denn er hatte sein Musikinstrument auf Rädern dabei.

Nach einer alten Überlieferung zufolge sollte in Pausa der “Mittelpunkt der Erde” sein. Was natürlich nur Flunkerei war, aber daraus ergab sich dann, dass in Pausa die ” Erdachsendeckelscharnierschmiernippelkommission” tagt und im Keller des Rathauses ragt eine Erdachse aus dem Boden.
Diese kann man mit dem Einwurf in einen Schlitz von 50 Cent in Bewegung versetzen und zünftig mit einem Likör begießen.

Der vogtländische Oldtimerclub e.V. zeigte seine Schätze.

Als nächstes kam der Verein Vogtländischer Carnevalisten e.V. mit strahlenden Mädels und Frauen.

Fehlen durfte auch nicht der 1. Vogtländische Drachenbootverein Pöhl e.V.

Beim nächsten Act konnte ich so richtig in Erinnerungen schwelgen, denn bei diesem Sport war ich auch mal heimisch. Ja, das ist lange her. Ziemlich lange sogar. Doch in meiner Erinnerung weiß ich schon noch, wie anstrengend er war. Aber ich war auch mit ganzer Leidenschaft dabei. Hier präsentiert uns der SG Tobertitz e.V. seine sportlichen Einlagen am Barren und auf dem Boden. Zu bewundern waren dabei kräfige Männerarme und absolute Körperbeherrschung. Auch die Jugend durfte ihr Geschick und Biegsamkeit zeigen.
Und drei paar Männerbeine ragten sogar noch am Schluss des Umzugs kerzengerade in den Himmel.
Egal ob jung, klein oder ein bisschen älter-fit, muskulös und sportlich waren sie alle.

Vom Abschlussfeuerwerk war ich dann doch etwas enttäuscht. Zum 60. Spitzenfest hätte ich ein außergewöhnlicheres Feuerwerk erwarte. Etwas spektakuläres eben. Ansonsten war es schon nicht schlecht. Hätte aber eben auch viel besser sein können. Einen guten Platz hatte ich auf der Aussichtsplattform beim Schloss Plauen mit Blick Richtung Johanniskirche.