Archiv der Kategorie: Tiere

Botanischer Garten Jena

Wer gerne Blumen mag, kommt hier jetzt voll auf seine Kosten. Der grüne Garten mitten in Jena-der Botanische Garten. Weitläufig, idyllisch, sehr schön angelegt und mit vielen außergewöhnlichen Pflanzen bestückt.
Doch bevor man sich den schönen Dingen widmen kann, muss man an der Kassiererin vorbei. An diesem Tag saß eine an der Kasse, die nicht so ganz mit sich im Reinen war.
Zuerst wies sie uns sehr unfreundlich auf ein Schild hin, welches an der Kasse hing und ihre Pause angezeigt hat, welche wahrscheinlich noch ungefähr 1 Minute gedauert hätte, und sie absolut nicht bereit war diese abzukürzen. Wir sollten also erstmal unseren Rundgang machen und hinterher bezahlen.

Also sind wir in den Garten rein. Auf 4,5 ha Fläche wachsen ca. 10000 verschiedene Pflanzenarten. Viele davon wirklich exotisch und mir völlig unbekannte Sorten.
Die Außenanlage ist in verschiedene Gebiete aufgeteilt. So gibt es einen Bereich für Arznei-, Gewürz- und Nahrungspflanzen, einen Bereich für Gebirgspflanzen und und und. Sehr schön kann man dort auch sitzen und die Blütenpracht genießen. Auch so einige versteckte Sitzplätze lassen sich finden, wo sicher das ein oder andere Pärchen ihre Zweisamkeit genießen können.
Einen Ginko-Baum gibt es auch. Dieser ist ursprünglich in China beheimatet. Und wisst ihr, dass die Blätter davon pharmazeutisch genutzt werden können. So helfen zum Beispiel Ginko-Präparate die Durchblutung zu verbessern und werden von so manchem HNO-Arzt eingesetzt, wenn die Patienten unter Tinnitus oder Schwindel leiden. Und Medikamente helfen die Leistungsfähigkeit des Gehirns zu verbessern. Also ein ziemliches “Multitalent”. Nebenwirkungsfrei sind sie aber auch nicht. Also lasst euch lieber erst von einem Arzt eures Vertrauens beraten, ob die in eurem Fall einsetzbar sind.

Außerdem gibt es auch Schaugewächshäuser.

Unter den großen Schwimmblättern der Victoria-Seerose leben sogar Piranhas. Nun, die konnten ruhig weiter dort unten ihr Unwesen treiben. Für mich waren die Schmetterlinge viel interessanter. Deshalb wollten wir dann auch schnell ins Gewächshaus wo sie sich befanden.

Doch halt. Jetzt kamen wir doch an einem unüberwindbaren Hindernis vorbei, nämlich der Kassiererin, die wieder erwacht und der wohl wieder eingefallen war, wozu sie eigentlich auf Arbeit ist. In ihrem schon vorher trainiert genervten unfreundlichen Tonfall befahl sie uns an die Kasse zu kommen und zu bezahlen.
Doch meinen wohl berechtigten Einwand “Wir sollten doch, laut ihrer Aussage, erst hinterher bezahlen, wenn wir durch sind. Und wir sind noch nicht durch.” ließ sie gar nicht bis in ihr Gehirn dringen und es folgte die erneute Zurechtweisung:” Sie sind doch einmal hier, dann können sie auch gleich bezahlen.” Um der “guten” Frau den Gefallen zu tun, und dem Ausspruch “Der Klügere gibt nach.” genüge zu tun, haben wir das erledigt und haben danach unseren Rundgang fortgesetzt.

Dann endlich durften wir ins Schmetterlingshaus.
Als wir die Tür aufgemacht hatten, machten wir nur “OOOOOH”…
Die Schmetterlinge sind so groß und gleiten leicht wie Segelflieger durch die Luft. Herrlich. Die Luft darin sehr tropisch, also ist man doch zeitlich eingeschränkt. Aber es ist wunderschön den Schmetterlingen zuzuschauen.


Nun aber überlasse ich euch den Fotos.

Seerose
Ahorn
Scadoxus
Blutblume
Andentanne

Wer von euch kennt diese Pflanze? Und was ich noch vorweg nehmen möchte, diese Pflanze sieht wirklich exakt so aus. Ich wollte mir nämlich merken, was es für eine ist. Doch jetzt bin ich mir eben nicht mehr sicher.

Tabasco?
Ginko

Als Zugabe seht ihr jetzt noch das Hotel (Jentower), wo wir für eine Nacht ein Zimmer gebucht hatten und Jena von oben. Wer gern ein bisschen Luxus spüren möchte, ist dort gut aufgehoben.

Jentower
Jentower
Jena vom Jentower aus

Fazit: Ein wunderschöner Ausflug nach Jena und der Botanische Garten auf jeden Fall einen Besuch wert. Wenn ihr euch an der Kassiererin vorbei traut…. 😉

Falknerei Herrmann

Schon lange wollte ich euch wieder mit in die Falknerei Herrmann in Plauen nehmen.

Inzwischen waren wir schon wieder einige Male in der Falknerei und es hat sich einiges getan.
So gibt es jetzt einen Verkaufsstand für Getränke und essbare Kleinigkeiten.
Neu ist auch eine Prägemaschine mit 3 verschiedenen Motiven der Falknerei.
Weiterhin werden noch viele Neuerungen entstehen. Geplant ist sogar ein Streichelzoo, Aufzuchtanlage (die Maßstäbe setzen soll) ein Walderlebnispfad und es sollen noch im Halbkreis angeordnete Volieren entstehen.

Künftig kann man sich dort auch zum Falkner ausbilden lassen.

Heute erst waren wir wieder dort. Ach war das wieder schön. Noch immer bin ich ganz begeistert. Es war wieder eine tolle Show, herrliche Flüge, mega interessantes Wissen was uns vermittelt wurde und Mitarbeiter die ihren Beruf lieben und das auch in der kurzen Zeit der Vorführung rüber bringen.
Herr Herrmann ist echt ein Ausnahmetalent. Es gibt keinen Falkner der sein Wissen auf so vielfältige, unkomplizierte und amüsante Weise dem Publikum nahe bringt.

Und auch der erhobene Zeigefinger ist dabei. Schließlich sollen wir alle bewusster mit der Umwelt umgehen und unsere Natur und die Tiere darin schützen.

Ich kann nur jedem empfehlen, dort mit seinen Kindern, Familie oder auch allein hinzugehen, sich mit Begeisterung einfangen zu lassen und sich auf eine Reise zu den Orten begeben, wo die Vögel ursprünglich leben.
Auch wenn es hier in der Falknerei nur die größeren Vertreter des Eisvogels gibt, welche die nicht so bunt schillern wie der Eisvogel der uns so geläufig ist. So können die Eisvögel in der Falknerei (Lachender Hans/Kookaburra) mit ihrem lustigen offenen Wesen auf jeden Fall mithalten.
Schleiereule Barney schließt sowieso sofort jeder ins Herz und Bartkauz Berta sieht richtig knuffig aus und ist neu im Programm integriert und verhält sich schon richtig professionell.
Wenn dann die Flugspezialisten, die Milane, durch die Lüfte gleiten und ihr Futter im Flug fangen, wird jeder voller Begeisterung zuschauen.
Ganz zu schweigen wenn sich die Adler in die Lüfte erheben. Dann erleben wir Flüge, die hoch in den Himmel gehen. Jedenfalls wenn die Thermik stimmt. Wenn dann die Adler aus schwindelerregender Höhe in Sekunden zurück auf die Faust des Falkners kommen, spätestens dann ist man berauscht.

Und mit unserem neu erworbenen oder teilweise auch aufgefrischten Wissen schweift der Blick nun wachsamer durch die Natur und bei so manchem Greifvogel folgt die Überlegung, was es für einer ist und welche Fähigkeiten ihn besonders machen.

Weißkopfseeadler
Weißkopfseeadler
Sibirischer Uhu Olga
Sibirischer Uhu
Milan
Milan
Schleiereule Barney
Schleiereule
Schleiereule
Europäischer Seeadler
Europäischer Seeadler
Turmfalke
Turmfalke
Mäusebussard
Falkner Herrmann mit seinen Kookaburra (Eisvögeln)
Truthahngeier Pedro
Bartkauz Berta
Bartkauz
Bartkauz
Bartkauz
Bartkauz

Weitere Beiträge zur Falknerei:

Trauer-Rosenkäfer und Marienkäfer

Der Trauer-Rosenkäfer (Oxythyrea funesta) gehört sicher nicht zu den schillerndsten Persönlichkeiten in der Krabbelwelt. Doch er war ziemlich eindeutig zu identifizieren. So erkennt man ihn recht gut an seinem schwarzen glänzendem Körper mit weißen Punkten und gut sichtbaren Härchen. Da diese Käfer hier ihre Härchen noch besitzen, sind es wohl junge Käfer. Die älteren Käfer reiben die sich mit der Zeit oft ab. Außerdem konnte ich den Trauer-Rosenkäfer bei der Paarung beobachten und auch aufs Foto bringen.
Seine Nahrung sind Pollen.
Und was ich euch noch sagen möchte, er ist nicht kamerascheu.

Der Marienkäfer kam auch zu Besuch in Omas Garten. Wohl auch deshalb, weil der Mittagstisch reich gedeckt war. Schließlich munden ihm Blattläuse ausgezeichnet und diese waren im Übermaß an Omas Kirschbäumchen zu finden. Nach dem Festmahl blieb dann wohl noch Zeit für eine ausgiebige Paarung.
Was ihr sicher noch nicht wusstet, der Feind des Marienkäfers ist er selbst. Denn sobald ein Marienkäfer von anderen Marienkäfern Larven findet, frisst er diese. Auf der Seite des SWR (Der Krieg der Marienkäfer) steht sogar, dass wenn ein einheimischer Marienkäfer die Larven des asiatischen Marienkäfers frisst, er daran stirbt. Dem ist wohl so, weil die oft voller Parasiten sind.

Fazit: Macrofotografie ist doch auch sehr spannend. Und immer und überall gibt es tolle Fotomotive.