Archiv der Kategorie: Hunde

Timi und Rocky in Action

Schon lange hab ich keine Fotos mehr von den beiden Jack Russell gemacht. 

Endlich hatte ich wieder Gelegenheit dazu. Schließlich rennt Rocky sehr gern. Also ist er doch absolut prädestiniert dazu mir die Chance zu geben ihn im vollen Speed mit der Kamera einzufangen. 


Bei einem Samstagsspaziergang ging es dann voll zur Sache. 
Timi mag es nicht mehr so rasant. Denn bei ihm zeugt sein Tatendrang von Besonnen- und Gelassenheit. So schnell bringt ihn nichts aus der Ruhe und er absolviert seine Klettermanöver sehr souverän. 

Rocky dagegen ist noch in der Sturm- und Drangzeit. Auch ist er mehr so ein kleiner Dröppel der mit seiner Ungeschicklichkeit und Schussligkeit einen so manchen Lacher entlockt. 
So wollte er doch unbedingt ins Wasser ohne sich die Pfoten nass zu machen. Warum eigentlich, denn er geht sehr gerne baden? Doch als er von einem Stein abgerutscht ist, und er sich dann doch im Wasser wiederfand, konnte er der Versuchung nicht widerstehen und das Stöckchen an Land holen. Der Spitzname seiner Besitzer lautet liebevoll „Plumps“. Soll eine Figur sein die beim Sandmännchen dabei ist und sich wohl auch nicht so galant bewegt sondern auch die eine oder andere ungewollte Stunteinlage einbaut. Er hält sich für ganz mutig und stark. Kennt ihr den Plumps? 


Auch die Spiegelung der Beiden im Wasser hat bei mir den Kameraauslöser freigesetzt.


Absolut spannend sind auch die verschiedenen Gesichtsausdrücke die entstehen, wenn die Hunde rennen. Auf dem folgenden Foto sieht Rocky doch tatsächlich so aus als ob er lacht. Auch die Ohren wippen immer so lustig hin und her. 

Fazit: Mir macht es riesigen Spaß Hunde in Action zu fotografieren. Noch mehr reizt es mich, sie mit der Kamera einzufangen, wenn sie über ein Hindernis springen. 

Best-of 2017

Auch dieses Jahr möchten wir euch wieder mit einem Best-of unserer liebsten Fotos erfreuen. Dafür haben wir uns wieder zusammengesetzt und uns durch alle Beiträge des Jahres gearbeitet. 
Natürlich hatten wir uns viel mehr Fotos ausgesucht, als es möglich war sie in das Best-of zu packen. Sonst wäre das Video dazu soooo lang geworden, dass ihr bestimmt nicht bis zum Schluss durchgehalten hättet es anzuschauen. Also mussten wir uns von einigen Fotos aus dem Video trennen. Bei der Fotoauswahl waren wir uns ziemlich schnell einig was wir drin lassen und was nicht. 
Viel schwerer viel uns da die Auswahl der Musik. Der erste Titel war noch sehr schnell gefunden. Schließlich hat uns da Ricos Kumpel Florian mit einem seiner neuen Titel ausgeholfen. Der Song passte super zu unserem Video. Nun fehlten nur noch zwei Musikstücke. So haben Rico und ich uns fleißig durch die weiten YouTubes geklickt. Nach langer Suche hatten wir den zweiten Song gefunden. Doch der musste bezahlt werden. Rico wollte ihn aber so dringend haben, dass er eine Lizenz gekauft hat. 
Kopfzerbrechen hat uns der dritte Musiktitel bereitet. Wobei ich schon sehr zeitig wusste, welcher mir gefallen hat und ich unbedingt dabei haben wollte. 
Jetzt musste nur noch Rico überzeugt werden. Was sich doch ziemlich schwierig gestaltet hat. War der schon immer so stur? 😉
Irgendwann hat er dann aber klein bei gegeben und nun hört selbst. Das dritte Lied passt doch super dazu, oder? Gerne könnt ihr uns eure Meinung zum dritten Lied und allgemein zum Best Of  2017 mitteilen!

Ohne die entsprechende Musik würden die Fotos fast schon langweilig rüber kommen. Sie ist eine enorme Bereicherung für unser Bewusstsein. Musik verändert alles und steuert unsere Emotionen.  Lasst euch also mitreißen und genießt unseren kleinen Jahresrückblick auf unser Jahr 2017.
Das letzte Foto lässt euch sogar schon einen Blick in die Zukunft werfen, denn es ist bisher noch unveröffentlicht!

Wir hatten auf jeden Fall eine Menge Spaß beim Schwelgen in Erinnerungen.

 

Survival Warnemünde-2. Teil

2. Tag

Nach einer regenerierenden und erholsamen Nacht bin ich dann doch ohne Muskelkater aufgewacht. Welch eine Überraschung. Die Strapazen von gestern waren somit vergessen. Auch Rico war fit und bei einem locker entspannten Frühstück (welches doch keine Wünsche offen lies) in der Loft-Halle, die man großzügigerweise auch als Restaurant, Spielplatz und Entspannungs-u. Begegnungsraum bezeichnen konnte, planten wir den heutigen Tag. Eine kurze Inspektion der ungewöhnlichen Räume, die für alle zugänglich waren, z.B. Vinylraum, Computerraum, Sauna, Kino, Fahrradgarage, Spieleraum und auch ein Fotoautomat brachten uns echt zum Staunen. Außerdem konnten man sich ein Longboard oder eine Gitarre nehmen und seinem entweder sportlichen oder doch musikalischem Talent frönen. 
Da wir uns dann doch lieber in die Natur einbringen wollten, ging die Fahrt zuerst mit dem Auto nach Ahrenshoop. Doch zuvor hat uns das Navi noch auf die Probe gestellt. Es hat nämlich plötzlich angesagt, sie fahren gleich auf die Fähre…. Was denn für eine Fähre? Wir wollten doch gar nicht auf die Fähre. Doch nach kurzer Überlegung und entsprechender Information, wollten wir wohl doch mit der Fähre übersetzen. So blieb uns ein weiter Umweg nach Ahrenshoop erspart. Eine Gebühr von 4,40 € fürs Auto und uns wurde fällig. 
Dann ging es doch glatt ohne Vorkommnisse bis Ahrenshoop.
Dort angekommen, ging es nach kleiner Unstimmigkeit mit dem Parkautomat, der dieses Mal partout kein Geld nehmen wollte (Papier war wohl alle), obwohl ich ja extra vorbereitet war und meine „protzigen“10-Euro-Scheine daheim gelassen hatte, auf direktem Weg zum Strand. 

Das Wetter hat uns auch an diesem Tag nicht im Stich gelassen und uns eine traumhafte Kulisse geboten. Somit blieben kaum Wünsche offen, denn wir konnten die Wellen fotografieren, die sich an den Bohlen und Steinen brachen, ein wunderschönes Haus mit Reetdach, einen Regenbogen und auch Kitesurfer in Action.

Regenbogen vor Haus mit Reetdach
Regenbogen vor Haus mit Reetdach

Um nicht so viel Fotografiezeit zu verlieren, gönnten wir uns nur einen kleinen Zwischensnack. Schon wieder Fisch. Dieses Mal in Form von einem Fischbrötchen. Aber auch zu einer kleinen Hauptmahlzeit sollte man sich doch ein Dessert gönnen, oder? Deshalb folgte noch ein großer Eisbecher. Schließlich sollten die eigenen Fettreserven nicht so plötzlich angegriffen werden. 
Auf der Wunschliste von Ricos Motiven an der Ostsee war noch eine Option offen. Nämlich der Weststrand der Ostseehalbinsel Darß. Dieser soll wohl zu den 20 schönsten Stränden der Welt gehören, mit seiner wildromantischen 13 km Länge.

Strand in Ahrenshoop
Strand in Ahrenshoop – HDR

Also ab zum Auto. Schließlich stand wieder ein bombastischer Sonnenuntergang bevor. Das Navi versprach die Fahrt in 60 min zu schaffen. Dabei hat es wohl vergessen zu erwähnen, dass man gar nicht mit dem Auto bis dahin fahren darf.
Im Ostseebad Prerow mussten wir das Auto zurück lassen. 
Somit durften wir mit unserem Fotogepäck zu Fuß weiter. 4 km zu Fuß. Zu schaffen in ca. 1 Stunde. Oh, das könnte knapp werden…
Schneller Schritt war angesagt. Ein letztes Wanderschild wies die Richtung und die noch folgenden km die uns vom besagten hinreißendem Strand trennten. Der Blick auf die Uhr lies uns schlimmes erahnen. Das war wohl mit einer Nicht-Sportskanone wie mir nicht mehr im Rahmen des Möglichen.
Nun tat ich das Einzige was noch helfen konnte um rechtzeitig den Strand zu erreichen. Ich lies Rico allein weiter gehen bzw. rennen und ging zu der Aussichtsplattform in 800 m Entfernung. Von dort wollte ich mir dann den Sonnenuntergang ansehen. Diese Entscheidung sollte ich dann aber noch bitter bereuen. Wenigstens kam sie von mir und ich konnte Rico keinen Vorwurf machen, mich im Stich gelassen zu haben und mich auf unauffällige Weise los werden zu wollen. So habe ich mich nämlich später dann gefühlt. Allein. Einsam. Verlassen. Wie Hänsel und Gretel. Nur eben ohne Hänsel. Verstoßen und ausgesetzt im Wald. Zwischen reißenden Tieren in der Wildnis verloren und vergessen. 
Davor aber konnte ich auf der Aussichtsplattform doch noch Fotos machen. Nicht vom spektakulären Sonnenuntergang, denn der war von dort gar nicht gut zu sehen, sondern von was anderem. Mir kam es nämlich dann doch merkwürdig vor, das von den Personen die außer mir dort waren, keiner Richtung Sonnenuntergang schaute. Seltsam. Wieso schauten die alle in eine andere Richtung? Was gab es denn da zu sehen? Irgendwie konnte ich mir erst keinen Reim drauf machen. Doch dann konnte ich was braunes entdecken. Dann schnell das Teleobjektiv mit Konverter auf die Kamera geschnallt und endlich konnte auch ich sehen,  was die Anderen schon lange im Blick hatten. Nämlich Wildrehe mit einem Hirsch und auch Hasen, die gegenüber, aber eben doch noch in einiger Entfernung, ihren abendlichen Hunger stillten. 
Wow, was für ein Glück. Damit hatte ich ja nun gar nicht gerechnet. Tiere in freier Natur.

Hirsch mit Rehen

Die Dämmerung brach herein und mit ihr kam die unvermeidliche Dunkelheit. Der Personenkreis schrumpfte gewaltig. Plötzlich war ich allein mit einem Mann, der aber dann auch auf sein Fahrrad stieg und mich völlig alleine zurück lies. 
Rico musste doch auch langsam auf dem Rückweg sein… Wo blieb er denn? Es war doch schon stockfinster. Da konnte er doch gar keinen Sonnenuntergang mehr fotografieren… Schließlich wollten wir uns an der Gabelung im Wald wieder treffen. Doch ein Anruf von mir brachte nichts. Keine Antwort. Auch auf meine Nachrichten reagierte er nicht. Was ist denn mit der Jugend los? Fummeln die nicht ständig an ihrem Handy rum? War etwa was passiert? Schlimm, was für Gedanken einem da durch die Birne schießen. Dann noch die entsetzliche Dunkelheit mit den Geräuschen der Wildtiere. Beängstigend. Der Abend davor war da eher noch harmlos gewesen.  Nun stand ich nämlich, vereinsamt, mitten im Wald und wartete auf Rico. Das war endgültig Abenteuer genug für mich. 
Endlich kam doch der ersehnte Anruf von Rico. Auch zwei Radfahrer kamen aus der Dunkelheit an mir vorbei und nach unzähligen Minuten kam auch Rico aus den Tiefen der Nacht. Meine Erleichterung konnte ich dann kaum zügeln und fiel Rico um den Hals. 
Doch wir mussten ja noch einen beachtlichen Fußweg zum Auto zurück. Von dort aus fuhren wir schnurstracks zur Fähre, da wir nicht genau wussten, wann die letzte übersetzen würde. 
Auf ein leckeres Abendessen mussten wir dann verzichten, weil überall schon Küchenschluss war. Uns blieb dann noch eine Sandwich von der Tanke. Na gut, verhungern würden wir also auch nicht. 
Dieses Mal wollte Rico unbedingt mit dem Fahrstuhl fahren, da er sich doch ziemlich anstrengt hatte, um den Weststrand rechtzeitig zu erreichen. Hier könnt ihr selbst beurteilen, ob sich der ganze Aufwand gelohnt hat.

Weststrand
Weststrand

 

Somit fielen wir auch an diesem Abend total erledigt ins Bett. 

Geplant hatte ich dann noch vom Sonnenaufgang eine tolle Aufnahme zu machen. Rechtzeitig wach wurde ich auch und konnte und wollte aber nicht noch zum Strand laufen. Also blieb die Kurzversion. Einfach die Tür auf und die Sonne beim Überschreiten des Horizontes beobachten und die ersehnten Fotos knipsen. Wunderschön, mit den Kränen im Vordergrund. Schließlich musste es ja einen Vorteil haben, wenn man auf dem Oberdeck seine Kabine hat. 😉
Dann war die Sonne wohl so erschöpft, für uns die ganze Zeit geschienen zu haben, dass sie sich hinter dichten Wolken versteckte und wir nach dem Frühstück auch gleich Richtung Heimat aufbrachen.
Auch da gab es massig Baustellen, welche wir mehr oder weniger schnell durchqueren konnten. Außerdem war ein orkanartiger Wind unterwegs, welcher unser Auto doch gehörig hin und her schwanken lies.  

Fazit: Leider wollte Rico die Kletterhalle nicht nutzen. Schade, hatte mich schon auf spektakuläre Kletterfotos gefreut. Ein Kurzurlaub der einfach grandios war. Warnemünde ich komme bestimmt mal wieder.